Eureka Street ist ein Roman des irischen Schriftstellers Robert McLiam Wilson. Von der Kritik hoch gelobt, erlebte er 1996 einen großen internationalen Erfolg! Der Autor zeichnet darin das Bild eines von Gewalt gezeichneten Belfast, in dem die Bewohner versuchen, Glück und Gleichgewicht zu finden… Ein farbenfrohes Porträt, eng verbunden mit dem Nordirland-Konflikt, das Sie nicht unberührt lassen wird!
Eureka Street erzählt vom Alltag der Bewohner Belfasts, während die Stadt die Auswirkungen des Nordirland-Konflikts unmittelbar zu spüren bekommt. Zwischen terroristischen Bedrohungen und einem schwelenden Konflikt versuchen die Menschen, ihren Alltag fortzusetzen, ohne dabei den Zusammenhalt und die Fürsorge füreinander zu vergessen… So begleiten Sie farbenfrohe und stets sympathische Charaktere durch ihren Alltag.
Allen voran Chuckie, der Protestant, der seine Zeit damit verbringt, die dreistesten Tricks auszubrüten, um Geld zu verdienen… Und Jake, der Katholik, ein ehemaliger harter Kerl mit einem weichen Herzen, der eine Trennung nach der anderen durchlebt…
Um sie herum ist das Leben hart und beschwerlich, doch Solidarität und Brüderlichkeit sind ihre stärksten Waffen, um weiterzumachen und der Gewalt keinen Raum zu geben…
Robert McLiam Wilson wagte es, inmitten eines instabilen und fragilen Belfast, das von wiederkehrender Gewalt zur regelrechten Pulverfabrik geworden ist, scharfsinnige und zugleich liebenswerte Charaktere zu zeichnen.
Zwischen bewaffnetem Konflikt, konfessioneller Segregation und Aufrufen zur Gewalt scheint nichts die desillusionierten Jake und Chuckie zu erschüttern – zwei Bewohner Belfasts, Katholik und Protestant, die sich mühsam durchs Leben schlagen. Auf der Suche nach Erfolg – materiell oder emotional, je nach Figur – scheinen sie ihren Alltag in einem mehr als belasteten Klima zu erdulden.
Nichts ließ erwarten, dass ihre Freundschaft in diesem instabilen Umfeld Bestand haben würde. Eine Freundschaft, die der Autor als kraftvolles Gegenbeispiel zum damaligen nordirischen Kontext darstellt…
Robert McLiam Wilson setzt damit ein Zeichen gegen fatalistische Vorurteile und sozio-politischen Determinismus: Konfessionelle Unterschiede müssen Menschen nicht zwangsläufig trennen.
Ein großartiger Roman, der Humor, Zynismus und Romantik verbindet und dabei einzigartige, berührende und eindringliche Charakterporträts liefert. Absolut lesenswert!