Die Real IRA
Kultur

Die Real IRA

Bewaffnete Milizen in Irland
Eine Mauer in Belfast - Public Domain

Die Real IRA, auch bekannt als RIRA oder auf Deutsch als Wahre IRA, ist ein abtrünniger Zweig der IRA. Diese Fraktion lehnt die britische Präsenz in Nordirland entschieden ab und verübt Anschläge und tödliche Aktionen, die dem Friedensprozess zwischen England und der Regierung in Belfast entgegenstehen.

Geschichte der RIRA oder Real IRA

Eine abtrünnige Organisation der IRA

Die RIRA entstand aus der Provisional IRA und wurde 1997 von Mitgliedern gegründet, die das damalige Waffenstillstandsabkommen beenden wollten. Die Organisation ist verantwortlich für den Anschlag von Omagh am 15. August 1998, der als der tödlichste Anschlag in der Region gilt.

Die RIRA lehnt die Karfreitagsabkommen ab und war nach einer kurzen Pause (Waffenstillstand vom 8. September 1999 bis 20. Januar 2000) weiterhin sehr aktiv.

Im Allgemeinen werden die Aktionen der RIRA angesichts des aktuellen Kontextes, in dem Nordirland versucht, Frieden mit London zu verhandeln, von beiden Seiten scharf verurteilt. Gordon Brown erklärte nach diesem Anschlag, dass die RIRA den laufenden Friedensprozess nicht „entgleisen lassen“ könne. Gerry Adams, der Führer der Sinn Féin, unterstützte Browns Aussagen und verurteilte ebenfalls das Vorgehen der RIRA.