Ein Paukenschlag für den Tourismus in Irland. Während die Regierung angekündigt hatte, die ab dem 9. Juli geltende Quarantäne aufheben zu wollen, rudert der Staat nun zurück und entscheidet sich für eine Verlängerung. Ihre Begründung: Irland braucht mehr Zeit, um seine Strategie zu festigen… und fürchtet eine mögliche zweite Welle, die durch die massive Ankunft europäischer Reisender ausgelöst werden könnte. Tatsächlich will Irland bis zum 20. Juli eine Stellungnahme zu diesem Thema abgeben, was ausländische Reisende erneut in völlige Ungewissheit stürzt.
Die Regierung schweigt weiterhin zur Wiederaufnahme des Reiseverkehrs
Auch die Iren selbst werden aufgerufen, diesen Sommer ihre Insel nicht zu verlassen
Übervorsicht oder wohlüberlegte Analyse der Lage? Irland scheint Schwierigkeiten zu haben, eine klare Entscheidung bezüglich seiner Öffnungsstrategie für Reisen zu treffen. Davon betroffen sind die Iren, europäische Reisende und die Tourismusbranche.
So herrscht völlige Unklarheit: Wird es diesen Sommer möglich sein, nach Irland zu reisen? Können die Iren in europäische Länder fliegen? Auf diese Fragen verweigert die Regierung klare Antworten.
Die Meinungen in Irland sind gespalten.
Viele irische Ärzte setzen auf Vorsicht, Zweifel und Angst. Ihre Aussagen sind in allen Medien präsent:
Wir raten den Iren ab, diesen Sommer für Urlaubsreisen nach Europa zu fahren. Vermeiden Sie nicht notwendige Reisen und schützen Sie Ihre Gesundheit sowie die des Landes. Jeder muss verantwortungsvoll handeln, um eine zweite Welle zu verhindern.
Diese Botschaften verstärken die Befürchtung, ausländische Reisende ins Land zu lassen. Die ersten Zahlen sprechen für sich: Einige Covid-19-Fälle wurden in Irland nach der Ankunft von Reisenden aus den USA, Schweden und Deutschland registriert. Zwar handelt es sich um sehr wenige Fälle (die alle identifiziert, kontrolliert und isoliert wurden), doch sie sorgen für zusätzliche Verwirrung bei der Regierung hinsichtlich einer offiziellen Entscheidung.
Man muss zugeben, dass die Situation heikel ist: Die Regierung scheint hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, die angeschlagene Wirtschaft wieder anzukurbeln, und dem Bedürfnis, das Land vor einer zweiten Welle zu schützen.
Eine Entscheidung ohne Kompromisse… bei der der Staat offenbar den Spagat zwischen diesen beiden Alternativen verweigert.
Auf Seiten der Tourismusakteure – Fluggesellschaften, Sehenswürdigkeiten und Hotels – wächst der Druck:
Es ist dringend notwendig, eine Entscheidung zu treffen und einen Zeitplan zu haben. Dieses Schweigen bringt uns langsam um!
Eine komplizierte Lage, die Tausende von Arbeitsplätzen bedroht und Irland bereits jetzt in eine wirtschaftliche Rezession stürzt, wie sie das Land noch nie erlebt hat.
Es bleibt also nur abzuwarten. Eine Antwort wird bis zum 20. Juli 2020 erwartet… wenn alles gut geht.
