Irische Currysauce
Irische Küche und Getränke

Irische Currysauce

Irische Gewürze
Irish curry sauce - © lars

Der Star der Dubliner Take-aways.

Viele Besucher verlassen Dublin mit einigen Tütchen eines geheimnisvollen bernsteinfarbenen Gewürzes im Gepäck: der berühmten irischen Currysauce! Unangefochtener Star der lokalen Take-aways, verdient diese originelle Sauce (im Englischen „Irish curry sauce“ genannt), die sich von der klassischen indischen Sauce unterscheidet, besondere Aufmerksamkeit. Eine kleine Geschichte und das Rezept einer irischen kulinarischen Ikone, die Sie unbedingt probieren sollten!

Die irische Currysauce probieren

Ursprung

Die irische Currysauce ist eine Variante des indischen Rezepts - © barmalini

Die irische Currysauce ist eine Variante des indischen Rezepts – © barmalini

Vorweg: Curry ist nicht typisch irisch. Seine Wurzeln liegen im 19. Jahrhundert zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft.

Britische Soldaten brachten die Curry-Tradition nach ihrer Rückkehr aus Indien mit. So entstand in London eine berühmte „Curry Row“, die später die Köche in Dublin inspirierte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die Sauce ihren festen Platz in Dublin. In einem damals sehr konservativen Land entschieden sich viele chinesische und indische Köche, sich in Dublin niederzulassen. Diese unternehmungslustigen Einwanderer führten den Dublinerinnen und Dubliner schnell die Aromen ihrer Küchen vor.

Unter ihnen kreierte Ahmed Ali in den 1950er Jahren die erste Currysauce, inspiriert von den indischen Restaurants Londons. Sein Rezept mit Chili, Äpfeln, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen prägt noch heute die „Dublin Curry Sauce“, die man genießt!

Ein Star unter den Dubliner Snacks

Heute untrennbar verbunden mit Fish and Chips und anderen Take-away-Gerichten, ist dieses Gewürz mit seinem einzigartigen Geschmack zu einem kulinarischen Wahrzeichen der irischen Hauptstadt geworden. Jedes respektable Take-away bietet seine eigene Version der Irish Curry Sauce für Stammkunden an.

Sogar das berühmte Leo Burdock, ein jahrhundertealtes Bistro in den Arbeitervierteln, hat seine persönliche Note hinzugefügt. Das zeigt die Ausstrahlung dieser exotischen und dennoch irischen Sauce!

Wie man die irische Currysauce genießt

Die traditionelle Art, die Irish Curry Sauce zu genießen, ist als Dip zu dem berühmten irischen Fish and Chips.

Die Sauce passt perfekt zu paniertem, frittiertem Fisch (Kabeljau, Schellfisch …) und frischen, knusprigen Pommes. Sie veredelt dieses traditionelle irische Gericht mit einer würzigen Note.

Sie können die Fischstücke und Pommes direkt in die Sauce tauchen oder die Currysauce großzügig über Fisch und Pommes geben.

Diese Sauce zum Mitnehmen finden Sie in allen „Chip Shops“, entweder in Tütchen oder kleinen Schalen – praktisch für einen Snack unterwegs!

Die Iren experimentieren auch gerne und kombinieren ihre geliebte Currysauce mit anderen Fleischsorten oder Gemüse: frittiertes Hähnchen, Garnelen, Reis, Blumenkohl … Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus!

Geschmack der irischen Currysauce

Die irische Currysauce zeichnet sich durch ihre süßen Noten und ihre cremige Konsistenz aus. Sie unterscheidet sich von der indischen Variante durch eine süßere, weniger gemüsereiche und weniger scharfe Zusammensetzung.

Natürlich dominiert der charakteristische Geschmack von Curry, vor allem des Madras-Currys. Dieses indische Curry verleiht der Sauce eine reichhaltige und charaktervolle Note.

Die Sauce ist würzig, aber nicht zu scharf. Gewürze wie Curry, Chili und Pfeffer sorgen für ein angenehmes, leicht prickelndes Mundgefühl.

Die Cremigkeit entsteht durch die Zugabe von Milch oder Sahne sowie Apfelstückchen. Das mildert die intensiven Aromen und sorgt für eine runde, samtige Textur. Die sämige, cremige Konsistenz ist sehr charakteristisch.

Man schmeckt außerdem Zwiebel- und Knoblauchnoten, die Frische bringen. Das ergibt eine feine Aromenkombination.

Eine leicht säuerliche Note kann durch die Äpfel entstehen, die die Aromen ausbalancieren und hervorheben.

Im Mund bleibt ein angenehm süß-salziger Nachgeschmack, der besonders gut mit Pommes harmoniert.

Rezept: Irische Currysauce

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 1 geschälter, gewürfelter Apfel
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 2 Tassen Hühnerbrühe
  • 1 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • 2 Esslöffel Currypulver
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel gemahlene Koriandersamen
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 3 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 1 Teelöffel Worcestershiresauce
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl in einer Pfanne karamellisieren.
  2. Apfel hinzufügen und regelmäßig umrühren.
  3. Gewürze (Ingwer, Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt) dazugeben.
  4. Bei schwacher Hitze anbraten und Zucker hinzufügen.
  5. Mehl unter ständigem Rühren hinzufügen (Achtung, dass nichts anbrennt).
  6. Wenn die Mischung homogen ist, nach und nach die Hühnerbrühe einrühren.
  7. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 5 Minuten köcheln lassen.
  8. Worcestershiresauce und Tomatenmark hinzufügen.
  9. Weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  10. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  11. Sie können die Sauce so servieren oder alles pürieren, um eine glatte Sauce zu erhalten.
  12. Heiß über Pommes servieren!