Die Eiserne Lady
Kultur

Die Eiserne Lady

Irische Filme
La Dame de Fer

Die Eiserne Lady ist ein Biopic aus dem Jahr 2012, das das Leben von Margaret Thatcher erzählt, einer britischen Politikerin, die auch unter dem Spitznamen „Eiserne Lady“ (Iron Lady auf Englisch) bekannt ist. Meryl Streep spielt die Rolle mit beeindruckender Überzeugungskraft. Der Film zeichnet ihre politische Karriere, ihre Kämpfe, Verrätereien und Fehler nach…

Zusammenfassung von Die Eiserne Lady

Margaret Thatcher blickt auf ihre Vergangenheit zurück

Meryl Streep spielt Margaret Thatcher in 'Die Eiserne Lady'

Meryl Streep spielt Margaret Thatcher in „Die Eiserne Lady“

Im Alter von über 80 Jahren und an Alzheimer erkrankt, versucht Margaret Thatcher, sich an ihr Leben, ihre Kindheit, ihre Leidenschaft für die Politik und ihre Karriere als Premierministerin – der ersten Frau in dieser Position im Vereinigten Königreich – zu erinnern.

Wie von ihrer Vergangenheit verfolgt, blickt sie auf ihren politischen Aufstieg zurück, stets unterstützt von ihrem Ehemann während ihrer gesamten Laufbahn. Sie reflektiert ihren Kampf gegen die damalige Wirtschaftskrise, die nordirische Frage mit den Anschlägen der IRA und mehr.

Unsere Meinung

Ein kontroverses Porträt

„Die Eiserne Lady“ zeichnet ein besonders umstrittenes Bild von Margaret Thatcher. Ihre Darstellung als ältere Dame, die an Demenz leidet, sorgte für Empörung bei vielen britischen Politikern, darunter auch Premierminister David Cameron.

Der Film wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Margaret Thatcher taucht mit Nostalgie und Angst in ihre Vergangenheit ein, begleitet vom Geist ihres vor neun Jahren verstorbenen Mannes.

Der Film konzentriert sich auf die wichtigsten Stationen ihrer politischen Karriere: von ihren ersten politischen Positionen bis zu ihrem Amt als Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Die Ereignisse folgen in schnellem Tempo. Sie wird als unbeirrbare und kompromisslose Frau dargestellt, die bereit ist, sich in einer von Männern dominierten Regierung durchzusetzen. Viele ihrer Entscheidungen sind umstritten, etwa ihr Umgang mit der Wirtschaftskrise und die Schließung von Bergwerken, die ihr den Zorn der Bevölkerung einbrachten. Ihre Härte gegenüber Nordirland führte zu zahlreichen Anschlägen der IRA, und Margaret Thatcher scheute nicht davor zurück, einen Krieg um die Falklandinseln zu führen.

Der Film zeigt die wechselhafte Popularität der Politikerin: mal geliebt, mal abgelehnt, wird sie am Ende ihrer zweiten Amtszeit zurücktreten, erschöpft von den Verrätereien innerhalb ihrer Partei und der allgemeinen Unzufriedenheit.

Ein hervorragender Film, der ein differenziertes Fazit über den außergewöhnlichen Werdegang dieser „Eisernen Lady“ zieht, die es dennoch schaffte, ihr Land aus der Krise zu führen.

Einziger Wermutstropfen: Einige Themen, wie der Konflikt in Nordirland, werden nur am Rande durch wenige Bilder angesprochen. So wird etwa der Hungerstreik der republikanischen Gefangenen (zu denen 1980 auch Bobby Sands gehörte) im Film kaum behandelt.

Nichtsdestotrotz war die Herausforderung für Meryl Streep groß: Sie verkörpert eine Margaret Thatcher mit beeindruckender Glaubwürdigkeit. Ihr makelloses Spiel trägt den Film von Anfang bis Ende. Ein sehr guter Film also, auch wenn manche Themen nicht vertieft wurden…