Evelyn
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Evelyn ist ein US-irischer Film unter der Regie von Bruce Beresford, der die Geschichte eines irischen Vaters erzählt, dessen Ehefrau das Familienheim verlässt. Arbeitslos und mit der Verantwortung für drei Kinder konfrontiert, werden ihm seine zwei Söhne und seine Tochter vom Staat entzogen, gestützt auf den Irish Children Act, ein irisches Gesetz, das Kinder in religiöse Einrichtungen bringt, wenn die Eltern kein ausreichendes Einkommen vorweisen können… Es beginnt ein beispielloser Kampf, um seine Kinder zurückzubekommen…

Zusammenfassung des Films Evelyn

Die wahre Geschichte eines irischen Familienvaters, dem seine Kinder genommen wurden

Anfang der 1950er Jahre… Die Familie Doyle lebt in Dublin unter prekären Bedingungen und hat Schwierigkeiten, ihre Kinder ausreichend zu ernähren, da es an Arbeit mangelt. Die Lage verschärft sich schnell, als die Mutter beschließt, das Zuhause zu verlassen und ihren Mann Desmond Doyle (Pierce Brosnan) mit den drei Kindern zurücklässt, die weiterhin ohne Geld dastehen.

Trotz vieler Bemühungen, der Arbeitslosigkeit zu entkommen, fällt Desmond Doyle unter den „Irish Children Act“, ein Gesetz, das dem irischen Staat erlaubt, Kinder in religiöse Einrichtungen zu bringen, wenn kein stabiles Einkommen vorliegt… Machtlos wird Doyle gegen seinen Willen seine Kinder entzogen, und zutiefst verzweifelt verbringt er seine ersten Tage mit täglichen Besuchen im Pub, wo er viele Pints trinkt…

Doch diese Depression hält nicht lange an, und Doyle beschließt, einen gewaltigen Kampf zu führen, um seine Kinder zurückzuholen… Mit Unterstützung seiner Freunde trifft Doyle einen Anwalt und entscheidet sich, gegen den Irish Children Act vorzugehen, selbst wenn er dafür den irischen Staat herausfordern muss, um seine zwei Söhne und seine Tochter Evelyn zurückzubekommen…

Unsere Meinung

Eine Hollywood-Kritik am irischen Puritanismus und seinem Justizsystem

Wir, die wir Pierce Brosnan sonst aus großen Produktionen wie James Bond oder romantischen Filmen kennen, in denen er den düsteren Prinzen spielt, sehen ihn in Evelyn in einer Rolle, die seinem irischen Erbe gerecht wird…

Er zeichnet ein überzeugendes Bild eines irischen Vaters, der seiner Familie verbunden, lebensfroh, fleißig und unbeirrbar ist und keine Scheu hat, die puritanischen Gesetze eines Irlands herauszufordern, das von seinen religiösen Institutionen geprägt ist.

Der Film scheut sich nicht, das religiöse System jener Zeit zu kritisieren, indem er dem Zuschauer Klöster und katholische Schulen zeigt, die in Doktrinen verhaftet sind, die körperliche Züchtigung, psychische Demütigung und andere Formen von Misshandlungen erlauben, die der irische Staat nicht zu verurteilen wagte…

Ein stark besetzter Cast…

Ein Erfolg des Films liegt auch im sympathischen Ensemble. So spielt Pierce Brosnan an der Seite von Größen wie Aidan Quinn (Legenden der Leidenschaft, Michael Collins) und Julianna Margulies (Emergency Room), die dem Film Glaubwürdigkeit verleihen…

Besonders hervorzuheben ist die Leistung des kleinen Mädchens, das Evelyn spielt: sehr berührend, glänzt sie mit einer der realistischsten Schauspielerleistungen und trägt den Film von Anfang bis Ende.