Frank McCourt
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Frank McCourt

Irische Schriftsteller
Frank McCourt - David Shankbone - cc

Frank McCourt ist ein irisch-amerikanischer Schriftsteller und Lehrer, berühmt für sein Werk „Die Asche meiner Mutter“, eine autobiografische Erzählung über seine schwierige Kindheit in Limerick, Irland, in den 1930er Jahren. Heute gilt er als einer der großen Schriftsteller dieses Jahrhunderts und gehört zu den bedeutenden irischen Autoren, die Leser weltweit begeistern konnten…

Biografie von Frank McCourt

Eine entbehrungsreiche Kindheit in Limerick

Frank McCourt wurde am 19. August 1930 in Brooklyn geboren, in eine wenig wohlhabende Familie. Als ältestes von vier Kindern musste Frank früh den Tod seiner kleinen Schwester verkraften, die weniger als sieben Wochen alt wurde. Seine Eltern, Malachy McCourt und Angela McCourt, waren von diesem Verlust tief getroffen und hatten kaum Geld. Das Paar entschied sich daher, Amerika zu verlassen und nach Irland zurückzukehren, in die Stadt Limerick.

Die Familie McCourt ließ sich in den ärmeren Vierteln von Limerick nieder und litt unter Hunger. Franks Vater, Malachy McCourt, schien unfähig, eine Arbeit zu finden oder zu behalten. Alkoholabhängig gab er die spärlichen Arbeitslosengelder in Pubs für Bier aus, was seine Frau und Kinder oft hungern ließ…

Nach mehreren schweren Monaten verloren Frank McCourts Zwillingsbrüder Oliver und Eugene ihr Leben aufgrund von Mangelernährung. Die ganze Familie war am Boden zerstört… Doch Angela McCourt kündigte an, erneut schwanger zu sein – diesmal mit einem Jungen, der Alphonsus McCourt heißen sollte.

Im Alter von 12 Jahren verließ Frank McCourt seinen Vater endgültig, den er nie wiedersehen sollte. Von da an musste er für seine Familie sorgen und begann, verschiedene Jobs anzunehmen, um sie zu ernähren. Unter anderem arbeitete er im Kohletransport, musste diese Tätigkeit jedoch aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme aufgeben.

Mit 15 Jahren in die USA, Lehrer und Schriftsteller

Mit 15 Jahren hatte Frank McCourt nur einen Wunsch: nach Amerika auszuwandern und Irland zu verlassen. Er schaffte es, ein Ticket nach New York zu kaufen und reiste allein in die USA. Mit 19 Jahren erwarb er einen Abschluss an der New Yorker Universität und absolvierte 1958 einen Master an der Universität von Brooklyn.

Danach entschied sich Frank McCourt für eine Laufbahn als Lehrer und unterrichtete an zwei New Yorker High Schools (McKee High School und Stuyvesant High School).

1996 wagte McCourt den Schritt als Schriftsteller und veröffentlichte „Die Asche meiner Mutter“, eine autobiografische Erzählung über seine Kindheit in Limerick und den Überlebenskampf seiner Familie. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Frank McCourt erhielt den National Book Critics Award sowie den Pulitzer-Preis. Regisseur Alan Parker verfilmte das Buch mit Robert Carlyle und Emily Watson unter dem Titel „Die Asche meiner Mutter“.

1999 folgte die Fortsetzung „Wie ist Amerika?“, in der McCourt seine Anfänge als irischer Einwanderer in den USA schildert. Der Erfolg war zwar geringer als beim ersten Buch, doch McCourt erhielt weiterhin Anerkennung von seinen Kollegen.

2005 veröffentlichte McCourt „Teacher Man“, in dem er die Herausforderungen des Lehrerberufs beschreibt und das amerikanische Schulsystem kritisch beleuchtet. Anschließend schrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Malachy McCourt, ebenfalls Schriftsteller, ein autobiografisches Dialogstück.

Am 19. Juli 2009 verstarb Frank McCourt an den Folgen eines Melanoms. Er hinterließ kraftvolle Werke, die Millionen von Lesern weltweit nachhaltig beeindruckt haben.

Seine Werke

  • Die Asche meiner Mutter (1996)
  • Wie ist Amerika? (1999)
  • Teacher Man (2005)
  • Angela und das Jesuskind (2007)