Die Hochzeitstraditionen in Irland
Kultur

Die Hochzeitstraditionen in Irland

Der irische Valentinstag
Les Falaises de Moher - © panimo

Die Hochzeit in Irland ist reich an Traditionen und Bräuchen. Ob religiöse oder standesamtliche Trauung – das Ereignis ist stets ein echtes Fest, das nach allen Regeln der Kunst gefeiert wird! Hier also ein kleiner Einblick in die Gewohnheiten der Iren, wenn sie heiraten!

Die Traditionen einer irischen Hochzeit

Das Kleid: Weiß… oder Blau?

Heutzutage ist es selbstverständlich, dass die Braut ein weißes Kleid trägt. Weiß gilt als Symbol der Unschuld und ist fester Bestandteil moderner Hochzeitsbräuche.

Doch das war in Irland nicht immer so. Früher trugen irische Frauen oft blaue Kleider! Diese Farbe stand damals für Unschuld und Reinheit, und Weiß war absolut tabu!

Der Ehering: natürlich ein Claddagh-Ring!

Ein Claddagh-Ring - Royal Claddagh - cc

Ein Claddagh-Ring – Royal Claddaghcc

Bei einer Hochzeit darf die Suche nach den Eheringen natürlich nicht fehlen! Das Tragen eines Rings ist ein unverzichtbarer Schritt, um die Verbindung zu besiegeln. Und was könnte passender sein als ein typisch irischer Ring?

Der Claddagh-Ring ist die perfekte Wahl für eine irische Hochzeit. Dieser Ring wird in Irland gefertigt und seine Ursprünge reichen über 300 Jahre zurück! Der Legende nach wurde ein Paar aus der Gegend um Galway getrennt, als der Mann von einem türkischen Goldschmied versklavt wurde. Nach vielen Jahren harter Arbeit kehrte er zurück und schenkte seiner Geliebten einen selbst gefertigten Ring: den Claddagh-Ring.

Der Ring zeigt zwei Hände, die ein gekröntes Herz halten.

Achten Sie darauf, wie der Ring getragen wird! Wird er an der rechten Hand mit der Krone nach außen getragen, signalisiert das, dass die Liebe möglich ist. Trägt man ihn an der linken Hand mit der Krone nach außen, sind die Herzen untrennbar verbunden – ein Symbol für die Ehe.

Handgebundene Seile als Symbol der Herzensvereinigung

Eine weitere irische Tradition ist es, dass sich Paare vor dem Altar die Hände mit einem feinen Band oder Seil verbinden. Die Brautleute wickeln das Band um ihre Hände und Handgelenke, um ihre vollständige Verbundenheit zu zeigen.

Eine romantische Geste, die ihre Einheit und ihr Engagement symbolisiert. Finden Sie nicht auch?

Frauen dürfen an Schaltjahren den Antrag machen!

Eine amüsante Tradition besagt, dass Frauen alle vier Jahre, also an Schaltjahren, den Heiratsantrag machen dürfen!

Am 29. Februar könnten also viele irische Männer von ihren Liebsten um die Hand gebeten werden.

Der Ursprung dieser Tradition wird der heiligen Brigid, der Schutzpatronin Irlands, zugeschrieben. Sie soll bei St. Patrick um eine Ausnahmegenehmigung gebeten haben, damit ungeduldige Frauen selbst den Antrag machen dürfen.

St. Patrick stimmte zu, allerdings nur alle sieben Jahre. Brigid fand das zu lang und verhandelte auf vier Jahre – basierend auf den Schaltjahren. So entstand diese liebenswerte Tradition!