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Sons of Anarchy ist eine amerikanische Serie, die sich der Welt der Biker widmet… Mit über 7 Staffeln behandelt sie zahlreiche Themen, darunter auch die Nordirlandfrage: So spielt die dritte Staffel sogar über mehrere Episoden hinweg in Belfast, vor dem Hintergrund von Konflikten und Waffenhandel im Auftrag der Real IRA! Ein spannender Mix für Fans von Biker-Geschichten, der tief in die Kultur und Seele Irlands eintaucht!

Sons of Anarchy
Auf dem Papier mag die Serie Sons of Anarchy zunächst einfach wirken… Sie erzählt die kriminellen Verwicklungen einer Biker-Gang in der fiktiven Stadt Charming…
Weit mehr als nur eine Gruppe von Motorradbegeisterten, lebt der „Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original“ (kurz „SAMCRO“) vom Waffen- und Drogenhandel sowie anderen illegalen Machenschaften… Aktivitäten, die in einer Stadt voller Identitätskonflikte, Bandenkriege und Machtkämpfe alles andere als ungefährlich sind.
In Charming kämpft die Gang unter der Führung von Clay Morrow und Jax Teller mit Gewalt gegen ihre Probleme… Eine Gewalt, die noch intensiver wird, da die eng verbundene Gruppe auch von leidenschaftlichen Intrigen, Liebesgeschichten, Verrat, Lügen und inneren Konflikten geprägt ist.
Das ist die Geschichte. Zugegeben, das Konzept hätte schnell flach wirken können, da die Handlung simpel erscheint.
Doch Regisseur Kurt Sutter hat es geschafft, mit einem temporeichen und spannenden Erzählstil zu überzeugen, der voller Wendungen und einer Mischung aus Kriminalität und Melodramen steckt. Er hat verstanden, seine Geschichte auf faszinierende und zugleich sympathische Charaktere zu bauen. Männer und Frauen, die zutiefst menschlich sind, aber auch von dunklen Impulsen getrieben werden, die sie zu Verrat und Verbrechen führen können.
Zwischen Machtkämpfen, familiären Konflikten und kriminellen Aktivitäten wird es mit Sons of Anarchy nie langweilig!
Und genau diese Charaktervielfalt verleiht der Serie ihre besondere Kraft!

Jax Teller in Sons of Anarchy
Angeführt wird die Serie von Jax Teller (gespielt von Charlie Hunnam), dem wahren Helden der Show, der in den 7 Staffeln zwischen dem Wunsch schwankt, seine Gang bis zum Ende zu führen, und allem für seine Frau und seine Söhne den Rücken zu kehren. Zerrissen von Machtkämpfen mit seinem Stiefvater Clay Morrow, versucht er, den Club zu retten – gerät dabei aber unaufhaltsam in Gewalt.
An seiner Seite steht seine Mutter Gemma Teller (verkörpert von Katey Sagal). Eine starke und willensstarke Frau, die ihre Biker nach ihren Regeln lenkt. Autoritätsfigur und liebevolle Mutter zugleich, ist sie bereit, alles für ihren Club zu tun, den sie als Familie betrachtet. Nichts hält sie auf – Mord ist für sie im Notfall eine Option!
Zu den weiteren wichtigen Figuren zählt auch Clay Morrow (gespielt von Ron Perlman). Er ist Jax’ Stiefvater, führt den Club zu Beginn der Serie und verfolgt mit Nachdruck seine eigenen Interessen und die des Clubs: Profitmaximierung und Jax Teller so weit wie möglich von der Führung des SAMCRO fernhalten.

Sons of Anarchy in Nordirland
Kommen wir nun zum für uns besonders interessanten Teil. Als Irland-Website stellen wir euch die dritte Staffel vor, die ihre Handlung in Nordirland, genauer gesagt in Belfast, ansiedelt.
Denn der SAMCRO-Club hat von Anfang an eine besondere Verbindung zu Nordirland. Immer wieder wird auf die „Sons of Anarchy von Belfast“ verwiesen, eine mit dem Charming-Club verbundene Gang, die offenbar eng in den Waffenhandel des amerikanischen Clubs eingebunden ist. Seit mehreren Staffeln leitet Jax’ Gang Waffenlieferungen nach Nordirland – angeblich, um den nordirischen Kampf zu unterstützen.
Doch am Ende der zweiten Staffel ändert sich alles: Jax Tellers Sohn wird von der Real IRA entführt und nach Belfast gebracht. Verzweifelt setzt Jax alles daran, sein Kind zu finden. Zusammen mit seinen Brüdern im Geiste fliegen die Sons of Anarchy nach Belfast, einer Stadt, die noch immer von sektiererischen und identitären Konflikten geprägt ist.
Dort werden sie von den Sons of Anarchy aus Belfast empfangen, von denen einige mit der RIRA zusammenarbeiten… Zwischen Manipulation, Lügen, Verrat und Waffenhandel in den dunklen Vierteln Belfasts gelingt es den Sons schließlich, ihr Kind zurückzuholen und die Zusammenarbeit mit der Real IRA neu zu begründen!
Die dritte Staffel macht Spaß, vermeidet aber nicht einige Stolpersteine. Die Serie zeigt Belfast als düstere Stadt, geprägt von Armut, dem nordirischen Konflikt und katholischer religiöser Einflussnahme.
Diese Darstellungen sind manchmal übertrieben und verzerren das Bild des heutigen Belfast, einer Stadt im Wandel, die mit dem 1998 unterzeichneten Friedensprozess versucht, jahrhundertelange Konflikte und Gewalt hinter sich zu lassen.
Aber keine Sorge: Trotz dieser Schwächen ist die Staffel äußerst sehenswert. Die Handlung ist spannend und gut durchdacht, und sogar das Intro wurde für die irische Atmosphäre angepasst – mit traditionellen irischen Instrumenten in der Filmmusik, ein liebevoller Wink an Irland-Liebhaber und seine Kultur! Die Geschichte spielt überwiegend in Belfast, wechselt aber gelegentlich in die USA, was einen dynamischen Rhythmus schafft und die kulturellen Unterschiede sowie die tiefen Verbindungen zwischen Irland und den Vereinigten Staaten hervorhebt.
Kurz gesagt: Ein tolles Erlebnis für alle, die Biker-Geschichten und Irland lieben!