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Falls Sie in den letzten Jahrzehnten in einer Höhle gelebt haben, sollten Sie wissen, dass der Film Titanic von James Cameron 1997 ein echter Kassenschlager war! Dieser Blockbuster mit einer erstklassigen Besetzung (Leonardo DiCaprio und Kate Winslet) wurde schnell zu einem Referenzwerk im Genre des historischen Dramas. Und natürlich – sonst würden wir nicht darüber sprechen – spielt Irland in diesem Film eine bedeutende Rolle, sowohl in der Geschichte als auch in der Kultur! Musik, irische Charaktere… Der Film ist tief von der grünen Insel geprägt! Aber warum hat James Cameron Irland in seinem Film so hervorgehoben? Wir klären auf.

Eine Szene aus dem Film Titanic mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet
10. April 1912 – Southampton. Die Titanic, das größte Passagierschiff der Welt, steht kurz vor ihrer Jungfernfahrt in die Vereinigten Staaten.
An Bord befindet sich Rose, eine junge Frau aus der englischen Oberschicht, die sich in ihrem Leben und ihrer Rolle unwohl fühlt und zu einer ungewollten Ehe mit einem Mann gezwungen wird, den sie nicht liebt. An Bord trifft sie Jack, einen armen Künstler, der sein Ticket beim Poker gewonnen hat, und in den sie sich trotz familiären Drucks verliebt.
Unglücklicherweise kollidiert die Titanic am 4. April 1912 mit einem Eisberg, was zum Untergang des als unsinkbar geltenden Schiffes führt. Ein Wettlauf ums Überleben beginnt…

Die Titanic im Bau – Gemeinfrei
Als James Cameron sein Filmprojekt startete, hatte er große Ambitionen! Großartige Spezialeffekte, beeindruckende Kamerafahrten… Ziel war es, die realistischste Darstellung zu schaffen!
Dafür musste er vor allem der Geschichte der Titanic und ihrer Passagiere treu bleiben!
Deshalb erfahren wir gleich zu Beginn des Films, dass die Titanic in Belfast gebaut wurde. Errichtet in der Werft Harland & Wolff im Auftrag der White Star Line, benötigte der Bau des Schiffes mehr als 14.000 Arbeiter!
Man darf nicht vergessen, dass die RMS Titanic damals ein bedeutendes Prestigeprojekt für das Vereinigte Königreich war: Großbritannien, das die Werft leitete, wollte mit seiner Schiffbaukunst glänzen. Dieses Projekt faszinierte die ganze Welt und schien fast ein unerreichbares Meisterwerk zu sein, so gewaltig war die Titanic!
Deshalb betont James Cameron von Anfang an, dass die Titanic ein irisches Schiff ist, das nach seinem Halt in Southampton (10. April 1912) am 11. April 1912 in Cobh ablegte – ein kleines, farbenfrohes und heute sehr touristisches Hafenstädtchen in Irland.
Hinzu kommt schnell der Eindruck, dass das Schiff eine Gemeinschaft irischer Passagiere beherbergt (historisch wird geschätzt, dass 123 irische Auswanderer an Bord waren, von denen 79 beim Untergang ums Leben kamen). Diese Passagiere waren überwiegend in der 3. Klasse untergebracht. James Cameron zeigt sie als fröhliche, freundliche und lebenslustige Menschen.
Das wird besonders deutlich, als Jack und Rose eines Abends zu traditioneller irischer Musik tanzen. Alle Iren an Bord scheinen sich zu diesem Fest versammelt zu haben. Ein einzigartiger Moment, der Rose förmlich verwandelt, als würde sie erkennen, dass das wahre Leben einem irischen Jig ähnelt – einfach und spontan.

Eine Szene des Untergangs im Film Titanic von James Cameron
James Cameron hebt zudem die Armut der Iren hervor. Er zeigt sie alle als Passagiere der 3. Klasse – einfache, freundliche und lebensfrohe Menschen. Manche sind Mütter mit Kindern, andere Paare oder Alleinreisende… Alle träumen von einem besseren Leben und sind voller Hoffnung auf einen Neuanfang in Amerika.
Nicht zuletzt wäre der Erfolg des Films ohne seinen stark irisch geprägten Soundtrack nicht derselbe. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung der Uilleann Pipes – einer typisch irischen Dudelsackart –, die dem Film einen unvergleichlichen Charme verleiht! Dazu kommen irische Querflöten, Bodhrán, Fiddle und weitere traditionelle Instrumente.
Diese zahlreichen Verweise auf Irland im Film Titanic von James Cameron stärken die historische Authentizität des Schiffs und verleihen den Passagieren mehr Menschlichkeit – auch wenn man dem Film manchmal eine etwas zu schwarz-weiß gezeichnete Darstellung vorwerfen kann.
Der Film Titanic ist zweifellos einer der besten Filme des Jahres 1997. James Cameron kombiniert alle Zutaten für einen erfolgreichen Blockbuster: eine Prise Romantik, soziale Konflikte, beeindruckende Spezialeffekte und ein erschütterndes Drama… Das Ergebnis: ein Film, der mit 11 Oscars ausgezeichnet wurde!
Dazu kommt eine vielversprechende Besetzung: Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Bill Paxton, Billy Zane… und Sie werden sich von einem Film verzaubern lassen, der Sie den historischen Untergang der Titanic hautnah miterleben lässt.
Die beeindruckenden Effekte versetzen Sie in eine Welt voller historischer Genauigkeit. Sie fühlen sich, als säßen Sie in der ersten Reihe und erleben mit den Passagieren ihre letzten Momente.
Sie spüren die Wucht des Aufpralls, die anfängliche Sorglosigkeit, die allmählich der Erkenntnis weicht, die unzureichende Anzahl an Rettungsbooten, die unterschiedlichen Behandlungen der Passagiere der ersten und dritten Klasse… Die Panik, die Würdelosigkeit mancher, aber auch der Mut anderer, die alles tun, um ihre Liebsten zu retten…
Kurz gesagt: Der Film Titanic erzählt den Untergang von Anfang bis Ende mit großer Detailtreue.
Zwar mag die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jack etwas vorhersehbar sein, doch sie dient vor allem dazu, das schreckliche Drama des Untergangs emotional zu untermalen.
Die Erzählung teilt sich in zwei Teile: etwa 1,5 Stunden Romantik vor dem Hintergrund sozialer Spannungen in einer irisch-festlichen Atmosphäre, gefolgt von 1,5 Stunden des finalen Untergangs, bis das Wrack der Titanic in über 4000 Metern Tiefe ruht… Ein zwar klassisches, aber wirkungsvolles Drehbuch, das die dramatische Spannung des Films voll entfaltet!