Da der Reiseverkehr wieder deutlich zunimmt, sind die großen Flughäfen weltweit mit den Folgen konfrontiert. Die Situation ist natürlich auch in Irland nicht anders, wo täglich Tausende Flüge in andere Länder starten.
Die Grenzkontrollen gehören zu den Bereichen an Flughäfen, in denen die Warteschlangen besonders lang sind. Die USA, eines der beliebtesten Reiseziele, die fast alle coronabedingten Einschränkungen aufgehoben haben, haben beschlossen, einige ihrer Grenzbeamten an irischen Flughäfen zu stationieren, um den Ankunftsprozess in den USA zu erleichtern.
Ein weiterer obligatorischer Schritt bei der Vorbereitung einer Reise in die USA ist die Beantragung eines ESTA. Glücklicherweise kann dieses beschleunigte Visumverfahren, das nahezu ausschließlich für EU- und britische Staatsbürger gilt, nun online durchgeführt werden. Unabhängig davon, ob Reisende ein genehmigtes Visum besitzen, treffen die Grenzbeamten die endgültige Entscheidung über die Einreise in das Land. Das Visum- oder ESTA-Antragsverfahren ist natürlich weiterhin verpflichtend und muss im Voraus erledigt werden. Ohne eines von beiden wird der Zoll die Einreise in die USA nicht gestatten.
Die Entscheidung, CPB-Beamte an zwei Flughäfen zu stationieren, wurde getroffen, um den Reiseverkehr zu den USA über die wichtigsten Flughäfen zu verbessern. Einige Länder, wie Kanada, das täglich Hunderte Flüge in die USA anbietet, haben dieses System ebenfalls eingeführt. Zufälligerweise verfolgt Kanada, das zwar etwas weniger, aber dennoch viele Reisende empfängt, in anderen Ländern keine vergleichbare Strategie. Daher war es nicht überraschend, dass der Flughafen Pearson in Toronto wegen einstündiger Warteschlangen am Zoll Schlagzeilen machte. In manchen Fällen wurde das Flugpersonal angewiesen, Passagiere erst nach Abbau der Warteschlangen aussteigen zu lassen. Nach einem langen Ozeanflug ist das für die meisten Reisenden das Letzte, was sie wollen.
Obwohl Irland nicht so viele Flüge in die USA anbietet wie Kanada, gibt es am Flughafen Dublin tägliche Verbindungen nach New York JFK, Newark, Boston, Los Angeles, Orlando, Chicago und viele weitere US-Flughäfen. Im Jahr vor der Pandemie reisten fast 570.000 Passagiere von Dublin nach JFK und knapp 490.000 nach Chicago. Der Flughafen Shannon, zwar kleiner, bietet Flüge von und nach New York JFK, Newark und Boston an. 2019 nutzten etwa 135.000 Passagiere die Verbindung nach New York JFK und 82.000 nach Boston.
Es wird erwartet, dass diese Zahlen steigen. Der Grund ist, dass Reisende aus Europa bewusst einen Zwischenstopp in Irland einlegen werden, wenn sie dadurch den Kontrollprozess schneller durchlaufen können. Hinzu kommt, dass indirekte Flüge meist günstiger sind, insbesondere mit den zahlreichen Ryanair-Flügen, die das Land anfliegen. Auch geografisch ist Irland ideal gelegen: Egal ob ein Reisender aus Slowenien oder Großbritannien kommt, Irland liegt perfekt auf dem Weg in die USA.
Ein weiteres Ziel ist, dass diese bewussten Zwischenstopps in Irland den Menschen die Flughäfen und hoffentlich auch ein wenig das Land näherbringen. Nach einer langen Pandemie, die nun hinter uns liegt, sind die Iren größtenteils wieder bereit und freuen sich darauf, die Welt willkommen zu heißen – auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.