Kann man die Nachtfähre nach Irland nehmen?
Reiseplanung

Kann man die Nachtfähre nach Irland nehmen?

Mit der Fähre nach Irland fahren
Un bateau de Brittany Ferries

Schlafen Sie während der Überfahrt und wachen Sie in Irland auf: Die Nachtfähre, der geheime Verbündete schlauer Reisender

Wenn Sie davon träumen, stressfrei nach Irland zu reisen – mit Ihrem Auto, Van oder sogar Ihrem Hund – kann die Nachtfähre eine ideale Option sein. Diskretes Reisen, optimale Zeitnutzung und komfortables Erlebnis: Die Überfahrt über die Irische See während des Schlafs ist praktisch und verlockend zugleich. Aber ist das wirklich möglich? Von welchen Häfen? Mit welchen Gesellschaften? Und was erwartet Sie an Bord?

Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um nachts auf die Smaragdinsel zu gelangen – egal ob Sie aus Frankreich, Großbritannien oder Spanien starten.

Warum eine Nachtfähre nach Irland wählen?

Viele Vorteile auf einen Blick

Bevor wir ins Detail gehen, eine kurze Erinnerung: Irland ist eine Insel. Um mit dem Auto dorthin zu gelangen, ist die Fähre eine logische Alternative zum Flugzeug – besonders wenn Sie Gepäck mitnehmen, mit der Familie oder im Van reisen.

Die Nachtfähre bietet mehrere Vorteile:

  • Vermeidung langer Fahrten tagsüber
  • Schlafen während der Überfahrt
  • Ersparnis einer Hotelnacht
  • Ausgeruht ankommen, um die Reise zu starten
  • Komfort an Bord genießen (Kabine, Mahlzeiten, sanitäre Anlagen etc.)

Für gut organisierte Reisende ist das oft die beste Wahl.

Ja, es gibt Nachtfähren nach Irland

Die Antwort ist klar: Ja, man kann problemlos die Nachtfähre nach Irland nehmen. Mehrere Reedereien bieten solche Überfahrten von Frankreich, Großbritannien oder sogar Spanien an.

Wichtig ist, den richtigen Abfahrtshafen und die passende Gesellschaft zu wählen und frühzeitig zu buchen – besonders in der Hochsaison.

Nachtfähren ab Frankreich

Die verschiedenen Verbindungen

Cherbourg – Dublin / Rosslare

  • Gesellschaften: Irish Ferries, Stena Line
  • Dauer: zwischen 17 und 20 Stunden
  • Art der Überfahrt: Abfahrt am späten Nachmittag oder frühen Abend, Ankunft am nächsten Morgen oder Mittag
  • Services an Bord: private Kabinen, Restaurants, Lounges, Shops, WLAN

Diese Route ist besonders beliebt bei Reisenden mit Wohnmobil oder eigenem Auto. Der Hafen Cherbourg ist gut angebunden, und die Fahrpläne ermöglichen eine ruhige Nachtüberfahrt mit kompletter Kabinennacht.

Roscoff – Cork

  • Gesellschaft: Brittany Ferries
  • Dauer: ca. 14 Stunden
  • Art der Überfahrt: Abfahrt am Abend, Ankunft frühmorgens
  • Besonderheit: direkter Zugang zum Südwesten Irlands

Diese Verbindung ist sehr beliebt, um Kerry, Connemara oder die Wild Atlantic Way zu entdecken, ohne über Dublin zu fahren.

Nachtüberfahrten ab Großbritannien

Liverpool – Dublin

  • Gesellschaft: P&O Ferries
  • Dauer: ca. 8 Stunden
  • Abfahrt: am späten Nachmittag oder frühen Abend
  • Fährtyp: gemischt Passagiere / Fracht (weniger touristisch)

Diese Verbindung ist weniger bekannt, aber sehr praktisch, besonders für Reisende aus Nordengland. Der Service ist funktional, aber Kabinen für die Nacht sind verfügbar.

Weitere saisonale Nachtoptionen:

  • Holyhead – Dublin (Stena Line / Irish Ferries): schnelle Überfahrt (3h15), manchmal zu Beginn oder Ende der Nacht verfügbar
  • Cairnryan – Belfast: sehr häufige Abfahrten, meist tagsüber, aber abendliche Optionen möglich

Nachtfähren ab Spanien

Bilbao – Rosslare

  • Gesellschaft: Brittany Ferries
  • Dauer: ca. 28 Stunden
  • Art der Überfahrt: Einschiffung am Nachmittag, Nacht an Bord, Ankunft übermorgen früh
  • Komfort: Kabinen sind für die lange Überfahrt Pflicht

Diese Verbindung eignet sich ideal, wenn Sie von einer längeren Reise durch Südeuropa zurückkehren oder Grenzkontrollen nach dem Brexit vermeiden möchten. An Bord ist alles auf Langstreckenkomfort ausgelegt.

Wie bucht man eine Nachtfähre nach Irland?

Buchen Sie direkt auf den Websites der jeweiligen Reedereien. Dabei wählen Sie:

  • Den Fahrzeugtyp (Auto, Van, Motorrad, Wohnmobil)
  • Die Anzahl der Passagiere
  • Die Kabinenoption (sehr empfohlen für die Nacht an Bord)
  • Ihre bevorzugten Daten und Zeiten

Die Preise variieren je nach Saison, Überfahrtsdauer und gewählten Services. Nachtüberfahrten beinhalten meist einen Kabinenzuschlag, sind aber oft günstiger als eine Hotelnacht plus Tagesüberfahrt.

Was passiert an Bord während der Nacht?

Nach dem Einsteigen haben Sie Zugang zu Ihrer privaten Kabine mit Betten, Bad, Steckdosen und manchmal einem Bullauge. Restaurants sind bis zum frühen Abend geöffnet, und oft wird vor der Ankunft ein Frühstück serviert.

Für Sparfüchse bieten manche Gesellschaften Lounges mit Liegesesseln an, die jedoch deutlich weniger komfortabel zum Schlafen sind.

Der Motorenlärm ist in den Kabinen gut gedämmt, und die Überfahrt verläuft meist ruhig. Bei rauer See können Reisekaugummis gegen Seekrankheit hilfreich sein.

Welche Vorteile bietet die Nachtfähre nach Irland?

  • Zeiteinsparung: Sie reisen während Ihrer Schlafenszeit
  • Komfort: echtes Bett, Dusche und warme Mahlzeiten
  • Weniger Müdigkeit: keine endlose Autofahrt nach der Ankunft
  • Effizienz: Sie sind morgens startklar für Ihre Route
  • Kostenvorteil: oft günstiger als Hotel plus Tagesfähre

Diese Lösung ist besonders beliebt bei Familien, Vanlifern, Wanderern und Langzeitreisenden.

Was sollte man vor dem Einsteigen beachten?

  • Mindestens 1,5 bis 2 Stunden vor Abfahrt ankommen, besonders mit Fahrzeug
  • Bequeme Kleidung für die Nacht einpacken (und Ohrstöpsel, falls ohne Kabine)
  • Gültige Ausweisdokumente bereithalten, besonders bei Transit über Großbritannien (Reisepass seit Brexit Pflicht)
  • Wetterbedingungen prüfen: Fähren können bei Sturm verschoben werden
  • Frühzeitig buchen, vor allem in der Hochsaison (Mai bis September)