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Wie wäre es mit einem Roadtrip durch Irland im Elektroauto? Die grüne Insel ist dafür wie geschaffen: Die Entfernungen sind überschaubar, abwechslungsreiche Landschaften wechseln sich rasch ab und die Straßen laden zu einer entspannten, umweltbewussten Fahrweise ein. Zwischen spektakulären Klippen, wilden Seen und legendären Küstenstraßen wird das Erlebnis fast meditativ – verstärkt durch die Stille des Elektromotors.
Vergessen Sie das alte Klischee von Irland mit schlechten Landstraßen und wenigen Tankstellen. Das Land hat – wie der Rest Europas – einen klaren Kurs in Richtung Energiewende eingeschlagen.
Das Ladenetz, das vor einigen Jahren noch im Aufbau war, ist heute so gut ausgebaut, dass Sie problemlos eine komplette Reise ohne Stress planen können. Das von ESB Networks betriebene Netz deckt weite Teile des Landes ab und ist besonders entlang der wichtigsten touristischen Routen gut aufgestellt.
Eine Reise mit dem Elektroauto in Irland ist längst keine Pionierleistung mehr, sondern eine komfortable und nachhaltige Wahl.

Eine Elektroauto-Ladung in Irland – DragonImages – Envato
Das Ladenetz basiert vor allem auf dem ESB eCars-System, das sowohl Standard-Ladestationen (AC) als auch Schnelllader (DC) anbietet. An Schnellladern lässt sich in 20 bis 40 Minuten ein Großteil der Reichweite wiederherstellen – ideal für eine Mittagspause oder einen kurzen Stopp.
In Städten wie Dublin, Cork und Galway ist das Netz besonders dicht. In ländlichen Regionen sind die Stationen zwar weiter auseinander, aber entlang touristischer Routen dennoch gut verteilt.
Beachten Sie, dass manche Ladesäulen eine Zugangskarte oder eine spezielle App erfordern. Eine vorherige Registrierung auf den Ladeplattformen verhindert unnötigen Stress vor Ort. Auch private Netze wachsen rasant – vor allem in Hotels, Restaurants und Einkaufszentren.

Luftaufnahme einer irischen Straße – wirestock – Envato
Ein elektrischer Roadtrip in Irland steht und fällt mit guter Planung. Anders als beim Verbrenner tankt man nicht einfach spontan, sondern integriert die Ladepunkte gezielt in die Route.
Tools wie PlugShare oder Chargemap zeigen verfügbare Ladesäulen, deren Leistung und Erfahrungsberichte anderer Fahrer.
Optimal sind Tagesetappen von 150 bis 300 Kilometern – je nach Fahrzeug. So bleibt genug Spielraum, um entspannt zu erkunden. Die Ladepausen werden so zu echten Reiseerlebnissen, oft an überraschenden Orten.
Planung bedeutet nicht, die Route starr festzulegen, sondern die wichtigsten Etappen abzusichern – für maximale Freiheit vor Ort.
Die Vermietung von Elektroautos ist in Irland inzwischen weit verbreitet. Internationale Anbieter wie Hertz oder Europcar führen mehrere Modelle, die sich für Roadtrips eignen.
Am häufigsten sind Fahrzeuge wie der Nissan Leaf für kürzere bis mittlere Strecken oder Langstreckenmodelle von Tesla.
Vor der Buchung sollten Sie auf einige Punkte achten: Die tatsächliche Reichweite hängt von Topografie, Wetter und Fahrstil ab. Prüfen Sie außerdem, ob die mitgelieferten Ladekabel zu den irischen Säulen passen und wie der Zugang zu den Ladesäulen geregelt ist.
Starten Sie am besten mit vollem Akku und informieren Sie sich über die nächstgelegenen Lademöglichkeiten – so beginnt die Reise entspannt.
In Irland fährt man links – das erfordert zu Beginn etwas Umgewöhnung. Für Elektrofahrer ändert sich technisch nichts, aber auf engen Landstraßen ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.
Auch das Klima spielt eine Rolle: Kälte und Feuchtigkeit können die Reichweite etwas verringern, ebenso wie die Nutzung der Heizung. Besonders außerhalb der Saison empfiehlt sich daher ein Sicherheitspuffer.
Effizientes Fahren zahlt sich aus: Sanftes Beschleunigen, vorausschauendes Bremsen und Rekuperation helfen, die Reichweite zu optimieren. Auf den kurvigen Straßen im Westen Irlands wird diese Fahrweise schnell zur zweiten Natur.
Einer der großen Vorteile Irlands ist die wachsende Zahl an Ladesäulen im Alltag. Viele Hotels, B&Bs und touristische Einrichtungen bieten mittlerweile eigene Ladepunkte.
Mit einer Unterkunft samt Lademöglichkeit starten Sie jeden Tag mit vollem Akku – das macht die Planung deutlich einfacher. Auch Restaurants und Pubs stellen oft Ladesäulen bereit, sodass eine Pause gleich doppelt lohnt.
Einkaufszentren und städtische Parkhäuser ergänzen das Netz, vor allem in den größeren Städten. Diese Vielfalt macht das Reisen flexibler, als man zunächst denkt.
Einige Strecken eignen sich besonders gut für Elektroautos. Die Wild Atlantic Way ist ein absolutes Highlight: Entlang dieser Küstenstraße finden Sie regelmäßig Lademöglichkeiten und erleben einige der spektakulärsten Landschaften Europas.
Auch der Ring of Kerry ist ideal – kompakt, gut ausgestattet und voller irischer Highlights ohne logistische Hürden.
Wer unberührte Natur sucht, wird im Connemara fündig. Hier ist etwas mehr Planung nötig, aber die Schönheit der Region entschädigt für jeden Aufwand.
Die Causeway Coastal Route in Nordirland verbindet moderne Infrastruktur mit atemberaubenden Ausblicken.
Mit dem Elektroauto durch Irland zu reisen, kann günstiger sein als mit einem Verbrenner – vorausgesetzt, Sie nutzen das Fahrzeug effizient. Die Ladekosten sind meist niedriger als für Benzin oder Diesel, vor allem, wenn Sie an kostenlosen oder im Übernachtungspreis enthaltenen Stationen laden.
Die Miete kann etwas teurer sein, wird aber oft durch die Energieeinsparung ausgeglichen. Hinzu kommen ein höherer Fahrkomfort und ein insgesamt entspannteres Reiseerlebnis.
Für kostenpflichtige Schnelllader – besonders bei längeren Etappen – sollte dennoch ein kleines Extra-Budget eingeplant werden.