Irische Whiskeys : die unumgänglichen
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Irische Whiskeys
Man kann nicht an Irland denken, ohne an sein außergewöhnliches Können im Bereich des irischen Whiskeys zu denken! Diese typisch irische Erfindung hat buchstäblich den Rest der Welt erobert…
Als wahrer Pionier seiner Art inspirierte der irische Whisky (oder Whiskey) später die Schotten zur Herstellung desselben Getränks. Heutzutage bemühen sich lokale Brennereien, die teilweise mehrere Jahrhunderte alt sind, weiterhin, hochwertige Getränke herzustellen… und sind für Besucher geöffnet, die die Geheimnisse der Dreifachdestillation entdecken und die emblematischen Getränke des Landes probieren möchten!
Geschichte des irischen Whiskeys
Eine Erfindung aus dem 5. Jahrhundert, schnell von den Briten unterdrückt!

Saint Patrick – jaqian – cc
Über den genauen Ursprung des Getränks ist wenig bekannt, doch viele vermuten, dass es Saint Patrick war, der im Jahr 432 nach einer Reise nach Ägypten einen Destillierapparat auf die Insel Irland brachte. So verbreitete er die Nutzung dieses Geräts und schuf ein heute sehr bekanntes Getränk: den Whisky!
Leider erlebte das Getränk im Laufe seiner Geschichte schnell Turbulenzen. Bereits im 12. Jahrhundert eroberten die Briten Irland und entdeckten dieses seltsame irische Getränk. Unter dem gälischen Namen „l’Uisce Beatha“ war dieser Alkohol den Briten sehr unheimlich. Sie waren überzeugt, dass er den irischen Kämpfern Kräfte verlieh und ihnen erhöhte Stärke und Mut gab.
Die Bezeichnung Whiskey verdanken wir übrigens den Engländern, die den Namen durch Verformungen wie uisce, fuisce, uiskie, whisky (oder whiskey) prägten.
Angesichts der wachsenden Bekanntheit des Getränks erhob Elisabeth I. (1533-1603) eine Steuer darauf. Sir Thomas Philips erhielt 1608 eine der ersten offiziellen Lizenzen und eröffnete sofort seine Brennerei Old Bushmills.
1661 erhöhte die Regierung die Steuer auf 4 Pence pro Gallone Whiskey, was zu einem starken Anstieg illegaler Whiskeys (sogenannter Poteen oder Poitin) führte, sodass das „Excise Department“, eine britische Behörde zur Erhebung der Alkoholsteuer, 1761 angewiesen wurde, die Vermehrung der Poteens zu stoppen.
Die Zeit der Unterdrückung

Du whiskey Jameson – © bizoo_n – stock.adobe.com
Es begann eine lange Welle der Unterdrückung, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte und darauf abzielte, die Herstellung illegalen Whiskeys so streng wie möglich zu bestrafen. Einige große Häuser wie John Power, John Jameson, George Roe und William Jameson entschieden sich daraufhin, ihre Situation zu legalisieren.
Die Folgen der Unterdrückung verlangsamten die Produktion von legalem und illegalem Whiskey erheblich und benachteiligten das irische Produkt deutlich. Sehr bald verlor der Whiskey an Bekanntheit, nachdem das „Immature Spirit (Restriction) Act“ erlassen wurde, das die Brennereien verpflichtete, ihre Produkte mindestens 3 Jahre reifen zu lassen, um das offizielle Label „Irish Whiskey“ zu erhalten. Diese Maßnahme zwang viele Betriebe zur Schließung, da sie nicht über die Mittel verfügten, und führte zum Verlust vieler Märkte, darunter auch den der USA während der Prohibition.
Die Wiederbelebung
Anlässlich des Beitritts Irlands zum Europäischen Gemeinsamen Markt 1966 beschlossen vier Brennereien am Rande des Ruins, sich zur Irish Distillers Group zusammenzuschließen, bestehend aus Jameson, Cork Distilleries, Power und Old Bushmills (1972). Die Strategie zeigte Erfolg, und der irische Whiskey eroberte schnell Marktanteile weltweit, sodass zwei große britische Häuser versuchten, die Gruppe zu übernehmen. Allied-Lyons und Grand Metropolitan starteten 1988 eine feindliche Übernahme, die jedoch zugunsten der französischen Gruppe Pernod Ricard scheiterte.
Zur gleichen Zeit entstand die Brennerei Cooley, eine unabhängige Brennerei etwa 80 km nördlich von Dublin, die Whiskey nur zweimal destilliert, im Gegensatz zur dreifachen Destillation in anderen irischen Brennereien.
Seitdem wird irischer Whiskey wieder weltweit konsumiert und von großen Whiskey-Liebhabern geschätzt.
Unverzichtbare irische Whiskeys
Getränke, die man im Pub oder in der Brennerei probieren sollte!

Die Old Bushmills Distillery – Yves Cosentino – cc
Wenn Sie die besten irischen Whiskeys und das lokale Know-how entdecken möchten, laden wir Sie in die Irish Pubs der Insel sowie in die lokalen Brennereien ein.
Dort haben Sie die Gelegenheit, die Herstellungsverfahren dieses Alkohols kennenzulernen. Sie können sich beraten lassen und die berühmtesten Getränke des Landes probieren!
Zögern Sie nicht, die Barkeeper oder Reiseleiter um Rat zu fragen. Sie werden viel lernen und Ihr Wissen zu diesem Thema erweitern!
Gut zu wissen: Der Unterschied zwischen Whiskey und Whisky
Viele fragen nach dem Unterschied zwischen Whiskey und Whisky. Es ist nicht nur eine Frage der Rechtschreibung, sondern auch der Herstellungsweise.
In der Regel stammt Whiskey aus Irland, da er mit einer dreifachen Destillation (eine typisch irische Technik) hergestellt wird und oft aus einem Pure Pot Still besteht: einer Mischung aus gemälzter und ungemälzter Gerste.
Whisky hingegen ist meist schottischen Ursprungs. Er wird nicht dreimal destilliert, und Single Malt verwendet nur gemälzte Gerste.
Dies führt zu sehr ausgeprägten Geschmacksunterschieden. Whiskey ist oft leichter und fruchtiger als Whisky. Ein Effekt, der durch die Technik der dreifachen Destillation verstärkt wird.
Alkoholmissbrauch ist gesundheitsschädlich. Genieße Alkohol in Maßen.

