Arte zeigt diesen Monat mehrere Reportagen über Irland! Das neueste Dokumentarfilm-Highlight läuft am Mittwoch, den 20. April um 0:50 Uhr und erzählt die Geschichte des Bloody Sunday von 1972, der sich in Derry, Nordirland, ereignete. Ein historisches Ereignis im Nordirlandkonflikt, bei dem die britische Armee angeblich gezielt auf eine Menge friedlicher Demonstranten schoss und dabei 14 Nordiren tötete.
Damals wurde die gerichtliche Untersuchung offenbar schlampig durchgeführt, mit der Behauptung, die Demonstranten seien bewaffnete Terroristen gewesen, was die ersten Schüsse der britischen Armee rechtfertigen sollte. Diese Entscheidung wurde von der katholischen Gemeinschaft als schwere Ungerechtigkeit empfunden: Der Bloody Sunday wurde so zu einem der bedeutendsten Symbole des Nordirlandkonflikts.
Erst 1998, nach der Unterzeichnung des Friedensprozesses, entschied Tony Blair, die Untersuchung wieder aufzunehmen, um die wahren Ereignisse jenes Tages ans Licht zu bringen. Es folgten sechs Jahre Gerichtsverfahren, bis die volle Verantwortung der britischen Fallschirmjäger anerkannt wurde: Die Demonstranten waren tatsächlich friedlich und keinesfalls bewaffnet.
Dieser juristische Prozess wird in dem Dokumentarfilm der irischen Regisseurin Margo Harkin dargestellt. Sie erzählt die Geschichte von drei Männern, die am Bloody Sunday anwesend waren: James Nash und Eamonn McCann, die vor Ort getötet wurden, sowie eines ehemaligen britischen Soldaten mit der Dienstnummer 027 – basierend auf einer Rekonstruktion der Ereignisse.
Ein bewegender Bericht, der die Fakten wiedergeben und so das Ausmaß der Tragödie besser vermitteln möchte. Die Reportage ist am Mittwoch um 0:50 Uhr auf Arte zu sehen!
