Derry
Reiseführer

Derry

Derry et le Peace Bridge - © susanne2688

Eine unglaubliche und überdrehte Party! Verpassen Sie nicht den Termin!

Derry erkunden

Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten Restaurants Restaurants, irish pubs Unterkünfte Übernachtungsmöglichkeiten Campingplätze Campingplätze

Derry : Die Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen sollte

Inspiration

Mehr dazu

Derry

Zweitgrößte Stadt Nordirlands nach Belfast, ist Derry (oder Londonderry) eine befestigte Stadt im gleichnamigen County. Von großer Bedeutung in der irischen Geschichte war die Stadt Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen und politischer Ereignisse, die die Stadt für immer prägten. Heute ist sie eine multikulturelle Stadt, bekannt für ihre lebendige Atmosphäre und Modernität.

Geschichte der Stadt Derry (oder Londonderry)

Zwei Stadtnamen für einen jahrhundertealten Streit

Tief geprägt von den Konflikten zwischen Briten und Iren, war Derry wiederholt Opfer von Demütigungen und Gewalt. Angefangen beim Stadtnamen selbst, der bis heute zwei unterschiedliche Bezeichnungen kennt: Derry und Londonderry.

Genauer gesagt wurde die Stadt ursprünglich immer Derry genannt, doch im 17. Jahrhundert wurde sie von den Londoner Gilden gesponsert und zu „Londonderry“ umbenannt, um ihre Bewohner zu demütigen und die Kontrolle über die Stadt zu festigen. Seitdem nennen nur noch die Katholiken (Nationalisten) die Stadt „Derry“, während die Protestanten (Unionisten) sie Londonderry nennen.

Wichtige Ereignisse in der Geschichte Derrys

Die Geschichte der Stadt Derry ist reich an bedeutenden Ereignissen, die das Gesicht der Stadt und des ganzen Landes für immer geprägt haben. Von der Großen Auswanderung bis zum Drama des Bloody Sunday (1972) bleibt Derry eine historische und bewegende Stadt. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:

  • Ende der 1600er Jahre: Die Stadt erlebte eine der bedeutendsten britischen Belagerungen in der irischen Geschichte. Diese 100-tägige Belagerung führte zu einer Hungersnot, die ausschließlich die katholische Bevölkerung dezimierte.
  • 18. und 19. Jahrhundert: Derry war ein zentraler Ausgangspunkt für Auswanderungen nach Amerika. Die Auswanderung war massiv, und die Mehrheit der irischen Bevölkerung reiste vom Hafen der Stadt an die Ostküste der USA.
  • Die Troubles (1969-1998): Die Konflikte zwischen Iren und Briten wurden immer gewalttätiger. Derry wurde zum Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen, wobei viele Viertel wie der Bogside verbarrikadiert wurden. Junge Iren versuchten, sich mit Steinen und Molotowcocktails gegen die britische Armee zu verteidigen. Es dauerte mehrere Tage, bis die Briten den Konflikt eindämmen konnten.
  • Der Bloody Sunday am 30. Januar 1972: Dieses traurige Ereignis war der Tag, an dem eine Bürgerrechtsdemonstration zum Albtraum wurde. Da die friedliche Demonstration illegal war, beschlossen mehrere britische Soldaten aus Angst vor Angriffen der IRA, auf die Menge zu schießen. An diesem Tag wurden 14 Menschen getötet und viele verletzt, was internationales Entsetzen auslöste. Jedes Jahr wird dieser Tag mit einem friedlichen Marsch erinnert. Das Museum of Free Derry im Stadtzentrum gedenkt ebenfalls dieses tragischen Ereignisses.