Wird Irland seine Ausgangsbeschränkungen am 5. Mai aufheben? Das ist laut Leo Varadkar, dem irischen Premierminister, eine mögliche Perspektive. Allerdings betonte er, dass die Lockerung wahrscheinlich schrittweise erfolgen und an drei zwingende Bedingungen geknüpft sein wird…
Irland peilt den 5. Mai für den Neustart an
Eine mögliche Lockerung, aber unter nicht verhandelbaren Bedingungen
Jeder träumt davon: Irland könnte eine Lockerung seines „Lock-outs“ zum 5. Mai in Betracht ziehen. Während die Insel fast 1000 Todesfälle verzeichnet, scheint das Land auf einem guten Weg zu sein, die Rahmenbedingungen für eine Lockerung zu schaffen.
Der Premierminister Irlands war jedoch sehr klar. Um eine „zweite Welle“ wie in China zu vermeiden, will er schrittweise vorgehen und die Lockerung nur ermöglichen, wenn:
- die Zahl der Infizierten in Irland in den kommenden Tagen deutlich zurückgeht,
- die irischen Krankenhäuser ihre Kapazitäten für Covid-19-Patienten aufrechterhalten können,
- Systeme zur Nachverfolgung eingerichtet werden, um die Entwicklung des Virus zu überwachen.
Schwere, aber notwendige Bedingungen laut dem Premierminister, um die gesamte irische Bevölkerung zu schützen.
Leo Varadkar erklärte zudem, dass die Regierung derzeit einen strategischen Plan für die Lockerung in Irland ausarbeitet. Dieser Plan wird in Zusammenarbeit mit dem nationalen Gesundheitsnotfallteam Irlands entwickelt.
Bislang wurden nur wenige Details zur Aufhebung der Beschränkungen bekanntgegeben. Bestätigt wurde lediglich die Perspektive einer schrittweisen Lockerung:
Ich denke, jeder versteht, dass dies nicht auf einen Schlag geschehen wird. Was wir tun werden, ist eine Reihe von Maßnahmen festzulegen, die wir ergreifen können, und alle zwei bis drei Wochen werden wir diese überprüfen und sehen, wie wir vorankommen. Wenn es gut läuft, können wir zum nächsten Schritt übergehen und eine größere Öffnung des Landes anstreben.
Leo Varadkar fügte hinzu, dass er die irische Wirtschaft, die derzeit stark leidet, wiederbeleben möchte. Doch jeder Sektor wird schrittweise unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Sicherheit aller wieder hochgefahren.
Deshalb will die Regierung so weit wie möglich das Arbeiten von zu Hause aus fördern.
Gleichzeitig wurden alle für diesen Sommer geplanten kulturellen Veranstaltungen abgesagt. Irland wird also keine Festivals, Konzerte oder andere Großveranstaltungen mit Publikum anbieten.
Ein harter Schlag für die Kultur- und Tourismusbranche des Landes – aber angesichts der aktuellen Lage notwendig.
Es heißt also Geduld haben: Irland zeigt sich vorsichtig und wird bis zum Sommer nicht zum normalen Alltag zurückkehren…
