Angesichts der als ansteckender eingestuften Omikron-Variante zieht Irland, wie viele andere europäische Länder, mit neuen Gesundheitsbeschränkungen nach… Und leider erinnern diese Maßnahmen stark an einen Lockdown. So hat die Regierung am Freitag, den 17. Dezember, eine Liste von Maßnahmen vorgestellt, die die Ausbreitung des Virus eindämmen sollen… Und diese stoßen bei den Iren nicht auf Begeisterung…
Überblick über die neuen Beschränkungen in Irland vom 20. Dezember bis 30. Januar 2022
1. Schließung von Pubs und Restaurants ab 20 Uhr
Das nationale Notfallteam für öffentliche Gesundheit (NPHET) war sehr deutlich: Die Schließzeiten von Restaurants und Irish Pubs müssen verkürzt werden. Obwohl NPHET 17 Uhr empfohlen hatte, hat die irische Regierung die Grenze auf 20 Uhr festgelegt.
Demnach müssen alle Restaurants und Pubs in Irland ab dem 20. Dezember spätestens um 20 Uhr schließen, andernfalls drohen empfindliche Geldstrafen. Diese Regel gilt mindestens bis zum 30. Januar.
Weitere öffentliche Einrichtungen sind ebenfalls von dieser Regelung betroffen: Veranstaltungsorte, Theater, Fitnessstudios, Kinos, Gemeinschaftsräume… Alle unterliegen dieser Sperrstunde.
Lieferdienste und Take-away-Angebote sind von der Sperrstunde ausgenommen und können auch nach 20 Uhr weiter betrieben werden. Eine gute Nachricht für alle Iren, die sich Essen nach Hause liefern lassen möchten.
2. Regeln für Reisende
In seiner Fernsehansprache erklärte Taoiseach (irischer Premierminister) Micheál Martin, dass sich die Einreisebestimmungen kaum ändern (unser spezielles Dossier hier)… Allerdings wird nun jedem Reisenden empfohlen, sich an den ersten fünf Tagen nach der Ankunft täglich einem Antigen-Schnelltest zu unterziehen.
Diese neue Maßnahme ist für viele Reisende durchaus einschränkend…
3. Bewegungsbeschränkungen je nach Impfstatus der Iren
Zum Thema Bewegungsfreiheit in Irland erklärte der Premierminister, dass Personen, die vor weniger als einer Woche eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, aufgefordert sind, innerhalb von fünf Tagen drei Antigen-Tests durchzuführen und möglichst zu Hause zu bleiben.
Für Iren ohne Auffrischungsimpfung gilt eine Bewegungseinschränkung von 10 Tagen. Der HSE (Gesundheitsdienst Irlands) wird noch Empfehlungen zum besten Testregime für diese Gruppe abgeben.
Abschließend werden die Iren gebeten, soziale Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Die aktuelle Regel bleibt bestehen: maximal drei Haushalte dürfen sich in einem vierten Haushalt treffen. Die Regierung empfiehlt zudem, sich vor Weihnachten testen zu lassen, um eine starke Ausbreitung der Infektionen zu verhindern – wie sie Irland leider im letzten Jahr erlebt hat.
Maßnahmen mit deutlichen Erinnerungen an den Lockdown des Vorjahres
Die Iren fürchten ein Zurück in alte Zeiten
Zwar sind die ab Montag geltenden Regeln noch moderat, doch sie erinnern stark an die Situation Anfang 2021. Die Weihnachtszeit hatte damals eine extrem hohe Inzidenz ausgelöst, wodurch Irland zu den Ländern mit den weltweit höchsten Infektionsraten gehörte!
Um die Lage zu stabilisieren, verhängte Irland einen der strengsten Lockdowns, der mehrere Monate andauerte. Diese Situation will die Regierung unbedingt vermeiden – mit moderateren, aber gezielten Maßnahmen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
