Die Atempause war nur von kurzer Dauer. Während Irland bisher zu den Vorreitern in Europa bei der Bewältigung der Gesundheitskrise gehörte, verzeichnet das Land nun eine der höchsten Wachstumsraten bei neuen Fällen in der gesamten Europäischen Union. Eine Situation, die der irische Premierminister Micheál Martin mit neuen restriktiven Maßnahmen eindämmen will.
Der Taoiseach äußerte sich am 18. August und kündigte an, dass neue Regeln in der gesamten Republik Irland in Kraft treten werden. Diese Maßnahmen sollen mindestens bis zum 13. September 2020 gelten.
Zu den neuen Maßnahmen gehören:
- Unternehmen werden ermutigt, Homeoffice zu fördern, wo immer dies möglich ist.
- Familientreffen werden auf maximal 6 Personen innerhalb eines Haushalts begrenzt.
- Außenversammlungen werden auf 15 Personen beschränkt.
- Restaurants, Cafés und Irish Pubs, die geöffnet sind, müssen abends um 23:30 Uhr schließen.
- Sportveranstaltungen (Spiele usw.) werden ohne Zuschauer, also hinter verschlossenen Türen, organisiert.
- Das Tragen von Masken wird in öffentlichen Verkehrsmitteln und an öffentlichen Orten verpflichtend.
Gleichzeitig hat Irland beschlossen, die Schließung der Irish Pubs, die keinen gastronomischen Service anbieten, zu verlängern. Diese Situation besteht bereits seit März 2020 und könnte das Aus für viele Betriebe bedeuten, die heute unter der Inaktivität leiden.
In seiner Erklärung zeigte sich Micheál Martin sowohl entschlossen als auch erklärend und versicherte, alles zu tun, um den aktuellen Ausbruch schnell unter Kontrolle zu bringen. Diese Lage sorgt für Spannungen und Besorgnis in der Bevölkerung.
Wir stehen an einem Wendepunkt. Die Wachstumsrate der neuen Fälle in Irland in den letzten zwei Wochen ist die vierthöchste in Europa. In den letzten zwei Monaten sind wir von einem Minimum von 61 Fällen in einer Woche auf 533 Fälle in der vergangenen Woche gestiegen.
Die irische Regierung hat sich daher entschlossen, streng vorzugehen. Dazu gehört auch eine Intensivierung von Tests und Kontaktverfolgung. Ziel ist es, diese schneller und effizienter zu gestalten, um die Epidemie besser zu kontrollieren.
