Covid-19: Irland verschärft Maßnahmen und kehrt zu den Beschränkungen vom März 2020 zurück
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Covid-19: Irland verschärft Maßnahmen und kehrt zu den Beschränkungen vom März 2020 zurück

Die dritte Welle in Irland wird schlimmer sein als die beiden vorherigen

Une rue déserte de Dublin à cause du confinement - Simon - cc

Irland befindet sich derzeit im Lockdown und unternimmt weiterhin alles, um die Corona-Welle einzudämmen. Angesichts eines „Tsunamis“ an Neuinfektionen (bedingt durch die Feiertage) hat die Regierung beschlossen, zu noch strengeren Regeln zurückzukehren. Diese orientieren sich am Modell des ersten Lockdowns im März 2020 und beinhalten unter anderem die Schließung von Schulen, Irish Pubs sowie den Baustopp.

Eine dritte Welle, die schlimmer sein wird als die beiden vorherigen

Irische Krankenhäuser sind offenbar überlastet

Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. So lautet die Botschaft von Premierminister Michael Martin an die Bevölkerung:

„Ab heute und mindestens bis Ende Januar müssen alle Schulen geschlossen bleiben, der Unterricht findet online statt. Das Virus setzt die irischen Krankenhäuser unter Belagerung. Wir stehen einem Tsunami an Infektionen gegenüber“, erklärte er.

Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 921 Patienten werden aktuell in den Krankenhäusern behandelt – deutlich mehr als während der ersten Welle im März 2020.

„Das Virus hat einen Punkt erreicht, an dem wir so weit wie möglich die Bewegungen im Land einschränken müssen.“

Als Inselstaat will Irland die Epidemie durch strenge Maßnahmen besser kontrollieren.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, zu Hause zu bleiben und sich nur im Umkreis von 3 km um den Wohnort zu bewegen – und das ausschließlich für notwendige Erledigungen. Wer im Homeoffice arbeiten kann, soll dies ebenfalls tun.

Die Impfkampagnen werden zudem intensiviert.

Seit Beginn der Pandemie verzeichnet Irland 2.299 Todesfälle und über 121.540 Infektionen. Diese Zahlen lassen einen besonders „dunklen“ Januar erwarten, wie es der Vize-Premierminister Leo Varadkar ausdrückte. Alle befürchten, dass die Krankenhäuser überlastet werden und die Intensivstationen die Lage nicht mehr bewältigen können.

Vor diesem Hintergrund hat die irische Regierung auch Einreisen aus Großbritannien und Südafrika verboten, zwei Länder, in denen mutierte Covid-19-Varianten auftreten. Diese Varianten gelten als ansteckender als der ursprüngliche Erreger, was Irland zu erhöhter Vorsicht zwingt.

Reisende aus diesen Ländern müssen nun einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, um nach Irland einreisen zu dürfen.

Abschließend zeigte sich Leo Varadkar vorsichtig bezüglich einer baldigen Wiedereröffnung der Irish Pubs. Er schätzt, dass diese frühestens im April wieder öffnen könnten. Diese Ankündigung traf die Pub-Besitzer hart, die seit fast 11 Monaten unter der Krise leiden.