Rückschlag für Irland. Die Ausbreitung der Delta-Variante hat die irische Regierung dazu gezwungen, ihre Pläne zur Aufhebung der Beschränkungen zu überdenken. Folglich dürfen Restaurants und Pubs im Land ab dem ursprünglich für den 5. Juli geplanten Termin vorerst keine Gäste im Innenbereich empfangen. Es bleibt jedoch möglich, im Außenbereich auf Terrassen zu essen oder einen Drink zu genießen, sofern die Betriebe über solche verfügen.
Irland bremst die Aufhebung der Beschränkungen
Gastronomie und Irish Pubs besonders betroffen
Das NPHET (das irische öffentliche Gesundheitsinstitut) ist eindeutig: Die Delta-Variante birgt das Risiko eines erneuten Anstiegs der Infektionszahlen. Daher sah sich Taoiseach Micheál Martin gezwungen, die geplante Lockerung zu verzögern.
Diese Verzögerung bedeutet, dass Restaurants und Irish Pubs ihre Innenräume nicht öffnen dürfen und stattdessen auf Außenbereiche mit ausreichend Abstand zwischen den Tischen und verstärkten Hygienemaßnahmen setzen müssen.
Der irische Premierminister betonte zudem, dass die Impfkampagne im Land bald deutlich an Fahrt gewinnen soll.
„Wenn die Impfstofflieferungen es erlauben, sollten die Menschen in den kommenden Wochen schneller geimpft werden, was uns die Möglichkeit gibt, eine Schutzmauer zu errichten… eine massive Verteidigung gegen Covid.
Wir wollen die bisher erreichten Fortschritte nicht gefährden, und ich bin überzeugt, dass unser Plan einen vernünftigen, sicheren und ausgewogenen Weg darstellt“, fügte der Taoiseach hinzu.
Diese Ankündigung dürfte bei Gastronomen und Hoteliers, die gerade erst eine vorsichtige Erholung erleben, auf Unmut stoßen.
Martin räumte ein, dass die neue Entscheidung bei Geschäftsinhabern zu Ärger und Frustration führen werde, betonte jedoch, dass eine Wiedereröffnung wie geplant die bisherigen Erfolge gefährden würde.
Der Taoiseach appellierte an „Wachsamkeit und Geduld“ und versicherte den Unternehmern, dass Unterstützungsmaßnahmen bereitgestellt werden.
Außerdem bestätigte er, dass internationale Reisen nach Irland ab dem 19. Juli wieder möglich sein werden, vorausgesetzt, ein gültiger Gesundheitspass wird vorgelegt.
