Mit seiner nahezu schwarzen Farbe und der dicken Schicht weißer Sahne sieht der Guinness-Pudding einer frisch gezapften kleinen Pinte zum Verwechseln ähnlich. Hinter diesem Erscheinungsbild verbirgt sich jedoch ein cremiges Dessert, das in der Regel aus Zartbitterschokolade, Sahne und Guinness besteht.
Das berühmte Stout verleiht ihm Röstnoten von Kaffee, Kakao und geröstetem Getreide. Seine Bitterkeit gleicht die Süße der Schokolade aus und verleiht dem Pudding ein intensiveres Aroma, ohne dabei unbedingt zu dominieren.
Anders als Irish Stew oder Soda Bread ist Guinness-Pudding keine traditionsreiche Spezialität mit einem offiziellen Rezept. Die Bezeichnung steht für verschiedene moderne Desserts, in denen das symbolträchtige Bier aus Dublin verwendet wird: Schokoladencreme, im Ofen gebackener Fondant oder auch Bread Pudding.
Die beliebteste Variante besteht aus einer dunklen Dessertcreme mit einer Schicht Schlagsahne. In einem durchsichtigen Glas serviert, greift sie die charakteristischen Farben einer Pinte Guinness auf. Diese Präsentation macht das Dessert besonders beliebt zum St. Patrick’s Day oder bei Mahlzeiten rund um die irische Küche.
Es wäre auch falsch zu behaupten, dass alle irischen Haushalte es regelmäßig essen oder dass Guinness üblicherweise verzehrfertigen Pudding verkauft. Die Marke bietet verschiedene Dessertideen mit Stout an, doch Guinness-Pudding bleibt vor allem eine hausgemachte Kreation oder eine gelegentliche Restaurantspezialität.
In der Küche passt Guinness besonders gut zu Zartbitterschokolade. Die für das Stout verwendete geröstete Gerste entwickelt Aromen, die an Kaffee, Kakao und Toast erinnern. Das Bier verstärkt so die Tiefe der Schokolade und bringt zugleich eine leichte Bitterkeit mit.
Die Schlagsahne rundet das Ganze ab und erinnert an den samtigen Schaum des berühmten Biers. Die Konsistenz liegt meist zwischen einer Dessertcreme und einem Schokoladencremedessert, kann jedoch je nach Lokal variieren.
Guinness-Pudding ist gehaltvoll und wird eher in kleinen Mengen genossen. Er passt gut zu einem Kaffee oder bildet den Abschluss einer irischen Mahlzeit mit einem Eintopf, einem Pie oder einem Schmorgericht.
Guinness-Pudding steht nicht auf jeder irischen Speisekarte. Man findet ihn vor allem in einigen gehobenen Pubs, modernen Restaurants und Lokalen, die zum St. Patrick’s Day besondere Menüs anbieten.
Die Bezeichnung kann sehr unterschiedliche Zubereitungen meinen. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob es sich um eine kalte Creme, einen saftigen Kuchen oder einen warmen Pudding handelt. Auf Speisekarten finden sich auch Bezeichnungen wie Guinness chocolate pudding, chocolate and stout pudding oder Guinness dessert.
Das Dessert enthält in der Regel Milch, Sahne, Eier, Schokolade und Gluten aus dem Bier. Durch das Kochen wird Alkohol nicht immer vollständig entfernt: Wer ihn meiden muss, sollte sich beim Lokal erkundigen.
Unter seiner weißen Sahnehaube offenbart der Guinness-Pudding eine köstliche Verbindung von Zartbitterschokolade und den Röstnoten des berühmtesten Stouts aus Dublin.