Irland: Leo Varadkar erwägt einen „Impfzertifikat“
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Irland: Leo Varadkar erwägt einen „Impfzertifikat“

Das Land plant, die Strategie Israels zu übernehmen, um eine schrittweise Rückkehr zur Normalität zu gewährleisten

Certificat vaccinal - © ronstik

Der irische Minister Leo Varadkar erklärte, dass die Regierung derzeit an einem Impfzertifikat arbeitet. Dabei handelt es sich um eine Art standardisiertes Zertifikat, das an irische Personen ausgegeben werden könnte, die gegen Covid-19 geimpft wurden. Dieser Pass würde ihnen den Zugang zu bestimmten derzeit geschlossenen sozialen Einrichtungen ermöglichen: öffentliches Schwimmbad, Kinos, Irish Pubs, Restaurants oder Fitnessstudios. Ein System, das laut dem Minister eine schrittweise und kontrollierte Rückkehr zur Normalität gewährleisten soll – und gleichzeitig die Risiken einer Corona-Exposition kontrolliert.

Ein „Pass“ nur für Geimpfte

Ein System, das nicht mit dem Impfpass verwechselt werden darf

Leo Varadkar machte deutlich: Dieses Impfzertifikat soll die sozialen Freiheiten der Geimpften erweitern. Es darf keinesfalls mit einem möglichen Impfpass verwechselt werden, der für die Kontrolle des Reiseverkehrs auf internationaler Ebene gedacht ist.

„Ich würde nicht das Wort Pass verwenden, weil die Leute das Wort Pass automatisch mit Auslandsreisen verbinden“, sagte Varadkar. „Aber wir werden jedem ein Zertifikat geben. Es wird ein standardisiertes europäisches Formular sein.“

Auf die Frage, ob das Zertifikat eventuell auch für Reisen innerhalb der EU genutzt werden könnte, antwortete er:

„Ich denke, wir sind davon noch weit entfernt. Israel, das weltweit führend bei der Impfung ist, hat jetzt etwas, das den Grünen Pass genannt wird.

Und wenn Sie den Grünen Pass haben, was bedeutet, dass Sie geimpft sind, können Sie bestimmte Einrichtungen besuchen. Sie können ins Theater, ins Kino gehen, ich glaube auch in Bars. Sie müssen Ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränken, wenn Sie engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten.

Wir werden sehen, wie Israel voranschreitet, und bis Mitte des Jahres, also bis Juni, werden wir besser einschätzen können, ob das funktioniert hat oder nicht.

Beachten Sie jedoch, dass Sie auch nach der Impfung das Virus noch tragen können. Sie können es weiterhin in der Nase haben und andere anstecken.“

Leo Varadkar setzt also auf Beobachtung, bevor gehandelt wird. Er plant, alle Möglichkeiten zu prüfen, um Irland eine effektive Strategie zur Eindämmung der Epidemie zu bieten und eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität zu fördern.

In Irland wartet die Bevölkerung gespannt. Die Impfkampagne gewinnt an Tempo, und die Regierung behält die Zahlen der Neuinfektionen genau im Blick. Die Lage scheint unter Kontrolle zu sein, und die Infektionsrate sinkt wieder, nachdem eine lange Ausgangssperre zu Weihnachten verhängt wurde.