Die Asche von Angela
Kultur

Die Asche von Angela

Irische Filme
Les Cendres d'Angela

Die bewegende und wahre autobiografische Geschichte eines Kindes aus Limerick, das Armut erlebte...

Die Asche von Angela ist ein Film von Alan Parker, dessen Erzählung eine Adaption des autobiografischen Buches von Frank McCourt ist, einem irisch-amerikanischen Schriftsteller, der seine Kindheit in Irland verbrachte. Der Film zeigt seine elende Kindheit in den Straßen von Limerick, geprägt von einem alkoholkranken und arbeitslosen Vater und einer Mutter, die alles tut, um ihre Familie über Wasser zu halten…

Zusammenfassung des Films Die Asche von Angela

Die autobiografische Geschichte einer elenden Kindheit in den Straßen von Limerick

Die Asche von Angela

Die Asche von Angela

1935 lebt die Familie McCourt in Amerika, im Stadtteil Brooklyn. Das Paar, bestehend aus Angela McCourt und Malachy Senior, hat vier Söhne und eine Tochter, darunter den kleinen Frank McCourt, der später seine Autobiografie schreiben wird.

Schon von Schulden erdrückt, verliert die Familie ihre Tochter, die erst sieben Wochen alt ist. Von Trauer überwältigt und ohne Mittel beschließen die McCourts, Amerika zu verlassen und nach Irland zurückzukehren, zu einer Zeit, in der Armut auf der Insel besonders präsent ist.

Angela, die Mutter, hat dort Verwandte und hofft, in ihnen eine rettende Unterstützung zu finden. Doch die Aufnahme bleibt frostig. Die Familie McCourt zieht in ein benachteiligtes Viertel von Limerick, dessen hygienische Bedingungen katastrophal sind. Durch Feuchtigkeit, Schmutz und Mangelernährung verliert das Paar zwei seiner Söhne: die Zwillinge Eugene und Oliver.

Dann stellt sich die Frage, wie das nötige Geld zum Überleben gefunden werden kann… Der Ehemann Malachy scheint unfähig und zu feige, Arbeit zu finden, und gibt den Großteil seines Arbeitslosengeldes in der Kneipe für einige Pints irischen Biers aus… Angela, seine Frau, bettelt und bittet ihren Mann, nach England zu gehen, um dort Arbeit zu suchen… In der Zwischenzeit muss Frank McCourt seine Familie unterstützen, obwohl er nur einen Traum hat: diesem Albtraum zu entkommen und nach Amerika zu gehen…

Die Asche von Angela: Unser Fazit

Ein düsteres Porträt Irlands

Der Film zeichnet ein verstörendes Bild Irlands, indem er die allgegenwärtige Armut jener Jahre offenlegt… Er behandelt verschiedene Themen wie Religion, Alkoholismus und soziale Diskriminierung… Die Familie McCourt häuft Probleme, Schulden und Krankheiten an, da sie in einem feuchten und schmutzigen Ghetto lebt, in dem es unmöglich ist, Arbeit zu finden…

Der wiederkehrende Alkoholismus des Vaters ist nur ein Symptom eines kranken und erschöpften Irlands, das sich aus einer sozial instabilen Lage nicht zu befreien vermag.

Ein Film in drei Akten, in dem Frank McCourt Schritt für Schritt heranwächst…

Der Film gliedert sich in drei große Zeitabschnitte: als Frank McCourt 5, 10 und 15 Jahre alt ist. Bereits im ersten Akt zeigt Frank eine für sein Alter ungewöhnliche Reife: Die Armut hat ihm seine Unschuld genommen, und er scheut sich nicht, seine Eltern zu entlasten, indem er sich selbst um seine Geschwister kümmert.

Mit 10 Jahren entdeckt Frank die Schule, die strenge religiöse Erziehung, geprägt von körperlichen Strafen und moralischer Demütigung. Er entdeckt auch seine Liebe zur Literatur und entwickelt bereits ein Talent fürs Schreiben. Hilflos muss er die Taten seines Vaters mitansehen, der unfähig ist, eine Arbeit zu behalten, und zu egoistisch, um zu betteln…

Mit 15 Jahren sieht Frank, wie sein Vater das gemeinsame Zuhause verlässt und so feige seine Mutter und Geschwister im Stich lässt. Er beschließt zu arbeiten, zunächst im Kohlebergbau, später als Postbote… Seine Mutter unterstützt ihn so gut sie kann, aber nur begrenzt…

Von da an träumt McCourt von Unabhängigkeit, Amerika und genug Geld, um sich ein One-Way-Ticket nach New York zu kaufen…

Eine erstklassige Besetzung

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Robert Carlyle (The Full Monty) und Emily Watson, die das Ehepaar McCourt auf der Leinwand verkörpern. Man sieht, wie das Duo sich zunehmend um Geld, Arbeit und die alkoholbedingten Ausbrüche des Vaters zerstreitet, der von den Ereignissen überfordert ist und keine Arbeit findet, um seine Familie zu ernähren.

Auch die Leistung der drei Kinder, die Frank McCourt in den drei Filmabschnitten darstellen, ist bemerkenswert. Ihre Darstellung wirkt authentisch und berührt uns durchgehend.