Die Ausbrecher von Maze
Kultur

Die Ausbrecher von Maze

Les évadés de Maze

Tauchen Sie ein in eines der berüchtigtsten Gefängnisse Nordirlands und erfahren Sie, wie der Fluchtplan katholischer Republikaner umgesetzt wurde. Eine wahre und packende Geschichte!

Wenn Ihnen der Film Hunger gefallen hat, werden Sie zweifellos „Die Ausbrecher von Maze“ schätzen, ein Film, der den H-Blocks in Nordirland gewidmet ist. Der 2017 erschienene Film von Stephen Burke erzählt die Flucht von 38 IRA-Gefangenen aus dem Hochsicherheitsgefängnis Maze im Jahr 1983. Eine wahre Geschichte, die damals für großes Aufsehen sorgte.

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Synopsis

Die Ausbrecher von Maze

Die Ausbrecher von Maze

1983. Nordirland. Die nordirische Provinz ist zerrissen durch die Troubles, eine Zeit, in der katholische Republikaner und protestantische Loyalisten erbittert gegeneinander kämpfen.

Zu dieser Zeit ist Maze eines der modernsten und bestbewachten Hochsicherheitsgefängnisse Europas. In den sogenannten H-Blocks, Gefängnisflügeln in H-Form, befinden sich Gefangene beider Lager… Alle leben in einer spürbaren Anspannung.

Nach dem Hungerstreik von Bobby Sands beschließt Larry Marley, ein republikanischer IRA-Mitglied, einen Plan auszuarbeiten, um mit seinen republikanischen Kameraden zu fliehen…

Unsere Meinung

Ein Gefängnisausbruch à la Prison Break… der wirklich stattgefunden hat!

Wenn Sie sich für irische Geschichte interessieren, ist „Die Ausbrecher von Maze“ ein absolutes Muss. Der Film bietet eine differenzierte Perspektive auf die Beweggründe und Herausforderungen der Gefangenen im Maze-Gefängnis, ohne die menschlichen Aspekte der Geschichte zu vernachlässigen.

Die schauspielerischen Leistungen sind überzeugend, besonders die von Tom Vaughan-Lawlor, der Larry Marley, den Architekten der Flucht, verkörpert.

Man erlebt seine unerschütterliche Entschlossenheit. Bereit, alles für die irische republikanische Sache zu riskieren, setzt er sein Leben aufs Spiel, beteiligt sich an den Hungerstreiks mit Bobby Sands, opfert sein Familienleben und geht alle Risiken ein, um seine Werte zu verteidigen.

Als wahres Mastermind der Operation entwickelt er einen ausgeklügelten Plan und manipuliert den Wärter Gordon Close (gespielt von Barry Ward), um ihm näherzukommen und Informationen über das Gefängnis zu sammeln, aus dem er fliehen will.

Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel mit Barry Ward, der einen der Gefängniswärter spielt. Jeder repräsentiert ein unterschiedliches Lager, doch Larry Marleys Annäherungsversuche tragen dazu bei, ihre Beziehung zu entspannen und komplexer zu gestalten.

Ein Einblick in die Haftbedingungen im Maze-Gefängnis

Generell ist der Film reich an Informationen über die damaligen Abläufe in den berüchtigten H-Blocks. Diese Gefängnisflügel in H-Form boten äußerst harte Haftbedingungen.

Man erfährt, dass Republikaner und Loyalisten dort zusammenleben mussten, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Ausschreitungen führte.

Die erzählte Fluchtgeschichte selbst ist unglaublich. Man kann kaum glauben, dass sie auf wahren Begebenheiten beruht!

Zwar wurden die meisten Ausbrecher während ihrer Flucht gefasst, doch ihr Plan war ebenso kühn wie unwahrscheinlich!

„Die Ausbrecher von Maze“ ist hervorragend recherchiert und erzählt die Ereignisse so, wie sie sich zugetragen haben – ohne Romantisierung oder Ausschmückungen. Ein besonderes Lob gilt den Schauspielern, die ihre Rollen mit großer Authentizität verkörpern.

Das Setting und die Besetzung versetzen uns direkt in eine turbulente und schwierige Zeit für Nordirland.

Ein ausgezeichneter Weg, sich an die Vergangenheit zu erinnern und die komplexen Herausforderungen zu verstehen, die Nordirland über Jahrzehnte erschütterten!