Éamon de Valera
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Éamon de Valera

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Eamon de Valera - Domaine public

Eine historische Persönlichkeit, die durch ihren nationalistischen Kampf das heutige Irland mitgestaltete.

Eamon de Valera (1882-1975) war ein irischer Politiker, der eine entscheidende Rolle bei der Gründung des Irischen Freistaats spielte. Als Vater der Freien Irischen Nation gilt dieser irisch-amerikanische Staatsmann als eine Schlüsselfigur des irischen Nationalismus und widmete den Großteil seiner politischen Laufbahn der Schaffung und Entwicklung der Irischen Republik.

Biografie von Éamon de Valera

Eine Kindheit zwischen New York und Dublin

Éamon de Valera wurde am 14. Oktober 1882 in New York in eine wohlhabende, politisch engagierte Familie geboren. Nach hervorragenden Studien wurde De Valera Mathematiklehrer und widmete seine Freizeit seiner Leidenschaft für Rugby und die irische gälische Kultur.

Schon früh pendelte Éamon de Valera zwischen New York und Dublin, entschied sich schließlich aber für eine politische Karriere in Irland – in einer Zeit, in der die anti-britische Stimmung immer stärker wurde. Er trat der Irish Republican Brotherhood (IRB) bei und unterstützte die irische nationalistische Bewegung gemeinsam mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Michael Collins und James Connolly.

Gemeinsam planten sie den bewaffneten Aufstand: den Osteraufstand.

Vom Osteraufstand 1916 bis zur Ernennung im Sinn Féin

Der Osteraufstand von 1916 war einer der bedeutendsten Aufstände in der irischen Geschichte. Trotz des Engagements endete der Aufstand mit einem Scheitern, viele Anführer wurden hingerichtet. De Valera entging dieser Strafe aufgrund seiner amerikanischen Staatsbürgerschaft. Er wurde nacheinander in den Gefängnissen von Dartmoor, Maidstone und Lewes inhaftiert.

Aus seiner Zelle heraus setzte er seinen Kampf fort und wurde als Abgeordneter der Sinn Féin gewählt. 1919 gründeten De Valera und andere Parteimitglieder den Dáil Éireann, ein revolutionäres Parlament, das die irischen Nationalisten vertrat. De Valera wurde Premierminister des Dáil und entkam wenige Monate später aus dem Gefängnis von Lincoln.

Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Bürgerkrieg

Im August 1921 ließ De Valera die irische Verfassung ändern, um sich selbst zum Präsidenten der Irischen Republik zu ernennen. Er rief die irischen Nationalisten zum bewaffneten Kampf auf und stürzte Irland in einen besonders blutigen Unabhängigkeitskrieg (1919–1921).

Dieser Konflikt brachte London in eine schwierige Lage, woraufhin am 21. Dezember 1921 der Vertrag von London angeboten wurde. Als Präsident des Dáil beauftragte De Valera Michael Collins, den Vertrag in der britischen Hauptstadt auszuhandeln.

Nach Collins‘ Rückkehr spalteten sich die irischen Nationalisten in zwei Lager: die Pro-Vertrags- und die Anti-Vertrags-Fraktion. De Valera selbst war mit dem Vertrag unzufrieden, da er die Unabhängigkeit als unvollständig ansah – insbesondere wegen Nordirlands, das weiterhin unter britischer Herrschaft blieb. Deshalb schloss er sich den Anti-Vertragskräften an und stellte sich gegen Michael Collins.

Dieser Konflikt führte zum Irischen Bürgerkrieg, in dem sich Pro- und Anti-Vertragsanhänger erbittert gegenüberstanden. Der Krieg dauerte zwei Jahre und endete mit dem Sieg der Pro-Vertragsseite, die von britischer Militärtechnik unterstützt wurde.

Nach dieser Niederlage wurde De Valera 1923 erneut inhaftiert und 1924 nach Ende des Konflikts freigelassen, wie alle Gegner des Vertrags. Eine neue Ära begann, in der De Valera sich mit der Politik der Irischen Republik auseinandersetzte und neue Maßnahmen zur Entwicklung der irischen Politik einleitete, nun frei von britischer Präsenz.

Eamon de Valera gründet Fianna Fáil und wird Präsident Irlands

1926 gründete er die neue Partei Fianna Fáil und war von 1932 bis 1948 Taoiseach (Regierungschef) Irlands. 1937 legte er seinen Entwurf für eine republikanische Verfassung vor und wurde Präsident der Generalversammlung des Völkerbundes, was Irland während des Zweiten Weltkriegs schützte.

Er war erneut Taoiseach von 1951 bis 1954.

1959 wurde er zum Präsidenten Irlands gewählt und übte dieses Amt bis 1973 aus, bevor er sich zurückzog und 1975 verstarb.

Bis heute gilt De Valera als bedeutende Persönlichkeit des irischen Nationalismus, der maßgeblich zur Gründung des Irischen Freistaats und der Irischen Republik beitrug. In den Köpfen der Iren bleibt er eine herausragende politische Figur, bekannt für seine festen Überzeugungen und sein tiefes Engagement für die irische Sache.