Finnegans Wake ist ein Roman von James Joyce, der 1939 veröffentlicht wurde. Er gilt als ein bedeutendes Werk der irischen Literatur, ist aber auch bekannt für seine komplexe Sprache, die ursprünglich mehrere Sprachen wie Englisch und Irisch miteinander verbindet…
James Joyce erzählt hier die Geschichte Irlands, indem er Mythologie, Erzählung und Realität vermischt und die Ursprünge von Zivilisationen bis zu ihrem Verfall und Untergang schildert.
Joyce sieht dieses Buch als einen „ewigen Zyklus“, in dem er die Entstehung von Zivilisationen beschreibt, ausgehend von der Annahme, dass jede Zivilisation aus dem Chaos entsteht, durch theokratische, aristokratische und demokratische Phasen geht, bevor sie wieder ins Chaos und Nichts zurückfällt… und so weiter.
Die Entstehung von Finnegans Wake dauerte 17 Jahre – ein gewaltiges Projekt!
Bekannt für die Qualität seines Stils und die Feinheit seiner Parabeln, ist Finnegans Wake dennoch kein leicht zugängliches Buch. Für Leser ohne literarischen Hintergrund ist es oft schwer verständlich, viele empfinden es als ein schwer verdauliches Werk…
Dennoch vermittelt Finnegans Wake eine faszinierende Theorie über den „zyklischen“ Verlauf der Geschichte: Joyce versucht, seinen Lesern eine metaphysische und philosophische Sichtweise der Geschichte zu bieten, ähnlich dem italienischen Philosophen Giambattista Vico, der als Wegbereiter der Geschichtsphilosophie gilt.
So zeigt Joyce, dass eine Gesellschaft verschiedene Phasen durchläuft, bevor sie sich selbst zerstört. Hier ein Überblick über diese Phasen:
Jedes Kapitel behandelt eine dieser Phasen und zieht den Leser in einen endlosen Strudel. Die literarische Qualität ist beeindruckend, bleibt jedoch leider für Laien oft unzugänglich…