Gerade Ende September 2023 auf Apple TV+ erschienen, hat der Film „Flora und Sohn“ viele überrascht. Für den Regisseur John Carney (Once, Sing Street usw.) war es die Gelegenheit, einen neuen, intimen, gesellschaftskritischen Film zu drehen, der die Kraft der Musik feiert! Der Film spielt in den Straßen von Dublin, dem bevorzugten Schauplatz des Regisseurs, und ist eine Ode an die musikalische Kreativität! Ein kraftvoller Film, der alle Liebhaber Irlands und der Musik begeistern wird!

Flora und Sohn
Das heutige Dublin. Flora ist alleinerziehende Mutter und hat mit ihrem 14-jährigen Sohn Max, einem schwierigen Teenager, zu kämpfen. Aufgrund seiner wiederholten Delinquenz steht die junge Dublinerin vor dem Nichts und lebt in prekären Verhältnissen in den schwierigen Vierteln der Stadt.
Nach einer letzten Vorladung bei der Polizei raten die Behörden ihr, ihrem Sohn eine Beschäftigung zu geben, um seine Energie zu kanalisieren.
Besorgt schenkt sie ihm eine Akustikgitarre. Doch Max lehnt ab und bevorzugt Synthesizer, Elektro und Rap.
Daraufhin beschließt Flora, das Instrument selbst zu erlernen und nimmt Online-Unterricht bei einem gescheiterten Musiker in Los Angeles. Gemeinsam entdecken sie die transformative Kraft der Musik in ihrem Leben… und in Max‘ Leben…

Flora und Sohn
John Carney hat schon immer die Kraft der Musik auf das Leben gezeigt. Mit „Flora und Sohn“ wiederholt er dieses Thema und liefert einen Film von großer Intensität. Dieser neue Spielfilm ist eine gelungene Mischung aus Humor und sozialem Drama.
Man erlebt die prekären Verhältnisse in den benachteiligten Vierteln Dublins, die Versuchung der Jugendlichen, in die Kriminalität abzurutschen, sowie die Schwierigkeiten der Eltern, mit ihren Kindern zu kommunizieren.
Für John Carney gibt es eine Lösung: Auch wenn die Kommunikation oft unmöglich scheint, schafft es die Musik, Menschen zu verbinden und Beziehungen zu stärken. Eine universelle Botschaft voller Feinfühligkeit!
Ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, zeigt der Film die verbindende Kraft der Musik. Eine einfache Gitarre oder ein Synthesizer kann echte Brücken zwischen Mann und Frau oder Mutter und Sohn bauen.
Für die Umsetzung holte John Carney ein sensibles Ensemble vor die Kamera. Angeführt von Eve Hewson, Tochter von Bono, dem berühmten Sänger von U2, die von der ersten Minute an begeistert.
Der Film bietet auch eine überraschende Rolle für Joseph Gordon-Levitt als Jeff und präsentiert den jungen Schauspieler Orén Kinlan als Max.
Die drei Schauspieler tragen den Film mit einer sehr realistischen Darstellung.
Doch der wahre Star des Films ist Eve Hewson. Sie zeigt nicht nur ihr schauspielerisches Talent, sondern auch ihre Gesangsfähigkeiten, was diejenigen überraschen wird, die sie bisher nur als Schauspielerin kennen.
Obwohl ihr Vater Bono ihre Schauspielkarriere nicht immer unterstützte, wird er sicher erstaunt sein, wie hervorragend sie in beiden Bereichen ist.
In früheren Interviews hatte Eve Hewson ihre Nervosität beim Singen, besonders vor ihrem Vater, zugegeben. Mit „Flora und Sohn“ beweist sie, dass sie sowohl im Gesang als auch in der Schauspielerei glänzt.
Was das Drehbuch betrifft, ist der Film ein voller Erfolg. Er zeigt den Alltag eines regnerischen Dublins, geprägt von sozialen Ungleichheiten in den kleinen Vierteln.
Ohne Kitsch oder übertriebenes Melodrama ist „Flora und Sohn“ ein Film, der eine nackte Realität zeigt. Eine Realität, die dennoch von Poesie durchdrungen ist, dank emotionaler musikalischer Momente.
Ein sehr guter Film, der in der Tradition von „Once“ steht und auf die universelle Verbindung durch Musik setzt! Absolut sehenswert!