Francis Bacon (1909-1992) war ein irischer Maler, bekannt für seine surrealistischen Gemälde, die stark von Picassos kubistischen Werken beeinflusst sind. Bacon malt das Unbehagen und die Gewalt mit düsteren Bildern, die besonders schwere Themen wie Krieg, Kreuzigung oder existenzielle Fragen behandeln…
Francis Bacon wurde am 28. Oktober 1909 in Dublin geboren. Seine Familie war englisch, und er verbrachte den Großteil seiner Jugend zwischen London und Dublin. Schon früh litt Francis unter gesundheitlichen Problemen: Er wurde mit Asthma diagnostiziert und hatte eine generell schwache Konstitution. Er war ständig krank, und sein Vater versuchte, ihn durch Schläge mit der Peitsche zu stärken.
Mit 17 Jahren entdeckte Francis Bacon seine Homosexualität und wurde von seinem Vater überrascht, als er die Kleider seiner Mutter anzog. Infolge dieser Situation wurde er aus dem Elternhaus verstoßen, erhielt aber dennoch einige finanzielle Unterstützung von seiner Mutter.
Francis entschied sich zu reisen und lebte eine Zeit lang in Berlin und dann in Paris. Dort führte er ein Boheme-Leben und umgab sich mit einem Künstlerkreis. Anschließend kehrte er nach London zurück, um als Dekorateur zu arbeiten. Gleichzeitig begann er zu malen und schuf surrealistische Werke, inspiriert von Picasso, Velázquez und Rembrandt.
Seinen Durchbruch als Maler hatte er erst 1945 mit dem Gemälde „Drei Studien zu Figuren am Fuß einer Kreuzigung“. Das Werk schockierte und zeigte die Grausamkeit des Krieges mit schonungslosen Bildern von entmenschlichten Körpern, eingefroren in einer verstörenden Horrorvision. Das Bild irritiert, verstört und regt zum Nachdenken an. Es hinterließ einen bleibenden Eindruck und brach mit dem Wunsch der Menschen, den gerade beendeten Krieg zu vergessen.
Ab 1960 gehörte Francis Bacon zur Londoner Schule, zusammen mit Größen wie Lucian Freud und Frank Auerbach. Dort entwickelte er seine Kunst weiter, experimentierte mit neuen Bewegungen und schuf eine Malerei, die von Gewalt befreit war. Er konzentrierte sich nun darauf, „den Schrei zu malen, statt den Horror“ und differenzierte gekonnt zwischen Gewalt und Übermaß. Die meisten seiner Werke blieben jedoch düster und erzeugen ein Gefühl des Unbehagens… Diese Werke wirken wie Albträume, die aus unseren schlimmsten Ängsten hervorgehen…
Francis Bacon verstarb 1992 nach einem erfüllten Leben, das von Kritikern hoch gelobt wurde. Er gilt bis heute als einer der großen Talente der Malerei des 20. Jahrhunderts…
Ich glaube, dass der Mensch heute erkennt, dass er ein Unfall ist, dass seine Existenz sinnlos ist und dass er ein unsinniges Spiel spielen muss.