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Im Namen des Vaters ist ein Film von Jim Sheridan, der die schreckliche Justizirrtum erzählt, bei dem vier junge Iren fälschlicherweise für einen Anschlag in Guildford, England, verantwortlich gemacht wurden, bei dem fünf Briten ums Leben kamen. Die vier Angeklagten, später bekannt als „Die Vier von Guildford“, erleben daraufhin einen wahren Albtraum und werden zu Haftstrafen von lebenslanger Freiheitsstrafe bis zu 30 Jahren verurteilt. Der Film Im Namen des Vaters erzählt die wahre und skandalöse Geschichte eines unglaublichen Justizfehlers, basierend auf dem autobiografischen Buch „Proved Innocent“ von Gerry Conlon, einem der Vier von Guildford.
1974: Gerry Conlon, ein 21-jähriger Nordire, lebt in Belfast von Tag zu Tag und begeht zahlreiche kleinere Straftaten sowie Diebstähle. Als er beim Kupferdiebstahl auf frischer Tat ertappt wird und versucht, den britischen Behörden zu entkommen, nähert er sich unbeabsichtigt einem Versteck der IRA, was die Sicherheit der bewaffneten Gruppe gefährdet. Aufgrund dieses Fehlers ordnet die IRA an, dass Conlon die Stadt verlassen muss.
Als Reaktion darauf reist Gerry Conlon mit seinem Freund Paul Michael Hill nach London. Schnell treffen sie auf eine Hippie-Gemeinschaft und führen ein ausschweifendes Leben, geprägt von Drogen und kleinen Diebstählen.
Am 5. Oktober 1974 in Guildford berauben Gerry und Paul eine Prostituierte, ohne zu wissen, dass zeitgleich zwei britische Pubs Ziel eines Bombenanschlags der IRA sind. Der Anschlag fordert fünf britische Todesopfer und sorgt für großes Aufsehen, was die öffentliche Meinung erschüttert. Unter dem Druck der Medien sucht die Polizei schnell nach Schuldigen und findet in Gerry und Paul ideale Sündenböcke.
Gerry und Paul werden daraufhin sieben Tage lang ohne Anklage festgehalten und sowohl körperlich als auch verbal misshandelt. Nach einer Woche intensiver Verhöre, Schlägen und psychischer Einschüchterung gelingt es der Polizei, ihnen erzwungene Geständnisse abzuringen. Diese erfundenen Geständnisse belasten Gerry, Paul sowie zwei weitere Hippie-Freunde: Patrick „Paddy“ Armstrong und Carole Richardson.
Die Polizei beschuldigt außerdem Teile von Gerry Conlons Familie, Komplizen des Anschlags gewesen zu sein und die Sprengstoffe für den Anschlag in Guildford hergestellt zu haben.
Nach einem schnellen und oberflächlichen Prozess fallen die Haftstrafen ebenso schwerwiegend wie skandalös aus:
Gerry Conlon wird im selben Gefängnis wie sein Vater Giuseppe Conlon inhaftiert und verbringt viele Jahre an seiner Seite, um für seine Unschuld zu kämpfen. Doch sein Vater stirbt an einer Lungenerkrankung. Traurig und gebrochen setzt Gerry den Kampf fort und arbeitet mit einer Anwältin zusammen, die fest entschlossen ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Nach jahrelangen Ermittlungen gelingt es ihr, die ganze Schande dieses Justizirrtums aufzudecken und die Vier von Guildford freizubekommen. (Zu diesem Zeitpunkt hat der Rest der Familie seine Haftstrafe bereits verbüßt und ist aus dem Gefängnis entlassen worden).
Jim Sheridan hat diesen Film gedreht, um die verheerenden Kollateralschäden des irisch-britischen Konflikts zu kritisieren und hervorzuheben. Man verlässt den Film tief bewegt und empört, nicht zuletzt dank der großartigen Darstellung von Daniel Day-Lewis, der Gerry Conlon spielt. Auch Pete Postlethwaite als Giuseppe und Emma Thompson als die engagierte Anwältin zeigen herausragendes Talent.
Ein ebenso bewegender wie eindrucksvoller Film, den man gesehen haben sollte – immer wieder!