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Kenneth Branagh ist ein weltweit bekannter nordirischer Schauspieler und Regisseur. Als großer Theater- und Shakespeare-Liebhaber hat er nie gezögert, bedeutende Klassiker der englischen Literatur auf die Leinwand zu bringen. Besonders bekannt ist seine berühmte Interpretation von „Hamlet“ aus dem Jahr 1998 sowie sein schauspielerisches Talent in „Viel Lärm um nichts“.

Kenneth Branagh – Melinda Seckington – cc
Kenneth Branagh wurde am 10. Dezember 1960 in Belfast, Nordirland, geboren. Er wuchs in einem schwierigen Umfeld auf, geprägt von sektiererischen Konflikten und den Troubles, einer Zeit, in der Nordirland durch die Frage der Zugehörigkeit zu Großbritannien tief gespalten war. (Ein sensibles Thema, das Branagh dazu brachte, den Film „Belfast“ im Jahr 2021 zu veröffentlichen, der seine eigene Kindheit erzählt.)
Er lebte dort bis zu seinem neunten Lebensjahr, bevor er nach England zog, genauer gesagt nach Reading im Berkshire. Schnell entwickelte er eine große Leidenschaft für Theater und Literatur, was ihm den Weg zu einem Studium an der renommierten Royal Academy of Dramatic Art in London ebnete.
Nach seinem Abschluss wurde Branagh für mehrere Theaterstücke engagiert und machte mit der Rolle des Heinrich V. bei der Royal Shakespeare Company (RSC) auf sich aufmerksam. Mit 23 Jahren galt er als vielversprechendster Nachwuchsschauspieler Englands.
Nach einigen Jahren bei der RSC gründete Kenneth Branagh seine eigene Theatergruppe, die „Renaissance Theatre Company“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mehreren Rückschlägen erlangte die Truppe mit bedeutenden Werken wie „Was ihr wollt“, „Viel Lärm um nichts“ und „Hamlet“ Anerkennung. Die Kritiken waren begeistert und Branagh wurde als „neuer Laurence Olivier“ gefeiert.
1989 lernte er Emma Thompson kennen, die er noch im selben Jahr heiratete. Das Paar wurde zu einem der bekanntesten Paare im Showbusiness.
Schon bald wagte Branagh den Schritt zum Film und adaptierte das Stück Heinrich V. für die große Leinwand, mit Gérard Depardieu als Produzent. Der weltweite Erfolg und die positiven Kritiken hoben Branaghs Talent als Schauspieler und Regisseur hervor.
Ermutigt durch diesen Erfolg folgten weitere Filme wie „Dead Again“ (1991), „Peter’s Friends“ (1992) und „Viel Lärm um nichts“ (1993). In diesen Produktionen arbeitete Branagh mit Stars wie Keanu Reeves, Denzel Washington und seiner Frau Emma Thompson zusammen. Sein Film „Mary Shelley’s Frankenstein“ (1994) mit Robert De Niro war jedoch sein erster großer Misserfolg.
Doch Branagh ließ sich nicht entmutigen und setzte seine Projekte fort, darunter „Othello“ (1995), im selben Jahr ließ er sich von Emma Thompson scheiden.
1996 wurde er mit der Verfilmung von „Hamlet“ endgültig gefeiert, in der er als Schauspieler, Regisseur, Produzent und Bühnenleiter tätig war. Für diesen Film erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
Erschöpft nahm er danach vorwiegend kleinere Rollen an und konzentrierte sich auf die Regie anderer Filmemacher. Um sich weiterzuentwickeln, wählte Branagh ungewöhnliche Rollen, die von seinem Shakespeare-Image abwichen, etwa in „Wild Wild West“ oder „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“.
Er führte auch weiterhin Regie bei verschiedenen Filmen und scheute sich nicht, Genres zu mischen: „Thor“, „Belfast“ …