Peaky Blinders
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Die Peaky Blinders - Peaky Blinders

Peaky Blinders ist eine britische Serie, die von Steven Knight geschaffen wurde. Seit dem 12. September 2013 auf BBC Two ausgestrahlt, gehört sie zu den bemerkenswertesten Serien! Fein und sehr durchdacht spielt die Handlung in England und erzählt die bewegte Geschichte einer bekannten irischen Traveller-Gang: den Peaky Blinders.

Zusammenfassung der Peaky Blinders

Eine Serie, die auf einer wahren Geschichte basiert

Eine Szene aus Peaky Blinders

Eine Szene aus Peaky Blinders

Die Serie zeichnet den Alltag einer Gangsterfamilie aus Birmingham nach, die unter dem Namen Peaky Blinders bekannt ist (der Name soll daher stammen, dass sie Rasierklingen in den Schirmen ihrer Mützen versteckten). Irischer Herkunft wurde diese Gang etwa um 1919 gegründet…

Ihre damaligen Aktivitäten bestanden darin, lokale Pferderennen und Wetten zu manipulieren, alles unter der Führung des gefährlichen Thomas Shelby, einem ehrgeizigen Mann, der durch seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg in Frankreich gezeichnet ist.

Doch bald ziehen die illegalen Machenschaften der Gang die Aufmerksamkeit von Chief Inspector Chester Campbell auf sich, einem Mitglied der Royal Irish Constabulary unter dem Kommando von Winston Churchill. Chester Campbell wurde eigens aus Belfast entsandt, um die Stadt von allen Kriminellen zu säubern…

Die Serie erstreckt sich über mehr als 6 Staffeln, mit Zeitsprüngen und immer komplexeren Handlungssträngen, die die Gang mal gegen die Polizei, mal gegen andere Banden oder Verbrecher stellen.

Unsere Meinung

Eine Serie von makelloser Qualität auf filmischer Ebene

Peaky Blinders ist eine ambitionierte Serie, die eine erstklassige Besetzung und ein ausgeprägtes Gespür für makellose und anspruchsvolle Bilder vereint! Denn die Serie ist mehr als nur ein Format, das die Abenteuer der Traveller-Gang verfolgt…

Man verfällt schnell dem Charme der langen Einstellungen. Jeder Shot, jeder Bildausschnitt ist durchdacht, geplant und ausgefeilt. Hier gibt es keinen Zufall bei der Handkamera: Der Regisseur bietet ein echtes Spektakel, bei dem jedes Bild narrativen und künstlerischen Wert besitzt.

Ein wahrer Augenschmaus, der uns sofort in die Atmosphäre des industriell aufblühenden Englands eintauchen lässt, wo Stahl, Kohle und Staub ganz selbstverständlich den Alltag der Menschen in Birmingham prägen.

Dazu kommt der unglaubliche Soundtrack der Serie. Rock’n’Roll-Musik… Der Soundtrack ist herrlich modern, kraftvoll und bewusst anachronistisch. Das verleiht der Serie eine energiegeladene, elektrische und kraftvolle Stimmung.

Eine Besetzung, die komplexe Charaktere zeichnet

Cillian Murphy - Maximilian Bühn - cc

Cillian Murphy – Maximilian Bühn – cc

Doch das wäre ohne die farbenfrohen Charaktere der Serie nicht komplett, die dem Programm noch mehr Tiefe verleihen. Cillian Murphy spielt Thomas Shelby, einen intelligenten und berechnenden Mann, zerrissen von Krieg und Ehrgeiz, der sich nur durch Gewalt und Manipulation ausdrücken kann.

Er muss im Verlauf der Staffeln zahlreiche Feinde bekämpfen, führt viele dunkle Machenschaften durch und versucht gleichzeitig, seine Familie unter seiner Kontrolle zu halten.

Cillian Murphy zeigt hier sein ganzes schauspielerisches Können: Er verkörpert einen Mann mit starker Hand, stets kalkulierend, der Autorität ausstrahlt, aber scheinbar völlig in den Fragen von Gut und Böse verloren ist. Ganz fern vom triumphierenden Manichäismus vieler moralischer Serien zeichnet Peaky Blinders das Bild eines leidenden Mannes, der trotz seines Humanismus mal zur Besonnenheit neigt, mal sich selbst dämonisiert – mit dem Risiko, alle Orientierung zu verlieren.

Ein wahrhaft komplexer Charakter, der die Feinheit und Meisterschaft von Cillian Murphy bestätigt, einem irischstämmigen Schauspieler, der stolz für sein Land ist.

Doch er ist nicht allein in dieser Rolle. Auch die anderen Figuren der Serie sind wahre Schätze und werden von Schauspielern mit großer Präzision verkörpert: angefangen bei Thomas Shelbys Tante „Polly Gray“, gespielt von der talentierten und leider verstorbenen Schauspielerin Helen McCrory.

Gefolgt von Arthur Shelby (verkörpert von Paul Anderson), der den gewalttätigen und innerlich zerrissenen Bruder von Thomas spielt. Eine Figur auf Messers Schneide, ebenso berührend wie furchteinflößend, geplagt von ständigen inneren Konflikten zwischen seiner wahren gewalttätigen Natur und der Moral seiner Zeit.

Zahlreiche Bezüge zu Irland

Das Drehbuch ist spannend und gut durchdacht und verweist immer wieder auf England, aber auch auf das Irland jener Jahre, das kurz vor dem Ausbruch steht aufgrund der Konflikte mit den Briten (die Situation in Nordirland wird häufig thematisiert). Auch irischer Whiskey und die Geschichte der Travellers werden oft erwähnt. Das verleiht der Serie eine angenehme irische Färbung.

Eine Anekdote dazu: Eine britische Brennerei, die Sadler’s Distillery, hat sich davon inspirieren lassen und beschlossen, eine Brennerei im County Cork in Irland zu eröffnen, um den „Peaky Blinder Whiskey“ herzustellen – einen zu 100 % irischen, dreifach destillierten Whiskey, der der Tradition der Smaragdinsel folgt. So wird der Erfolg der Serie und die Geschichte der echten Gang, die Birmingham im 20. Jahrhundert terrorisierte, weitergetragen!

Jede Staffel hat ihre eigene Handlung und umfasst 6 Episoden. Viele VOD-Dienste wie Amazon Prime oder Netflix bieten die Serie in ihrem Katalog an.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass sich die Serie schnell von der wahren Geschichte der Gang entfernt. (Die Gang bestand nicht aus einer Familie, wie in der Serie dargestellt, und die Handlung bewegt sich stark im Bereich der Fiktion).

Wie dem auch sei, Peaky Blinders ist ein Muss für alle, die hochwertige Fernsehunterhaltung schätzen. Besonderes Lob für die Bildqualität, die makellose Schauspielkunst und natürlich die fesselnde Geschichte, die uns am Ende jeder Folge mit Spannung zurücklässt.

Kurz gesagt: Eine Serie, die die Abenteuer der Ganoven von Birmingham erzählt, ihren Aufstieg, ihre Rückschläge und ihre persönlichen Geschichten. Ein Format, das an eine andere Serie erinnert, die in der Gegenwart spielt: Sons of Anarchy! Bei genauerem Hinsehen ist das Konzept ziemlich ähnlich – und wir lieben es!

Die berühmte irische Mütze

Wie Peaky Blinders die Begeisterung für die irische Mütze neu entfacht…

Ein Mann mit seiner irischen Mütze - © stockcentral

Ein Mann mit seiner irischen Mütze – © stockcentral

Sie wird in fast jeder Szene getragen… Die irische Mütze nimmt in Peaky Blinders eine herausragende Rolle ein. Es handelt sich um eine traditionelle Kopfbedeckung, typisch für Irland.

Oft aus lokalem Tweed gefertigt, hält die Mütze den Kopf warm und schützt vor Sonne und Regen… Sie gilt als sehr elegant und hat auch in der modernen irischen Bevölkerung noch ihren Platz, getragen von Jung und Alt. So tragen sowohl junge als auch ältere Menschen dieses Accessoire stolz!

Und in der Serie, das muss man sagen: Sie ist überall! Die Gangmitglieder trugen sie täglich… und es wird erzählt, dass sie die Idee hatten, Rasierklingen in die Nähte einzunähen, um sich bei Bedarf verteidigen zu können. So wurde die irische Mütze zu einem echten Symbol der Gang – und zeugt von ihrer engen Verbindung zu Irland…