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Rory Gallagher (1948-1995) ist einer der größten irischen Gitarristen und Rockmusiker aller Zeiten! Von zahlreichen Fans verehrt, gehörte Gallagher zu den berühmten „Guitar Heros„, die einzig und allein für Rock und Blues lebten. Als echtes Symbol einer ganzen Generation begeisterte Gallagher sein Publikum mit meisterhaft gespielten Riffs auf seiner Fender Stratocaster. Entdecken Sie jetzt das bewegte Leben dieses unbestrittenen Meisters der sechs Saiten…
Gallagher entdeckte die Musik im Alter von etwa 9 Jahren, als er Künstler wie Elvis Presley, Muddy Waters und Chuck Berry hörte. Schnell packte ihn das Virus: Sein einziger Wunsch war es, eine Gitarre zu besitzen und die Geheimnisse des Rock zu lernen. Seine Eltern erfüllten ihm diesen Wunsch, und so begann Rory Gallagher bereits mit 9 Jahren seine musikalische Ausbildung.
Mit 15 Jahren feierte er erste Erfolge und galt bereits als Profi. In diesem Alter erwarb er auch seine erste Stratocaster, eine Fender Stratocaster Sunburst von 1961, die ihn bis zum Lebensende begleiten sollte.
Um seine musikalische Entwicklung voranzutreiben, gründete er 1966 seine erste Band „Taste“. Schon hier dominierte er mit seinem Talent Gitarre und Gesang. Die Band veröffentlichte zwei Alben, „Taste“ und „On the board“, bevor sie sich auflöste.
1970 begann Gallagher seine Solo-Karriere, die von zahlreichen Aufnahmen geprägt war.
In den ersten Jahren erschienen die Alben „Rory Gallagher“ und „Deuce“, die in Großbritannien nur mäßigen Erfolg hatten. Nach einer anstrengenden Tournee von den USA bis nach Europa kehrte Rory ins Studio zurück.
1972 erschien „Live in Europe“, das die Top 10 der Charts stürmte. Das Live-Album wurde mit Platin ausgezeichnet und brachte Rory den Titel „Musiker des Jahres“ vom Magazin Melody Maker ein.
Nach dem Album „Blueprint“ ging Gallagher erneut auf Tour – vier Monate lang von den USA bis Australien, mit inspirierenden Soli und Riffs, mal aggressiv, mal sanft und bluesig. Schon hier hatte sich Rory als Meister der sechs Saiten etabliert. Nach dieser langen Tour blieb wenig Zeit, um im Herbst 1973 das Album „Tattoo“ aufzunehmen.
1974 war erneut ein tourintensives Jahr. Nur ein Album erschien, aber eines der bedeutendsten: das großartige „74’ Live Irish Tour“. Dieses Album wurde von einer 90-minütigen Dokumentation begleitet, in der der Künstler mit seinem Talent glänzte – sei es mit seiner bluesigen Stratocaster oder seinen akustischen Balladen.
1976, nach dem Vorjahresalbum „Against the Grain“, trat Gallagher beim renommierten Montreux Jazz Festival in Frankreich auf. Kurz darauf veröffentlichte er „Calling Card“, das nur mäßigen Erfolg hatte. Live jedoch strahlte Rory weiterhin und enttäuschte sein Publikum nie. Im Sommer 1977 war er sogar bei der Sendung „ADD Rockpalast“ im deutschen Fernsehen zu sehen.
1978 folgte „Photo Finish“, 1979 „Top Priority“ und 1980 „Stage Struck“.
Dann folgte eine Phase der Stille: Rory geriet bis 1986 kaum noch in die Schlagzeilen, als das lang erwartete Album „Defender“ erschien. Seine Bühnenauftritte wurden seltener, und ein übergewichtiger, angeschlagener Rory Gallagher zeigte sich dem Publikum. Irisches Stout und Medikamente hatten ihren Tribut gefordert, und der große Gallagher verlor etwas von seinem Glanz, was seine Fans mit Sorge beobachteten.
1990 erschien das Album „Fresh Evidence“. Rory war zunehmend angeschlagen. Erst 1992 fand er die Kraft, wieder auf die Bühne zurückzukehren. Im selben Jahr erschien die Compilation „Echted in Blues“, die alle großen Bluesstücke seiner Karriere vereinte.
1994 erkrankte Gallagher während einer Europatour schwer. 1995 unterzog er sich einer Lebertransplantation, die jedoch abgestoßen wurde. Er starb am 14. Juni 1995 in London im Alter von 48 Jahren und hinterließ ein bedeutendes musikalisches Erbe.