Das Samain-Feuer
Kultur

Das Samain-Feuer

Halloween in Irland
Un feu de joie irlandais

In Irland ist das Halloween-Fest (auf Irisch auch Samain genannt) ein bedeutendes Ereignis für die Bevölkerung. Neben dem Verkleiden, Feiern und dem Genießen traditioneller Gerichte wie Colcannon, Barbrack oder Meatloaf, pflegen manche Iren eine besondere Tradition: das Entzünden eines großen Lagerfeuers!

Ursprünge des irischen Lagerfeuers

Eine Tradition, um das Unglück abzuwenden

Das Samain-Fest geht auf die Kelten zurück. Damals markierte es das Ende der Erntezeit, den Beginn der Kälte und die Nacht, in der der Gott des Todes den Verstorbenen erlaubte, für einige Stunden neben den Lebenden zu verweilen.

Die sehr gläubigen und abergläubischen Einheimischen organisierten in dieser Nacht riesige Lagerfeuer (auf Englisch bonfire genannt), um den Beginn der kalten Jahreszeit zu feiern und sich vor Unglück im kommenden Jahr zu schützen.

Dieses Feuer diente gewissermaßen als Schutz vor bösen Geistern und sollte vor künftigen Unheil bewahren.

Außerdem erlaubten die Samain-Lagerfeuer laut Überlieferung den Männern, die Identität ihrer zukünftigen Ehefrau zu erkennen. Als Einladung zum Träumen genügte es, eine Haarsträhne ins Feuer zu werfen, um die künftige Frau zu erahnen.

Heute werden die Lagerfeuer in Irland vor allem auf dem Land noch immer abgehalten. Die Menschen versammeln sich, errichten ein riesiges Feuer und füttern es mit Paletten und verschiedenem Holz. Dabei genießen sie das Flammenspiel, hören Musik und stoßen mit ein paar Gläsern an. Ein geselliger Moment, der Sie mitten in die Halloween-Stimmung eintauchen lässt!