Sean O’Casey ist ein bedeutender irischer Schriftsteller, bekannt für sein starkes politisches Engagement sowie seine tiefgründig engagierten literarischen Werke. Seine Inspiration schöpfte er aus der irischen Geschichte und dem nationalistischen Kampf, wodurch seine Werke die damalige Regierung provozierten.
Geboren in eine protestantische Familie in den armen Vierteln von Dublin, bildete sich Sean O’Casey autodidaktisch. Eine schwere chronische Augenkrankheit verhinderte den Schulbesuch und zwang ihn zu Hause von seinen Eltern unterrichtet zu werden. Seine Hornhaut verschlechterte sich rasch und beeinträchtigte ihn sein Leben lang, bis hin zur dauerhaften Erblindung.
Als Idealist engagierte er sich früh im Kampf für ein unabhängiges Irland und schloss sich der Intellektuellenbewegung an, die 1913 bei den großen Streiks Jim Larkin unterstützte. Dort entdeckte Sean O’Casey das Theater und sammelte erste Bühnenerfahrungen am Abbey Theatre, das damals von William Butler Yeats geleitet wurde.
Sein bis 1929 engagiertes Schaffen wurde geprägt von drei Stücken:
1929 schrieb Sean O’Casey „Der silberne Pokal“, eine Anklage gegen den Ersten Weltkrieg. William Butler Yeats entließ ihn daraufhin aus seinem Theater. Von da an wurden seine Stücke experimenteller und expressionistischer. Er verband Poesie, Realismus und Provokation, behielt dabei jedoch eine kämpferische Feder, die gegen Ende auch antiklerikale Töne anschlug…
Zu seinen weiteren bedeutenden Werken zählen: „Hinter den Parkgittern“ (1933), „Schnäppchen“ (1934), „Der Stern wird rot“ (1940), „Rote Rosen für mich“ (1943), „Eichenblätter und Lavendel“ (1946), „Man erwartet einen Bischof“ (1955), „Die Trommeln von Vater Ned“ (1958).
O’Casey näherte sich der kommunistischen Bewegung um Brooks Atkinson an und soll der Autor des Satzes sein: „Wer die Gemeinschaft ehrt oder ihr gibt, ist ein Kommunist“. Sein Werk „Der Stern wird rot“ kann als Stück verstanden werden, das die Werte des Kommunismus verherrlicht.
Er starb 1964 in Torquay, Devonshire.