In Irland werden Sie schnell feststellen, dass die Iren die Insel mit Trockenmauern aus Naturstein durchziehen! Sie bevorzugen natürliche Materialien gegenüber industriellen Zäunen und schichten seit jeher Steine aufeinander, um ihre Grundstücke abzugrenzen. Diese Methode schont die Umwelt und verleiht dem Land einen unvergleichlichen Charme!
In Irland liebt man es, die Natur so ursprünglich und wild wie möglich zu belassen! Jeder Wanderer kann kilometerweit entlang von Trockenmauern spazieren, die von irischen Händen errichtet wurden. Diese Mauern dienen nicht nur zur Einzäunung von Grundstücken, sondern auch zum Einpferchen von Schafherden, Pferden und anderem Vieh – um Ausbrüche oder Vermischungen verschiedener Herden zu verhindern.
Diese Praxis geht auf die Zeit zurück, als die Landwirtschaft sesshaft wurde. Die Bodenbearbeitung brachte verschiedene Bedürfnisse mit sich:
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sammelten die Iren die störenden Steine und schichteten sie zu Mauern auf. Das Ergebnis ist ein bis heute erhaltenes Landschaftsbild: Die Natur bleibt König, und die Iren sind nach wie vor zurückhaltend, wenn es ums Betonieren oder großflächige Erdarbeiten auf dem Land geht! Das Besondere daran: Die Steine werden einfach lose aufeinandergelegt – nur selten findet man irische Mauern mit Mörtel oder Beton. Diese handwerklichen Mauern sind roh, flexibel und bieten in ihren Zwischenräumen Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt!
Für uns Reisende ist das ein echter Augenschmaus!