Manche glauben fest daran… andere nicht. In Irland sind Aberglauben nach wie vor tief in der Volkskultur verwurzelt! Ähnlich wie das Verbot, unter einer Leiter hindurchzugehen, haben die Iren ihre eigenen zahlreichen Glaubensvorstellungen. Hier eine kleine Auswahl typisch irischer Aberglauben, die Sie zum Schmunzeln bringen – oder zum Ernstnehmen!
Eisen zu berühren soll Unglück abwenden. Die Iren praktizieren dies ähnlich wie das „Holz anfassen“, um negative Gedanken oder schlechte Nachrichten abzuwehren.
Wenn die Innenseite Ihrer Hand juckt, werden Sie bald eine größere Geldsumme gewinnen.
In Irland bringt ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Unglück. Dieser Aberglaube, der darauf basiert, dass Spiegel einen Teil der Seele reflektieren, wird auch in modernen Haushalten ernst genommen. Um das Unglück abzuwenden, empfiehlt man, die Glasscherben bei Mondlicht zu vergraben.

Ein Pferd aus Connemara – janmennens – cc
Wenn Sie ein Hufeisen an der Haustür anbringen, bringt es Glück ins Haus.
Ein weißes Pferd zu sehen gilt ebenfalls als sehr gutes Omen.
Nach irischem Aberglauben kündigt das Treffen eines weißen Pferdes auf der Straße ein glückliches Ereignis oder eine positive Veränderung im Leben an.
Dieser Glaube ist besonders stark in ländlichen Regionen verankert.
Salz gilt als wertvoller Schutz gegen das Böse! Wie in vielen Kulturen wird Salz in Irland als Schutz vor Pech und bösem Blick angesehen. Es ist üblich, eine Prise Salz über die linke Schulter zu werfen, wenn man versehentlich Salz verschüttet hat, um böse Geister zu vertreiben. Dieser Aberglaube wird oft mit einem Augenzwinkern betrachtet, ist aber fest im Alltag verankert.
Wenn Sie ein vierblättriges Kleeblatt finden, haben Sie Glück – vorausgesetzt, Sie bewahren es heimlich in Ihrer Tasche auf, fern von neugierigen Blicken! Jede Blatt steht für eine andere Eigenschaft: Hoffnung, Glaube, Liebe und natürlich Glück. Für die Iren ist das ein gutes Zeichen, um vielleicht auf die Pferderennbahn zu gehen!
Vögel, besonders Krähen, spielen eine wichtige Rolle im irischen Aberglauben. Eine einzelne Krähe gilt als schlechtes Omen, während zwei Krähen zusammen Glück symbolisieren.
Ein weiterer populärer Aberglaube besagt, dass man eine Elster, die den Weg kreuzt, höflich grüßen sollte, um Unglück zu vermeiden.
Wenn beim Öffnen der Tür eine Elster hereinkommt, wird im Laufe des Jahres ein Todesfall im Haus erwartet.

Ein Feenbaum in Irland – © Bo
Es ist auch üblich, niemals einen Feenbaum zu fällen.
Viele Iren glauben, dass diese Bäume die Geister der Feen beherbergen, und vermeiden es sorgfältig, sie zu fällen, selbst wenn Straßen oder Gebäude gebaut werden müssen.
Legenden erzählen, dass diejenigen, die dieses Verbot missachten, von Flüchen getroffen werden.
Öffnen Sie in Irland keinen Regenschirm im Haus! Das gilt als Einladung für schlechte Nachrichten oder Pech. Außerdem soll das Offenlassen eines Regenschirms im Haus Streit oder Unglück anziehen.
Wenn Sie unglücklicherweise auf einem Friedhof stolpern und fallen, kündigt das Ihren baldigen Tod an. Also besser vorsichtig sein und solche Missgeschicke vermeiden!
Bei Bauern gilt: Wenn das erste neugeborene Lamm schwarz ist, bedeutet das, dass im Laufe des Jahres ein Familienmitglied sterben wird.