Biwak-Wanderung in Irland
Reiseplanung

Biwak-Wanderung in Irland

Randonnées en Irlande
Un bivouac face aux falaises de Slieve League - © Uli

Gut informiert aufbrechen für eine unvergessliche Wanderung ganz nah an der irischen Natur!

Alle Wanderfreunde werden Ihnen bestätigen: Irland ist ein Land für Wanderer. Das zeigen die zahlreichen Nationalparks der Insel sowie die vielen Wanderwege, die überall im Land verfügbar sind. Sie alle bieten einzigartige Erlebnisse, die Sie mitten in die Natur und ihre weiten, wilden Landschaften führen.
Egal, welches Niveau Sie haben: Es gibt eine passende Route für jeden… und die Versuchung, eine Biwak-Wanderung in Irland zu machen, packt oft angehende Abenteurer! Wenn auch Sie Lust haben, dieses Erlebnis zu wagen und der irischen Natur ganz nah zu sein, erfahren Sie hier, was Sie wissen müssen, um eine Wanderung mit Etappen und Biwak zu organisieren.

Eine Biwak-Wanderung in Irland organisieren

Wildcampen ist in Irland verboten

Camping in Nordirland - © JTATODD

Camping in Nordirland – © JTATODD

Zunächst einmal eine klare Ansage: Wildcampen ist in Irland verboten. Es kann mit Geldstrafen geahndet werden und sehr teuer werden. Die Behörden achten besonders im Sommer, wenn der Touristenandrang am größten ist, streng auf die Einhaltung dieser Regeln.

Wir raten Ihnen daher dringend davon ab, Ihr Zelt in Gebieten aufzuschlagen, in denen dies durch Schilder ausdrücklich verboten ist. An vielen Stellen weisen entsprechende Hinweisschilder darauf hin, dass Wildcampen untersagt ist. Vermeiden Sie es unbedingt, sich dort niederzulassen, um hohe Strafen oder sogar die Abschleppung Ihres Fahrzeugs zu vermeiden!

Es gibt jedoch eine gewisse Toleranz in der Bevölkerung. Wildcampen kann in bestimmten Gebieten erlaubt sein, wenn Sie die Erlaubnis des Grundstückseigentümers einholen. Viele Landwirte gestatten ein Biwak auf ihrem Land – vorausgesetzt, Sie stören nicht und hinterlassen den Platz so, wie Sie ihn vorgefunden haben.

Dafür gelten einige gesunde Regeln:

  • Immer vorher die Erlaubnis des Eigentümers einholen
  • Nicht zu viel Platz einnehmen: Zelt aufstellen und respektvoll bleiben
  • Lagerfeuer vermeiden: Ein Heidekrautfeuer kann schnell außer Kontrolle geraten und große Schäden oder Waldbrände verursachen
  • Keinen Müll hinterlassen
  • Gefährliche oder ungeeignete Plätze meiden: Niemals mitten im Torfmoor campen, windige Stellen vermeiden, Abstand zu Abgründen halten und Orte wählen, die nicht von extremen Wetterbedingungen betroffen sind

Bevorzugen Sie einen Campingplatz

Clifden Eco Beach Camping & Caravanning Park

Clifden Eco Beach Camping & Caravanning Park

Generell sollten Sie einen sicheren Ort wählen. Dafür sind organisierte Campingplätze ideal! Viele davon liegen direkt an Wanderwegen im Land. Dort können Sie Ihr Zelt aufschlagen, haben Zugang zu fließendem Wasser, Duschen und genießen eine wohlverdiente Nacht – ganz ohne Risiko von Strafen wegen Wildcampens!

Zwar garantiert diese Option nicht, dass Sie ganz allein in der wilden Natur übernachten, doch viele irische Campingplätze bieten Plätze in geschützten, naturnahen Umgebungen. Einige erlauben es sogar, das Zelt direkt am Strand oder mit atemberaubender Aussicht aufzuschlagen.

Was die Kosten betrifft, ist Camping eine der günstigsten Lösungen: Rechnen Sie mit etwa 10 bis 15 € pro Nacht für ein Zelt. Oft gibt es zusätzliche Angebote für noch mehr Komfort.

Gut ausgerüstet aufbrechen!

Sobald Sie Ihre Wanderroute festgelegt haben, sollten Sie an die richtige Ausrüstung denken! Die Liste kann eine Herausforderung sein: Sie müssen das Wesentliche mitnehmen, ohne sich zu überladen, denn jedes Kilo auf dem Rücken macht sich nach einigen Kilometern bemerkbar.

Im Allgemeinen sollten Sie mindestens Folgendes dabei haben:

  • Wanderschuhe,
  • Wechselkleidung,
  • Windjacke,
  • Wasser,
  • Verpflegung,
  • Zelt,
  • Taschenlampe,
  • Schlafsack,
  • …usw.

Achten Sie besonders darauf, einen hochwertigen Schlafsack auszuwählen: Er sorgt dafür, dass Sie warm und trocken schlafen, trotz der feuchten irischen Witterung. Denn vergessen wir nicht: Es kann durchaus vorkommen, dass zwischen zwei Sonnenstrahlen ein Regenschauer niedergeht. Und nichts ist schlimmer, als in einem nassen Zelt und Schlafsack einzuschlafen! Noch schlimmer: Sie könnten krank werden, was den ganzen Spaß an Ihrer Biwak-Wanderung verderben würde!