Es ist bekannt: Irland ist ein Paradies für Angler! Ob Sie Forellen, Lachs oder Hechte angeln – ganz zu schweigen von den zahlreichen Meeresarten – hier erhalten Sie einen Überblick über die geltenden Vorschriften in Irland zu Ihren Rechten und Pflichten beim Angeln.
Angeln in Irland bedeutet nicht einfach, die Angelrute und Köder zu nehmen und an irgendeinen Ort aufzubrechen, der Ihnen gefällt. So verlockend das auch sein mag, das Land legt großen Wert auf den Schutz seiner Gewässer und der darin lebenden Arten und regelt das Angeln daher sehr genau.
Irland führt eine genaue Liste der erlaubten und verbotenen Angelplätze sowie der geschützten Arten.
Je nach Art des Angelns ist es zudem erforderlich, eine Genehmigung und eine Lizenz vorzulegen, die das Angeln erlaubt. Bevor Sie loslegen, empfehlen wir Ihnen daher, sich immer beim örtlichen Tourismusbüro zu erkundigen, ob Sie die Erlaubnis zum Angeln an dem gewünschten Ort haben. Beachten Sie, dass diese Erlaubnisse je nach Saison variieren können.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das zentrale Fischereiamt sowie an das Tourismusbüro von Nordirland.
Hier die wichtigsten Infos:
Lachs und Meerforelle sind in Irland geschützte Arten. Das Angeln ist erlaubt, aber streng reglementiert.
Sie sind verpflichtet, eine Lizenz zu erwerben, die Ihnen das Angeln in bestimmten festgelegten Gebieten erlaubt. Diese Lizenz wird mit Armbändern ausgegeben, die an jedem Fisch befestigt werden müssen, den Sie behalten.
Außerdem müssen Sie jeden Fang in einem Fangbuch (logbook) dokumentieren, das mit der Lizenz ausgegeben wird.
Nach Ihrem Angelurlaub muss dieses Fangbuch bis spätestens 19. Oktober jeden Jahres an das ausstellende Büro von Inland Fisheries Ireland zurückgeschickt werden. Auch wenn keine Fänge eingetragen sind, ist die Rücksendung des Fangbuchs und der ungenutzten Armbänder Pflicht. So wird eine lückenlose Nachverfolgung der jährlichen Fänge gewährleistet.
Lizenzen sind in Fachgeschäften für Angelausrüstung erhältlich, aber auch online unter store.fishinginireland.info. Die Preise variieren, und die zugehörigen Vorschriften werden Ihnen beim Kauf mitgeteilt.
Achtung: Nicht alle Lizenzen sind gleich. Einige gelten landesweit, andere nur regional. Auch die Gültigkeitsdauer variiert.
Sie können eine Lizenz je nach Dauer und Angelbezirk (Fischereizone) wählen. Hier einige Beispiele für verfügbare Lizenzen und deren Preise:
Ein Angelschein ist für das Angeln von Meerforelle und Lachs Pflicht.
WICHTIG: Der Erwerb einer Lizenz allein berechtigt nicht zum Angeln. Sie müssen zusätzlich einen Angelschein erwerben (die Tagesgebühren liegen zwischen 25 und 50 €, abhängig vom Angelgebiet).
Der Angelschein kann auf dieselbe Weise wie die Lizenz erworben werden. Fragen Sie in einem örtlichen Angelgeschäft oder bei einer Fischerei nach.
Die Regeln variieren je nach Angelgebiet. Grundsätzlich gilt in Irland eine Obergrenze von 10 Fischen pro Jahr, die behalten werden dürfen (also nicht zurückgesetzt).
Beachten Sie:
Diese Limits hängen auch von Ihrer Lizenz ab. Bei einer Tageslizenz ist nur ein Fisch pro Tag erlaubt.
Außerdem ist das Angeln mit Würmern oder Drillingen verboten, sobald das Fanglimit erreicht ist.
Gut zu wissen:
Die Vorschriften besagen außerdem, dass „keine Meerforelle aus der Westregion (Galway & Mayo) oder dem Gebiet Clew Bay (Nordwesten) behalten werden darf“. Achten Sie also besonders auf die regionalen Regeln in diesen Teilen Irlands.
Die Vorschriften für das Hechtangeln sind weniger streng und komplex als für Lachs und Meerforelle. Wichtig ist: