Warum wird Alkohol in Flughäfen ohne Einschränkungen erlaubt? Diese Frage stellt die bekannte irische Fluggesellschaft Ryanair. Häufig betroffen von betrunkenem Verhalten ihrer Passagiere, möchte das Unternehmen den Zustand seiner Fluggäste vor dem Einsteigen besser kontrollieren.
Ryanair fordert strengere Kontrolle des Alkoholverkaufs in Flughäfen
Körperliche Auseinandersetzungen, Belästigung von Passagieren, Zerstörung von Ausstattung… Leider nehmen solche Vorfälle in Flugzeugen weltweit seit einigen Jahren deutlich zu.
Und Ryanair will dem ein Ende setzen.
Die Billigfluggesellschaft erlebte im vergangenen Jahr einen gefährlichen Vorfall: Ein stark alkoholisierter Passagier zwang die Crew, den Flug von Dublin nach Lanzarote umzuleiten. Sein Verhalten wurde als gefährlich und unberechenbar eingestuft, sodass Ryanair den Flug nicht wie gewohnt sicher durchführen konnte.
Folglich wurden die Passagiere umgeleitet, was eine Landung in Porto und eine Übernachtung im Hotel erforderte, bevor der Weiterflug am nächsten Tag erfolgen konnte. Eine problematische Situation, die für die Passagiere eine Verzögerung von fast 24 Stunden bedeutete!
Ein echter Skandal für Ryanair, das gegen den verantwortlichen Passagier Klage einreichte. Infolgedessen wurden dem betrunkenen Fluggast mehr als 15.000 € in Rechnung gestellt, um die zusätzlichen Kosten für Treibstoff, Passagiertransport, Hotelreservierungen, Verpflegung usw. zu decken.
Hier ein Überblick über die entstandenen Kosten:
- Zusätzlicher Treibstoff für die Umleitung: 800 Euro
- Hotelkosten für 160 Passagiere und die Crew: 7.000 Euro
- Landungs- und Abfertigungsgebühren in Porto: 2.500 Euro
- Kosten für den Ersatz der Crew (zur Einhaltung der gesetzlichen Flugstundenbegrenzung): 1.800 Euro
- Verlust von Verkaufsumsätzen im Flugzeug: 750 Euro
- Rechtskosten in Portugal: 2.500 Euro
Für Ryanair ist es inakzeptabel, dass hunderte Passagiere für das Fehlverhalten eines betrunkenen Fluggastes bezahlen müssen. Dies verursacht nicht nur Kosten, sondern gefährdet auch die Urlaubspläne aller, da sie mehr als 24 Stunden unnötig im Transit verlieren.
Neben der Klage fordert Ryanair die Flughäfen auf, Maßnahmen zur Begrenzung des Alkoholkonsums zu ergreifen. Der Sprecher äußerte sich dazu ausführlich:
Es ist an der Zeit, dass die EU-Behörden Maßnahmen ergreifen, um den Alkoholverkauf in Flughäfen zu beschränken. Fluggesellschaften wie Ryanair begrenzen den Alkoholausschank bereits an Bord, insbesondere bei störenden Passagieren.
Während Flugverspätungen konsumieren Passagiere jedoch unbegrenzt Alkohol in Flughäfen, ohne Mengenbegrenzung.
Wir verstehen nicht, warum Passagiere in Flughäfen nicht auf zwei alkoholische Getränke limitiert werden (unter Verwendung ihrer Bordkarte, ähnlich wie bei Duty-Free-Verkäufen), denn das würde sichereres Verhalten an Bord fördern und das Reiseerlebnis für Passagiere und Crew in ganz Europa sicherer machen.
Diese Aussage stößt auch bei anderen Fluggesellschaften auf Zustimmung, die ähnliche Maßnahmen fordern.
