Am Fuß der Kerry Mountains bieten die Seen von Killarney eine spektakuläre Kulisse zum Angeln in Irland. Umgeben von alten Wäldern, Gipfeln und historischen Stätten, beherbergen ihre Gewässer unter anderem wilde Bachforellen und Atlantische Lachse. Geangelt wird hauptsächlich im Lough Leane, aber auch im Muckross Lake und im Upper Lake.
Angeln im Killarney-Nationalpark will jedoch gut vorbereitet sein. Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Zielfisch, Jahreszeit und Zugang zum See. Für Lachs und Meerforelle ist eine nationale Lizenz erforderlich, während die private Schifffahrt innerhalb des Parks streng geregelt ist.
Die Seen von Killarney bilden ein weitläufiges natürliches Netz, das von den umliegenden Flüssen und Bergen gespeist wird. Ihr Wasser fließt anschließend in den River Laune, der bei Killorglin in den Atlantik mündet. Über diese Verbindung können Lachse während ihrer Wanderung bis zu den Seen aufsteigen.
Der Lough Leane, auch Lower Lake genannt, ist der größte See und bei Anglern am beliebtesten. Er erstreckt sich vor Ross Castle und umfasst mehrere Inseln, darunter Innisfallen Island. Seine flachen Buchten und vergleichsweise gut zugänglichen Ufer sind zum Forellen- und Lachsangeln gefragt.
Der Muckross Lake, manchmal auch Middle Lake genannt, hat tiefere Gewässer und ist besonders waldreich. Er wird vom Torc Mountain überragt und durch die Muckross-Halbinsel vom Lough Leane getrennt. Hier wird eher zurückhaltend geangelt.
Wilder und abgeschiedener erstreckt sich der Upper Lake inmitten der Berge im westlichen Teil des Parks. Sein schwierigerer Zugang und die rasche Wetteranfälligkeit machen ihn eher zu einem Revier für Angler mit Begleitung oder mit sehr guten Ortskenntnissen.
Die Seen von Killarney sind vor allem für ihre natürlichen Bestände an Bachforellen bekannt. Die üblichen Fänge bleiben meist eher klein, doch im Lough Leane leben auch Feroxforellen – große Raubfische, die sich unter anderem von anderen Fischen ernähren.
Diese Feroxforellen können beachtliche Größen erreichen. Sie werden vor allem durch Schleppangeln mit Kunstködern in den tieferen Bereichen des Sees gefangen. Ihr langsames Wachstum und ihr ökologischer Wert erfordern einen besonders verantwortungsvollen Umgang, möglichst mit konsequentem Zurücksetzen.
Der Atlantische Lachs ist die andere wichtige Zielfischart. Die Fische steigen vom Ozean über den River Laune auf, bevor sie den Lough Leane und die Wasserläufe des Killarney-Einzugsgebiets erreichen. Die Fangergebnisse schwanken deutlich je nach Niederschlag, Wasserstand der Flüsse und Verlauf der Fischwanderungen.
Das Fliegenfischen eignet sich besonders für Bachforellen. Im Frühjahr und Sommer können verschiedene Insektenschlüpfe Phasen erhöhter Oberflächenaktivität auslösen. Oliven, Zuckmücken und Köcherfliegen gehören zu den Insektenfamilien, die im Seensystem von Killarney traditionell beobachtet werden.
Zum Angeln auf Lachse und große Feroxforellen wird eher das Schleppangeln eingesetzt. Es ermöglicht, die weiten Wasserflächen des Lough Leane abzudecken und verschiedene Tiefen abzusuchen. Diese Methode setzt jedoch gute Kenntnisse des Sees, seiner Untiefen und seiner mitunter sehr raschen Wetterwechsel voraus.
An einigen zugänglichen Stellen ist auch das Angeln vom Ufer aus möglich, allerdings nur eingeschränkt. Vegetation, Privatgrundstücke, plötzlich abfallende Uferbereiche und der Schutz mehrerer Lebensräume begrenzen die Zahl geeigneter Plätze. Beschilderungen müssen unbedingt beachtet werden, und Privatgrund darf nicht ohne Erlaubnis betreten werden.
Das Angeln vom Boot aus ist auf dem Lough Leane üblich, doch das Zuwasserlassen eines Privatboots im Nationalpark ist reglementiert. Der National Parks and Wildlife Service weist darauf hin, dass derzeit keine neuen Genehmigungen für die private Schifffahrt erteilt werden; möglich ist lediglich die Aufnahme in eine Warteliste.
Für Reisende ist es daher am einfachsten, einen Ausflug bei einem Guide oder lokalen Anbieter zu buchen, der über die erforderlichen Genehmigungen und Versicherungen verfügt. Die Begleitung hilft zudem, die Angelgebiete, geeigneten Techniken und die am Ausflugstag geltenden Regeln besser zu verstehen.
Das Tragen einer Rettungsweste ist unerlässlich. Vom Ufer aus mögen die Seen ruhig wirken, doch zwischen den Bergen kann der Wind mitunter schnell auffrischen. Die Wassertemperatur bleibt auch im Sommer niedrig, und in einigen Bereichen ändert sich die Wassertiefe abrupt.
Das Angeln auf Bachforelle in den Seen von Killarney ist in der Regel ohne nationale Lizenz oder spezielle Angelerlaubnis möglich. Diese Freiheit berechtigt jedoch weder zum Betreten von Privatgrund noch zur Nutzung eines Boots ohne Genehmigung.
Eine nationale Lachsfischereilizenz ist hingegen verpflichtend, sobald auf Lachs oder Meerforelle geangelt wird. Dies gilt auch dann, wenn der Fisch wieder freigelassen werden muss. Während des Angelns müssen die Lizenz, das Fangbuch und gegebenenfalls die Kennzeichnungsmarken mitgeführt werden.
Im Jahr 2026 gehört der River Laune zu den irischen Gewässern, die unter Vorbehalt nationaler und lokaler Quoten für die Entnahme geöffnet sind. Da sich die Regelungen im Laufe des Jahres ändern können, ist es unerlässlich, vor jedem Ausflug auf der offiziellen Website von Inland Fisheries Ireland den Status des Laune-Einzugsgebiets zu prüfen.
Die traditionell angegebene Saison für Bachforellen im Seensystem von Killarney und des Laune erstreckt sich vom 15. Februar bis zum 12. Oktober. Zwischen April und September sind die Bedingungen in der Regel günstiger, wenn die Insektenaktivität zunimmt und die Temperaturen milder werden.
Die Lachssaison dauert im System des Laune und der Seen von Killarney üblicherweise vom 17. Januar bis zum 30. September. Die interessantesten Aufstiege werden häufig zwischen Frühsommer und September beobachtet, ihre Stärke hängt jedoch stark von der Wasserführung der Flüsse ab.
Für die Saison 2026 erlaubt die nationale Regelung auf Gewässern, die für die Entnahme geöffnet sind, höchstens sieben Lachse oder Meerforellen über 40 Zentimeter pro Angler. Zwischen dem 3. April und dem 31. Mai darf nur ein Fisch entnommen werden. Vom 1. Juni bis zum 31. August liegt die nationale Grenze bei drei Fischen pro Tag, innerhalb der jährlichen Quote. Ab dem 1. September müssen alle Lachse und Meerforellen über 40 Zentimeter zurückgesetzt werden.
Diese nationalen Höchstgrenzen begründen kein automatisches Recht zur Entnahme. Lokale Beschränkungen, Quoten oder eine Rücksetzpflicht können weiterhin gelten. Die offiziellen Regeln des jeweiligen Tages haben daher stets Vorrang vor allgemeinen Informationen.
Das Forellenangeln von einem zugelassenen öffentlichen Bereich aus erfordert an den Seen von Killarney in der Regel keinen Kauf einer Genehmigung. Die Kosten steigen, wenn ein Boot, ein Guide oder Ausrüstung gebucht wird.
Für das Angeln auf Lachs oder Meerforelle ist eine nationale Lizenz erforderlich. Es gibt mehrere Optionen, von der Tageslizenz bis zur Jahreslizenz. Die offiziellen Preise können sich ändern: Eine Tageslizenz kostet etwa 36 €, eine Lizenz für 21 Tage 50 € und eine Jahreslizenz für alle Bezirke 100 €. Die Lizenz umfasst weder Boot noch Ausrüstung oder die Dienste eines Guides.
Der Preis eines begleiteten Ausflugs hängt von dessen Dauer, der Teilnehmerzahl, der bereitgestellten Ausrüstung und der gewünschten Angelart ab. Vor der Buchung sollte bestätigt werden, dass der Anbieter über die erforderlichen Genehmigungen verfügt, um im Nationalpark zu fahren und gewerblich tätig zu sein.
Die Seen liegen in einem Nationalpark und einem von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat. Das Angeln muss daher mit dem Schutz der Lebensräume, der ungestörten Tierwelt und dem Erhalt der Wildfischbestände vereinbar bleiben.
Das Zurücksetzen wird ausdrücklich empfohlen, insbesondere bei Feroxforellen und großen Laichfischen. Der Fisch sollte so kurz wie möglich mit nassen Händen angefasst und beim Hakenlösen, sofern die Bedingungen es zulassen, im Wasser gehalten werden. Widerhakenlose Haken verringern Verletzungen und erleichtern ein schnelles Freilassen.
Ausrüstung, Stiefel und Gegenstände, die mit dem Wasser in Berührung kommen, müssen überprüft, gereinigt und vollständig getrocknet werden, bevor von einem See oder Fluss zum nächsten gewechselt wird. Diese Vorsichtsmaßnahme begrenzt die Ausbreitung invasiver Arten und von Krankheitserregern. An den Ufern dürfen weder Abfälle noch Angelschnüre oder Haken zurückgelassen werden.
Wichtigste Gebiete: Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake.
Zielfische: Bachforelle, Feroxforelle, Atlantischer Lachs und, seltener, Meerforelle.
Forellenangeln: an den Seen in der Regel kostenlos, in Bereichen mit erlaubtem Zugang.
Angeln auf Lachs und Meerforelle: nationale Lizenz erforderlich, auch bei ausschließlichem Zurücksetzen.
Privatboot: Genehmigung erforderlich; laut Nationalpark sind derzeit keine neuen Genehmigungen für die private Schifffahrt verfügbar.
Kontakt der Parkranger: +353 64 663 5215.
Anfragen zu Genehmigungen: [email protected].
Tipp: Vor dem Ausflug die Parkranger oder Inland Fisheries Ireland kontaktieren, um erlaubte Bereiche, geltende Vorschriften und mögliche vorübergehende Einschränkungen zu bestätigen.
Die wichtigsten Infos für die Planung deines Besuchs: Wegbeschreibungen, Anfahrtsmöglichkeiten und Buchungsoptionen.