Irish Pubs sind Treffpunkte voller Geselligkeit und fest in der irischen Identität verwurzelt. Die Geschichte dieser beliebten Lokale reicht mehrere Jahrhunderte zurück – bis ins Mittelalter, zur Zeit der Tavernen und Gasthäuser. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Irish Pubs mit eigenen Traditionen und Besonderheiten zu der Institution, die wir heute kennen und schätzen.
Die ersten Irish Pubs in Irland entstanden bereits vor langer Zeit – ihre Geschichte verliert sich oft im Nebel der Vergangenheit. Allgemein gilt jedoch, dass die Ursprünge der heutigen Pubs bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.
Es waren die Wikinger, die während ihrer Besiedlung Irlands das Konzept von Tavernen und Gasthäusern einführten. Diese frühen Lokale waren Orte, an denen Menschen zusammenkamen, um zu trinken, zu essen und sich auszutauschen. Die Tradition der Gastfreundschaft und des geselligen Beisammenseins bei einem Getränk war jedoch schon vor der Ankunft der Wikinger fest in der keltischen Kultur verankert.
Daher überrascht es nicht, dass der älteste noch betriebene Irish Pub Irlands das Sean’s Bar ist – ein Pub aus dem 10. Jahrhundert!
Im 12. Jahrhundert erlebte Irland die normannische Invasion. Die Normannen, eine aus der walisischen Grenzregion stammende Aristokratie, brachten neue Lebensweisen auf die grüne Insel – allen voran ihre Vorliebe für Wein. Sie ließen ganze Fässer nach Irland bringen und organisierten regelmäßige Verkostungen in den lokalen Tavernen und Gasthäusern.
Schon bald wurden diese Tavernen in Irland immer beliebter. Man trank Wein, genoss Musik und gutes Essen. Ihren eigentlichen Aufschwung erlebten die Lokale jedoch unter Heinrich II., als erstmals offizielle Lizenzen für den Bierverkauf vergeben wurden – die Geburtsstunde der ersten echten „Public Houses“.
Der Begriff „Pub“ leitet sich vermutlich vom walisischen „pobel“ für „Volk“ ab. Diese Public Houses, später als Irish Pubs bekannt, wurden zu Orten der Geselligkeit und des Austauschs.
Im 16. Jahrhundert revolutionierte die Einführung von Hopfen durch britische Siedler die Bierherstellung. Der Bierhandel florierte und die Irish Pubs wurden zu zentralen Treffpunkten des gesellschaftlichen Lebens.
Mit der Einführung von Whiskey nahm das Irish Pub zudem die Form an, die wir heute kennen: Ein Treffpunkt für alle, die irische Getränke wie Bier, Whiskey oder Cider genießen möchten.
Auch das Speisenangebot wurde vielfältiger, blieb aber der lokalen Tradition treu: Irish Stew, Colcannon, frischer Fisch, Lamm – einfache, preiswerte Gerichte, die die irische Identität der Public Houses unterstreichen.
Zudem wurden Biere „Made in Ireland“ zu echten Klassikern: Die 1759 gegründete Guinness-Brauerei machte Stout zum Markenzeichen der Irish Pubs – genauso wie Musik, Tanz und gemeinsames Singen, bei dem Dutzende Iren traditionelle Lieder anstimmen.
Auch die industrielle Revolution prägte die Entwicklung der Irish Pubs. Mit wachsender Urbanisierung und besseren Verkehrsverbindungen florierten die Pubs in den Städten und wurden zu sozialen Zentren für Arbeiter und die lokale Gemeinschaft. In dieser Zeit entstanden große Brauereien, die die irische Bierkultur maßgeblich beeinflussten.
Nach der Unabhängigkeit 1922 förderte der Irische Freistaat die Produktion heimischer Biere. Die Zahl der Irish Pubs stieg rasant – sie wurden zum Herzstück des irischen Soziallebens.
Als echte Institutionen ermöglichen sie es Iren aller Gesellschaftsschichten, sich zu treffen, zu singen und natürlich gemeinsam anzustoßen!
Auch heute noch erfüllen traditionelle Pubs diese wichtige Rolle als Orte des gemeinschaftlichen Lebens. Sie tragen seit Jahrhunderten den Geist und die Seele der keltischen Nation in sich! Ihr Erfolg ist so groß, dass Irish Pubs mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden sind – in den USA, Europa, Asien… und bieten überall ein Stück irische Geselligkeit!
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