Blauflossenthunfische sollen am Mittwoch, dem 4. November 2026, vor Ballyteige Beach im County Wexford bei der Jagd beobachtet worden sein. South East Radio berichtete am folgenden Tag über die Sichtung, ohne dass diese konkrete Beobachtung unabhängig bestätigt wurde. Die Rückkehr des Blauflossenthunfischs in die Gewässer vor Irland ist hingegen dokumentiert. Um zu verstehen, was einen Räuber dieser Größe in Küstennähe lockt, muss man zunächst auf die kleinen Fische schauen.
Was Blauflossenthunfische vor Irland suchen
Fischschwärme im kühlen Atlantikwasser
Makrelen, Heringe und Sprotten zählen zu den Beutetieren, die Blauflossenthunfische anlocken können. Wenn die Jagd bis an die Oberfläche reicht, kann das Wasser innerhalb weniger Sekunden in Bewegung geraten. Vom Ufer aus kann das Spektakel eindrucksvoll sein, doch Schaum und Spritzer reichen nicht aus, um die Art zu bestimmen.
Der Atlantische Blauflossenthunfisch ist der größte unter den Thunfischen. Inland Fisheries Ireland zufolge kann er 65 km/h erreichen. Außerdem speichert er einen Teil der Wärme, die seine Muskeln erzeugen. Diese Besonderheit hilft ihm, in kühleren Gewässern aktiv zu bleiben, wo er auf Nahrungssuche geht. Sein Vorkommen rund um Irland ist saisonal: RTÉ verortet diesen Zeitraum in der Regel zwischen Juli und November.
Warum der Blauflossenthunfisch in irische Gewässer zurückkehrt
Bestände erholen sich, Fische werden genau verfolgt
Fangbeschränkungen haben zur Erholung des Bestands beigetragen, berichtet The Irish Times. Im Umfeld eines einzelnen Strandes können auch die Bewegungen der Beutefische und die Bedingungen auf See eine Rolle spielen. Die Erholung des Bestands erklärt, warum die Art wieder regelmäßiger gemeldet wird; sie erlaubt jedoch keine Vorhersage darüber, wo ein Schwarm am nächsten Tag jagen wird.
Das irische Programm Tuna CHART hilft dabei, die Bewegungen dieser Fische genauer zu erfassen. Zugelassene Skipper fangen, markieren und setzen die Thunfische im Rahmen der wissenschaftlichen Beobachtung wieder frei. Wird ein markierter Fisch an einem anderen Ort wiedergefunden, lässt sich über seine Marke eine Verbindung zwischen beiden Punkten herstellen. Die Zeitung berichtet, dass zwei markierte Exemplare wiedergefunden wurden: eines vor der Nordküste Frankreichs, das andere vor der Südküste Spaniens. Diese Routen vermitteln einen Eindruck von dem Maßstab, in dem die Präsenz des Blauflossenthunfischs in irischen Gewässern betrachtet werden muss.
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