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Bob Geldof ist ein Name, der keiner Vorstellung mehr bedarf. Er ist der ikonische irische Sänger, Songwriter und politische Aktivist, der in den 1970er und 1980er Jahren als Frontmann der Boomtown Rats bekannt wurde.
Vor allem ist er für sein humanitäres Engagement und seinen Aktivismus bekannt, insbesondere für die Organisation der legendären Live Aid-Konzerte im Jahr 1985, die Millionen von Dollar sammelten, um den Opfern der Hungersnot in Afrika zu helfen.

Bob Geldof – Stefan Schäfer, Lich – cc
Bob Geldof wurde am 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire, Irland, geboren. Er wuchs in einer Familie mit sechs Kindern auf und besuchte die Jesuitenschule in Blackrock.
Seine Mutter Evelyn war Hausfrau, sein Vater Robert Lkw-Fahrer.
Bob beschreibt seine Jugend als einsam und entbehrungsreich und fand oft Zuflucht in der Musik.
1975 gründete er seine erste Band, The Boomtown Rats, und erlangte schnell lokale Bekanntheit durch energiegeladene Auftritte und Punkmusik. Doch erst mit der Veröffentlichung ihrer Single „Lookin‘ After No. 1“ im Jahr 1977 gelang der Durchbruch.
Die Band veröffentlichte anschließend eine Reihe erfolgreicher Alben, darunter „A Tonic for the Troops“ (1978) und „The Fine Art of Surfacing“ (1979).
Die Gruppe zeichnete sich durch eine geschickte Mischung aus Punk, New Wave und Rock aus, mit oft sozialkritischen, engagierten und politischen Texten.
Bob Geldof war der charismatische Frontmann, bekannt für seine Bühnenenergie und markante Stimme.
1982 veröffentlichten die Boomtown Rats ihre bekannteste Single „I Don’t Like Mondays“. Das Lied wurde durch eine Schießerei an einer Grundschule in San Diego, Kalifornien, inspiriert, bei der fünf Menschen ums Leben kamen.
Der Song wurde ein Hit und katapultierte die Band auf die internationale Bühne. Gegen Ende der 1980er Jahre begann jedoch der Popularitätsverlust, und 1986 gaben die Boomtown Rats ihre Trennung bekannt.
Das Ende der Boomtown Rats bremste Bob Geldofs Ambitionen keineswegs. 1984 sah er eine Fernsehsendung über die Hungersnot in Äthiopien. Das war für ihn ein Wendepunkt: Tief erschüttert beschloss er, ein Konzert zur Sammlung von Hilfsgeldern für Äthiopien zu organisieren.
Das Konzert, genannt Live Aid, fand am 13. Juli 1985 in den Stadien Wembley in London und John F. Kennedy in Philadelphia statt. Es erreichte ein weltweites Publikum von 1,5 Milliarden Menschen und sammelte über 100 Millionen Dollar für die humanitäre Hilfe in Äthiopien – ein wahrhaftiger Erfolg!
Nach Live Aid setzte Bob Geldof sein Engagement für humanitäre Hilfe und Armutsbekämpfung fort. Er gründete die Wohltätigkeitsorganisation Band Aid Trust, die weitere Benefizkonzerte zur Unterstützung Afrikas organisierte. Zudem arbeitete er als Sondergesandter der Vereinten Nationen für Afrika. 2005 organisierte er das Benefizkonzert Live 8, das in mehreren Städten weltweit stattfand und die Öffentlichkeit für Armut und Schuldenprobleme in Afrika sensibilisieren sollte.
Bob Geldof war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Paula Yates, eine britische Fernsehmoderatorin, mit der er drei Töchter hatte: Fifi Trixibelle, Peaches und Pixie. Ihre Ehe endete 1996, nachdem Paula Yates eine Beziehung mit dem Sänger Michael Hutchence, dem Frontmann der Band INXS, begann.
2014 starb Peaches Geldof, Bob Geldofs zweite Tochter, an einer Heroin-Überdosis. Ihr Tod war ein schwerer Schlag für Bob Geldof und seine Familie. Peaches war 25 Jahre alt, eine bekannte Fernseh- und Modepersönlichkeit sowie Mutter von zwei Kindern. Sie folgte auch dem Engagement ihres Vaters im Aktivismus und humanitären Einsatz.
Trotz seines humanitären Wirkens und Aktivismus wurde Bob Geldof für seinen paternalistischen Ansatz kritisiert und dafür, komplexe Probleme von Armut und Ungerechtigkeit in Afrika zu vereinfachen.
Einige argumentierten, seine Benefizkonzerte verstärkten westliche Stereotype über Afrika als armen und elenden Kontinent.
Andere kritisierten seine Nähe zu politischen Autoritäten, insbesondere zu Tony Blair, den er während dessen Amtszeit als britischer Premierminister unterstützte.
Unbestritten hat Bob Geldof einen enormen Einfluss auf Musik und humanitären Aktivismus gehabt. Er war einer der ersten Musiker, der seine Berühmtheit nutzte, um auf wichtige soziale und politische Themen aufmerksam zu machen. Sein humanitäres Engagement inspirierte viele Künstler wie Bono und trug dazu bei, das Bewusstsein für Armut und Ungerechtigkeit weltweit zu schärfen. Seine Musik gilt weiterhin als einflussreich und innovativ und hat zahlreiche Künstler inspiriert.