Brendan Gleeson ist ein irischer Schauspieler, der regelmäßig in Hollywood-Filmen zu sehen ist. Sein Talent und Charisma ermöglichten ihm Rollen in großen Spielfilmen wie Braveheart, Harry Potter, Kingdom of Heaven, Troja, Gangs of New York oder auch Die Banshees von Inisherin.
Brendan Gleeson wurde am 29. März 1956 in Dublin geboren und verbrachte seine Kindheit mit einer ausgeprägten Leidenschaft für Literatur und große irische Schriftsteller.
Doch der junge Ire schlug nicht sofort den Weg zum Film ein. Tatsächlich war er über ein Jahrzehnt lang Lehrer, bevor er seiner Leidenschaft für die Schauspielerei folgte. In seiner Heimat begann er seine Schauspielkarriere.
Er schloss sich dem Dublin Shakespeare Festival an, während er seine Zeit damit verbrachte, auf der Straße Musik zu machen.
Doch Gleeson wollte mehr und entschied sich, seine irische Heimat zu verlassen, um die renommierte Royal Academy of Dramatic Art in London zu besuchen, wo er nach drei Jahren seinen Abschluss machte. Anschließend trat er der Royal Shakespeare Company bei und spielte dort mehrere Jahre Theaterstücke…

Bilder aus dem Film Die Banshees von Inisherin
Gleeson suchte bald neue Herausforderungen und wollte das Kinoerlebnis ausprobieren.
Er absolvierte schnell zahlreiche Vorsprechen und erhielt die Rolle des Michael Collins in dem Fernsehfilm „The Treaty“, produziert von RTE One.
Bereits 1990 wurde Brendan Gleeson von Hollywood entdeckt und spielte in „Horizons Lointain“ (mit Tom Cruise und Nicole Kidman), „Das Pferd aus dem Meer“ und dem berühmten Film „Braveheart“, in dem er Amish Campbell, den besten Freund von William Wallace (gespielt von Mel Gibson), verkörperte.
Seinen Durchbruch hatte er jedoch mit der Rolle in „The General“ im Jahr 1998, in dem er einen irischen Kriminellen darstellte und dafür viel Lob sowie mehrere Auszeichnungen erhielt.
Der Erfolg stellte sich ein, und Gleeson übernahm zahlreiche Rollen, dank seines schauspielerischen Talents und seiner sympathischen Ausstrahlung. Man sah ihn in Mission Impossible 2, Lake Placid, The General, 28 Days Later, Gangs of New York, A.I. Künstliche Intelligenz, Kingdom of Heaven, Brügge sehen… und sterben?, sowie Harry Potter.
Seine Leistung im irischen Drama „Calvary“ von 2014 wurde ebenfalls von der Kritik gefeiert. Mit diesem Film setzte er sich mit tiefgreifenden gesellschaftlichen Themen Irlands auseinander – ein Engagement für die sensiblen Fragen seiner Heimat.
Im Laufe der Jahre wechselte er zwischen großen Hollywood-Produktionen und eher intimen, unabhängigen Filmen. Auch als Synchronsprecher, unter anderem für den Animationsfilm Riverdance, lieh er seine Stimme.
Zu seinen jüngsten bemerkenswerten Rollen zählt die in „The Banshees of Inisherin“, in dem er erneut mit seinem irischen Freund und Kollegen Colin Farrell vor der Kamera stand. Ihr scharfzüngiges Duo katapultierte den Film 2023 zu einem der besten des Jahres, vielfach ausgezeichnet bei den Oscars.
Es ist kein Geheimnis, dass Schauspielerei bei den Gleesons Familiensache ist. Seine Söhne Domhnall und Brian Gleeson sind ebenfalls Schauspieler und standen gelegentlich gemeinsam mit ihrem Vater vor der Kamera, was die Gleeson-Dynastie in der Filmbranche stärkt.
Die Familie ist ein Stolz für die Iren, die in diesen talentierten Schauspielern eine Möglichkeit sehen, Irland international zu repräsentieren.
Brendan Gleeson ist bekannt dafür, sein Privatleben eher zurückhaltend zu gestalten, eine Eigenschaft, die bei irischen Persönlichkeiten häufig anzutreffen ist. Dennoch sind einige Details öffentlich und geben ein umfassenderes Bild des Mannes hinter dem Schauspieler.
Ein bekanntes Merkmal seines Privatlebens ist seine Rolle als Vater. Er ist mit Mary Gleeson verheiratet und hat vier Söhne: Domhnall, Fergus, Brían und Rúairí.
Neben seiner Leidenschaft für die Schauspielerei ist Brendan Gleeson auch ein Musikliebhaber. Er spielt mehrere Instrumente und veröffentlichte sogar ein Album, „The Walworth Farce“, in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Domhnall. Die Liebe zur Musik ist somit offensichtlich eine Familienangelegenheit.