Nordirland: Bombenexplosion an der Grenze zu Irland
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Nordirland: Bombenexplosion an der Grenze zu Irland

Die Bombe verursachte keine Verletzten, ist aber eine Folge der Brexit-Krise

Union Jack - Iker Merodio - cc

Am Montag, den 19. August, explodierte in Newtonbutler, Nordirland, eine Bombe, glücklicherweise ohne Verletzte. Die Explosion ereignete sich nur wenige Kilometer von der Grenze zur Republik Irland entfernt und richtete sich laut Polizeiangaben offenbar gegen Mitglieder der nordirischen Polizei.

Nach Ermittlungen könnte der Anschlag von einer dissidenten Gruppe wie der Continuity IRA oder der New IRA verübt worden sein. Bislang gab es jedoch keine offizielle Stellungnahme dieser Gruppen, sodass die Hintergründe noch unklar sind.

Glücklicherweise wurde die Polizei bereits am Samstagabend über einen verdächtigen Gegenstand in der Nähe der Wattle Bridge in derselben Region informiert. Die Behörden reagierten umgehend und starteten am Sonntagmorgen eine groß angelegte Suchaktion.

Die Bombe detonierte schließlich am Montagmorgen an einer anderen Stelle, auf einer Hauptstraße, ohne dass Personen zu Schaden kamen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich um einen gezielten Versuch handelte, die Polizei und Kollegen der Antiterroreinheit in die Gegend zu locken, um sie zu töten“, erklärte Stephen Martin, stellvertretender Polizeichef von Nordirland.

Dieser Bombenanschlag scheint eine direkte Folge des Brexit zu sein, dessen Verhandlungen derzeit noch andauern. Die Unsicherheiten und Schwierigkeiten rund um diese heikle Frage wirken sich unmittelbar auf Nordirland aus und wecken düstere Erinnerungen an die Problematik einer physischen Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland.

Wird Nordirland zum Spielball des Vereinigten Königreichs und weiter von der irischen Insel abgeschnitten? Wird die wirtschaftliche Lage die nordirischen Bewohner in eine prekäre Situation stürzen?

Diese Fragen spiegeln die anhaltenden Spannungen in der Provinz wider.

Denn eine mögliche Grenze könnte an die traurige Zeit der „Troubles“ erinnern, die Nordirland bereits erlebt hat, als Republikaner und Loyalisten über 30 Jahre lang mit Bombenanschlägen und anderen Gewalttaten gegeneinander kämpften…