5,2 Millionen Euro, um eines der meistfotografierten Schlösser Irlands zu retten
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5,2 Millionen Euro, um eines der meistfotografierten Schlösser Irlands zu retten

von Gwen LE COINTRE
Das Dunguaire Castle - © kwiatek7

Dunguaire Castle ist seit mehreren Jahren geschlossen, wird von Touristen jedoch weiterhin fotografiert und sucht nun nach einem Ausweg. 2026 wären rund 5,2 Millionen Euro nötig, um das Wahrzeichen von Kinvara zu restaurieren; ein Erwerb durch den irischen Staat gehört zu den geprüften Lösungen.

Es ist eines der meistfotografierten Schlösser Irlands, doch seine Zukunft hängt weiterhin an einer besonders komplexen Frage. In Kinvara im County Galway ist Dunguaire Castle seit mehreren Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen. 2026 gibt es jedoch neue Entwicklungen: Kommunalbehörden, der irische Staat und Denkmalschützer bemühen sich um eine Lösung, um das Bauwerk zu restaurieren und wieder für Besucher zugänglich zu machen.

Die Herausforderung ist beträchtlich. Die Kosten der notwendigen Arbeiten werden inzwischen auf rund 5,2 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommt eine weitere zentrale Frage: Wem das Schloss gehören soll und welche Organisation seine langfristige Verwaltung übernehmen wird.

Für die Restaurierung von Dunguaire Castle wären 5,2 Millionen Euro nötig

Die Kosten gehen weit über eine bloße Instandsetzung des Bauwerks hinaus

Die Wiedereröffnung von Dunguaire Castle erfordert längst mehr als einige Reparaturen, bevor die Türen wieder aufgeschlossen werden können.

Nach mehreren Jahren der Schließung verlangt der Zustand des Bauwerks ein wesentlich umfangreicheres Arbeitsprogramm. Die 2026 genannten Schätzungen beziffern die erforderliche Summe inzwischen auf rund 5,2 Millionen Euro.

Dieser Betrag zählt zu den größten Hindernissen, die einer Lösung im Weg stehen. Der Galway County Council beteiligt sich an den Gesprächen über die Zukunft des Schlosses, kann ein Projekt dieser Größenordnung jedoch nicht allein stemmen.

Im Mittelpunkt steht daher die Suche nach einem Modell, das mehrere öffentliche Akteure zusammenbringt. Es geht nicht nur darum, die Restaurierung zu finanzieren, sondern auch sicherzustellen, dass das Schloss anschließend dauerhaft unterhalten und betrieben werden kann.

Warum ist die Angelegenheit um Dunguaire Castle so kompliziert?

Auch die Eigentumsfrage muss geklärt werden

Die Kosten der Arbeiten sind nicht das einzige Problem.

Dunguaire Castle gehört derzeit nicht dem irischen Staat. Bevor eine umfassende öffentliche Restaurierung in Betracht gezogen werden kann, muss daher auch geklärt werden, wer Eigentümer des Bauwerks wird und wer anschließend seine Verwaltung übernimmt.

Diese Besonderheit erklärt zum Teil, warum die Situation trotz der großen Bekanntheit des Schlosses so lange anhält.

2026 suchen mehrere öffentliche Akteure jedoch nach einem Ausweg. Dabei geht es insbesondere um einen möglichen Erwerb, durch den das Bauwerk unter öffentliche Kontrolle käme und seine Restaurierung erleichtert würde.

Der irische Staat könnte eingreifen, um das Schloss zu retten

Ein öffentlicher Erwerb gehört zu den geprüften Optionen

Eine der wichtigsten Entwicklungen in dieser Angelegenheit betrifft gerade die Möglichkeit eines direkten Eingreifens des Staates.

Das Department of Housing, Local Government and Heritage hat die Möglichkeit eines Erwerbs der Eigentumsrechte an Dunguaire Castle geprüft. Ein solcher Schritt würde die Situation grundlegend verändern, da die Zukunft des Bauwerks dann im Rahmen des irischen öffentlichen Kulturerbes betrachtet werden könnte.

Das Office of Public Works, das bereits zahlreiche historische Denkmäler in ganz Irland erhält und verwaltet, hat seinerseits erklärt, bereit zu sein, die Instandhaltung und Verwaltung von Dunguaire Castle zu übernehmen, falls das Bauwerk in staatlichen Besitz übergeht.

Diese Möglichkeit ist noch keine Ankündigung einer Wiedereröffnung. Sie bietet jedoch einen konkreten Ansatz, um eine seit mehreren Jahren festgefahrene Situation zu lösen.

Fáilte Ireland könnte sich an der Finanzierung beteiligen

Das touristische Potenzial von Dunguaire ist weiterhin beträchtlich

Auch die für die Tourismusentwicklung in Irland zuständigen Organisationen interessieren sich für die Angelegenheit.

Eine Beteiligung von Fáilte Ireland zählt zu den erwogenen Lösungen, um die für das Projekt notwendigen Mittel aufzubringen. Die Finanzierung soll jedoch zwischen mehreren Akteuren aufgeteilt werden, statt von einer einzigen Organisation getragen zu werden.

Dieses mögliche Engagement ist leicht zu erklären: Trotz seiner Schließung genießt Dunguaire Castle weiterhin eine außergewöhnliche touristische Bekanntheit.

Seine Silhouette am Ufer der Galway Bay ist aus der Vorstellung vom Westen Irlands kaum wegzudenken. Das Bauwerk liegt zudem an einer Strecke, die Reisende zwischen Galway, dem Burren und den Cliffs of Moher besonders häufig nutzen.

Die Restaurierung des Schlosses ist daher für Kinvara und den Süden des County Galway ebenso eine Frage des Kulturerbes wie des Tourismus.

In Kinvara formiert sich Unterstützung, um das Schloss zu retten

Eine lokale Kampagne fordert eine schnelle Lösung

Angesichts der langen Schließung wird die Angelegenheit nicht mehr nur in den Behörden diskutiert.

Rund um die Kampagne Save Kinvara Castle hat sich lokales Engagement formiert. Ihr Ziel ist es, die verschiedenen Beteiligten dazu zu bewegen, eine Lösung zu finden, die Dunguaire bewahrt und eine weitere Verschlechterung des Gebäudes verhindert.

Für ihre Unterstützer erhöht jedes weitere Jahr der Schließung das Risiko, dass die notwendigen Arbeiten noch umfangreicher und kostspieliger werden.

Die Initiative verweist auch auf die wirtschaftlichen Folgen der Situation. Dunguaire kann zwar weiterhin Reisende nach Kinvara locken, doch ein geschlossenes Bauwerk bringt dem Ort naturgemäß nicht dieselben Vorteile wie eine vollständig zugängliche Sehenswürdigkeit.

Die Angelegenheit um Dunguaire Castle zieht inzwischen internationale Aufmerksamkeit auf sich

Die New York Times befasste sich mit dieser ungewöhnlichen Schließung

Die Situation ist schließlich weit über die Grenzen des County Galway hinaus bekannt geworden.

Im Sommer 2026 befasste sich die New York Times mit dem Schicksal von Dunguaire Castle und dem Paradox, das dieses Bauwerk umgibt: ein weltweit fotografiertes Schloss, das bei Touristen weiterhin gefragt ist, dessen Tore aber geschlossen bleiben.

Diese internationale Aufmerksamkeit verschaffte der in Kinvara geführten Kampagne und den Gesprächen über die Zukunft des Ortes neue Sichtbarkeit.

Sie unterstreicht vor allem einen schwer zu übersehenden Widerspruch für den irischen Tourismus: Eines der markantesten Bauwerke im Westen des Landes zieht weiterhin Reisende an, obwohl ihnen im Inneren derzeit kein Besuchserlebnis geboten werden kann.

Ist eine Wiedereröffnung von Dunguaire Castle nun denkbar?

Mehrere Schritte stehen noch aus

Die Entwicklungen des Jahres 2026 sind ermutigend, doch ein Wiedereröffnungstermin wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Mehrere grundlegende Fragen müssen noch geklärt werden: der mögliche Erwerb des Schlosses, die Aufteilung der Finanzierung für die rund 5,2 Millionen Euro teuren Arbeiten, die genaue Festlegung des Restaurierungsprogramms und die Organisation der künftigen Verwaltung.

Ein Übergang in staatlichen Besitz in Verbindung mit einer Verwaltung durch das Office of Public Works könnte eine dauerhafte Lösung bieten. Er hängt jedoch weiterhin von den Entscheidungen der verschiedenen Beteiligten ab.

Die Angelegenheit ist damit in eine wichtige Phase eingetreten, ohne dass sie bereits entschieden wäre.

Eine Herausforderung, die weit über die Mauern des Schlosses hinausgeht

Kinvara hofft, seine Wahrzeichen-Sehenswürdigkeit zurückzugewinnen

Die Rettung von Dunguaire Castle geht über den bloßen Erhalt eines historischen Gebäudes hinaus.

Für Kinvara ist das Schloss ein echtes Wahrzeichen. Seine Wiedereröffnung würde die zahlreichen Fotostopps wieder in echte Besichtigungen verwandeln und Reisende dazu bewegen, länger im Ort zu bleiben.

Für das irische Kulturerbe geht es zudem darum, den langfristigen Erhalt eines Bauwerks zu sichern, dessen internationale Bekanntheit heute im Kontrast zur Fragilität seiner Situation steht.

Und für die Tausenden Reisenden, die weiterhin vor Dunguaire Halt machen, würde eine Restaurierung vor allem einer zumindest ungewöhnlichen Situation ein Ende setzen: Eines der berühmtesten Schlösser Irlands zu bewundern, ohne seine Tore durchschreiten zu können.

Sie planen einen Aufenthalt in Kinvara? In unserem umfassenden Reiseführer zu Dunguaire Castle finden Sie seine Geschichte, die aktuellen Zugangsbedingungen und nützliche Informationen für Ihren Besuch des Schlosses.