Donald Trump verspricht, die Zölle auf irischen Whiskey abzuschaffen
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Donald Trump verspricht, die Zölle auf irischen Whiskey abzuschaffen

von Gwen LE COINTRE
Trump souhaite revoir les droits de douane sur le whiskey irlandais- Go to Ireland.com

Der US-Präsident kündigte nach den Irish Open in Doonbeg die baldige Aufhebung des Zollsatzes von 10 % auf irischen Whiskey an. Die Maßnahme ist allerdings noch nicht in Kraft getreten.

Donald Trump hat angekündigt, die derzeit auf irischen Whiskey erhobenen US-Zölle abschaffen zu wollen. Die Branche hat diese Erklärung mit Spannung erwartet, denn die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Exportmarkt für irischen Whiskey.

Eine Ankündigung in Irland, zum Abschluss der Irish Open

Donald Trump verspricht, den Zollsatz von 10 % aufzuheben

Die Ankündigung erfolgte am 13. September 2026 bei der Siegerehrung der Irish Open im Trump International Golf Links & Hotel in Doonbeg im County Clare. Donald Trump erklärte dort, er werde die auf irischen Whiskey erhobenen Zölle abschaffen.

Der betreffende Zollsatz beträgt derzeit 10 %. Er ist Teil eines umfassenderen Pakets von Zöllen, das die Vereinigten Staaten auf mehrere Produkte aus der Europäischen Union erheben. Zuvor hatte der Satz bei 15 % gelegen, bevor er im Juli 2026 gesenkt wurde.

Der US-Präsident erklärte, mehrfach auf dieses Thema angesprochen worden zu sein, insbesondere von Taoiseach Micheál Martin und dem irischen Golfer Shane Lowry, dem Gewinner der Irish Open 2026.

Warum diese Entscheidung für irischen Whiskey wichtig ist

Die Vereinigten Staaten sind ein strategischer Markt

Die Aufhebung dieser Zölle könnte sich unmittelbar auf die irischen Exporte auswirken. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste internationale Absatzmarkt für irischen Whiskey und vereinen einen Großteil der Branchenverkäufe auf sich.

Die zusätzlichen Zölle belasteten die Margen von Produzenten, Importeuren und Vertriebshändlern und trugen zur Unsicherheit bei den Verkaufspreisen jenseits des Atlantiks bei. Ihre Abschaffung könnte die Wettbewerbsfähigkeit irischer Flaschen gegenüber anderen Spirituosen verbessern, die bereits von günstigeren Zollbedingungen profitieren.

Eine Entlastung für die gesamte Branche

Die Irish Whiskey Association setzt sich seit mehreren Monaten für eine Rückkehr zu einer zollfreien Situation ein. Nach Einschätzung der Organisation würde die Abschaffung des Zollsatzes nicht nur irischen Destillerien zugutekommen, sondern auch amerikanischen Importeuren, Vertriebshändlern, Bars, Restaurants und Einzelhändlern, die diese Produkte vertreiben.

Die Whiskeybranche ist zudem durch zahlreiche transatlantische Handelsbeziehungen geprägt, insbesondere rund um Bourbonfässer aus Kentucky und Tennessee. Eine Entspannung der Handelsspannungen kann sich daher in beide Richtungen auswirken.

Eine politische Ankündigung, aber noch keine in Kraft getretene Maßnahme

Ein konkretes Datum wurde noch nicht genannt

Donald Trumps Erklärung ist derzeit ein politisches Versprechen. Der US-Präsident präzisierte weder, zu welchem Zeitpunkt die Aufhebung der Zölle in Kraft treten soll, noch durch welchen regulatorischen Mechanismus sie umgesetzt würde.

Es bleibt daher eine formelle Entscheidung der US-Regierung abzuwarten, bevor der Zollsatz als tatsächlich abgeschafft gelten kann. Die irischen Produzenten verfolgen die Ankündigung dennoch mit großer Aufmerksamkeit, denn nach mehreren Monaten handelspolitischer Spannungen markiert sie einen wichtigen Stimmungswechsel.

Irischer Whiskey, ein wirtschaftliches und kulturelles Symbol

Eine Branche, die seit mehreren Jahren einen Aufschwung erlebt

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts erlebt irischer Whiskey ein spektakuläres Comeback. Die Zahl der Destillerien ist stark gestiegen, während sich zu traditionsreichen großen Häusern wie Jameson, Bushmills oder Tullamore D.E.W. eine neue Generation unabhängiger Produzenten gesellt hat.

Dieser Aufschwung zeigt sich auch im Tourismus. Viele Destillerien bieten heute Führungen, Verkostungen und immersive Erlebnisse an – von Dublin über das County Cork bis nach Nordirland, Donegal oder entlang des Wild Atlantic Way. Whiskey ist zu einem echten Besuchermagneten geworden, ebenso wie Guinness oder die großen irischen Landschaften.

Potenziell gute Nachrichten für irische Destillerien

Ein Handelsvorteil auf dem US-Markt

Wird die Abschaffung bestätigt, könnte sie irischen Marken ermöglichen, wieder bessere Margen zu erzielen und ihre Investitionen in den Vereinigten Staaten zu verstärken. Sie könnte außerdem dazu beitragen, die Preise für amerikanische Verbraucher zu stabilisieren.

Die Ankündigung erfolgt in einem Kontext, in dem Dublin bemüht ist, enge Wirtschaftsbeziehungen zu Washington zu bewahren. Donald Trumps Besuch in Irland war von mehreren politischen Ereignissen geprägt, doch dieses Versprechen zum Whiskey könnte für irische Exporteure eine der konkretesten wirtschaftlichen Ankündigungen sein.

Abgeglichen mit Quellen von Reuters, Associated Press und CNN sowie öffentlichen Erklärungen, über die während der Irish Open am 13. und 14. September 2026 berichtet wurde.