+
Haben Sie schon einmal gehört, dass Guinness eine Bier-Sorte sei, die eine ganze Mahlzeit ersetzen könnte? Dass dieses irische Bier so kalorienreich sei, dass es Ihren Magen für mehrere Stunden sättigt? Rund um Guinness halten sich viele Vorurteile hartnäckig. Es ist also höchste Zeit, mit den Mythen aufzuräumen!

Ein Guinness-Pint – © Mountain Ash Studio
Guinness is good for you! So lautet der Slogan, den die Dubliner Brauerei seit Jahrzehnten für ihr berühmtes Stout verwendet – gebraut seit 1759. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist das nur ein cleverer Marketingtrick oder steckt ein Funken Wahrheit darin?
Natürlich bleibt Bier Bier: Übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich – das muss nicht extra betont werden. Auch irisches Bier ist kein Wundermittel für die Gesundheit.
Dennoch sind sich Ernährungsexperten einig: Nein, Guinness ist nicht kalorienreicher als andere Biere. Überraschend sogar: Mit nur 210 Kalorien pro Pint ist es leichter als viele Konkurrenzbiere!
Vergessen Sie also das Vorurteil vom schweren, kalorienreichen Guinness, das eine Mahlzeit ersetzt. Die cremige Schaumkrone sorgt nicht dafür, dass Sie nach dem ersten Pint gleich drei Kilo zunehmen!
Wer sich die Inhaltsstoffe eines Guinness-Pints genauer ansieht, merkt schnell: Das berühmteste irische Bier ist ein ganz normales, schmackhaftes und erfrischendes Bier, das Ihren Magen nicht belastet!
Das Beste: Guinness enthält sogar weniger Kohlenhydrate und Alkohol als viele andere Biere seiner Kategorie.
Um besser zu verstehen, was in einem 568 ml Guinness-Pint steckt, werfen wir einen Blick auf die Nährwerte:
Das macht Guinness zu einem eher kalorienarmen und alkoholarmen Bier.
Trotzdem ist es reich an Nährstoffen: Guinness enthält vergleichsweise viel Eisen. Ein Pint deckt etwa 4 % des empfohlenen Tagesbedarfs an Eisen – ein Pluspunkt, denn Eisen ist wichtig für ein funktionierendes Immunsystem.
Außerdem ist Guinness eine hervorragende Quelle für Antioxidantien – wichtige Stoffe, die Entzündungen entgegenwirken.
Nicht zuletzt enthält Guinness eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, die für Gesundheit und Wohlbefinden wichtig sind, darunter Vitamin B6.
Woher kommen also die Mythen rund um Guinness? Mehrere Faktoren tragen zur Legendenbildung bei.
Da wäre zunächst die Farbe des Biers. Sein dunkler Farbton (eigentlich rubinrot, nicht schwarz, wie viele glauben) lässt Guinness schwerer erscheinen als andere Biere.
Dabei ist die Farbe einfach das Ergebnis einer starken Röstung der Getreidekörner – ein Verfahren, das dem Bier Noten von Karamell, Schokolade und Kaffee verleiht!
Ein weiterer Grund für das Vorurteil vom „schweren“ Guinness ist das verwendete Gas. Guinness wird mit Stickstoff versetzt, was besonders feine Bläschen erzeugt. Das cremige Mundgefühl lässt das Bier schwer erscheinen – tatsächlich ist das Gegenteil der Fall!
Und schließlich trägt die dichte, cremige Schaumkrone, die einen weißen Rand auf der Oberlippe hinterlässt, zum Mythos des „schweren Biers“ bei. Doch auch das stimmt nicht: Die cremige Schicht ist zugleich üppig und leicht – ein perfektes Gleichgewicht für Stout-Liebhaber!
Der Missbrauch von Alkohol ist gefährlich für die Gesundheit. In Maßen konsumieren.