Sie träumen davon, mit dem Auto von Frankreich nach Irland zu reisen? Das ist eine großartige Idee! Sie können dabei wunderschöne, wilde Landschaften entdecken und gleichzeitig die Freiheit und Unabhängigkeit genießen, die Ihnen dieses Verkehrsmittel bietet. Bedenken Sie jedoch, dass eine solche Reise eine sorgfältige Vorbereitung erfordert, um sicherzustellen, dass Ihr Roadtrip reibungslos verläuft. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, Ihre Etappen zu wählen und Maßnahmen für den Fall einer Panne unterwegs zu treffen.
Wählen Sie Ihre Startroute
Um mit dem Auto von Frankreich nach Irland zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: eine Fähre von Nordfrankreich oder vom Vereinigten Königreich aus zu nehmen.
Fähre ab Calais oder Cherbourg
Calais und Cherbourg sind die beiden wichtigsten französischen Häfen für Verbindungen nach Irland.
- Calais: Von hier aus fahren Sie zunächst nach Großbritannien, meist über Dover. Nach der Ankunft in Großbritannien durchqueren Sie England, um eine zweite Fähre nach Irland zu nehmen (meist ab Holyhead) in Richtung Dublin.
- Cherbourg: Von diesem Hafen aus können Sie direkt mit der Fähre nach Irland fahren, zum Beispiel nach Dublin oder Rosslare. Diese Option ist sinnvoll, wenn Sie die Durchfahrt durch England vermeiden möchten.
Um zwischen diesen beiden Optionen zu wählen, stellen Sie sich folgende Fragen: Möchten Sie die Fahrzeit möglichst kurz halten? Dann ist die Direktverbindung ab Cherbourg die beste Wahl. Wenn Sie jedoch mehr Landschaften entdecken möchten, bietet die Route über Großbritannien mehr Möglichkeiten.
Besonderheiten beim Fahren in Frankreich, Großbritannien und Irland
Fahrtrichtung
Zunächst einmal: In Frankreich fährt man auf der rechten Straßenseite, wie in den meisten europäischen Ländern. Im Gegensatz dazu gilt in Großbritannien und Irland Linksverkehr. Seien Sie besonders aufmerksam, vor allem an Kreisverkehren und Kreuzungen, wo Sie sich schnell an die andere Fahrweise gewöhnen müssen.
Geschwindigkeitsbegrenzungen
In Frankreich liegt die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen bei 130 km/h, auf zweispurigen Landstraßen bei 110 km/h und auf Nebenstraßen zwischen 80 und 90 km/h.
In Großbritannien und Irland sind Autobahnen auf 112 km/h begrenzt, und auf Landstraßen liegt die Begrenzung meist zwischen 80 und 100 km/h. Innerorts gelten niedrigere Geschwindigkeitslimits.
Wie bereiten Sie Ihr Auto für eine lange Reise vor?
Eine gründliche Vorbereitung Ihres Fahrzeugs ist unerlässlich für eine lange Fahrt wie die nach Irland. Hier einige wichtige Punkte, die Sie vor der Abfahrt beachten sollten.
Überprüfen Sie den Zustand Ihres Autos
- Reifen: Achten Sie darauf, dass sie in gutem Zustand sind und der Luftdruck stimmt. Denken Sie daran, dass das Wetter in Großbritannien und Irland stark schwanken kann!
- Öl und Flüssigkeiten: Kontrollieren Sie Ölstand, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und füllen Sie den Scheibenwischwasserbehälter auf.
- Bremsen und Batterie: Testen Sie Ihre Bremsen sorgfältig und prüfen Sie den Zustand der Batterie, um Pannen möglichst zu vermeiden.
- Kupplung: Wie AUTODOC erklärt, kann die Kupplung aus verschiedenen Gründen blockieren (defektes Kabel, Probleme mit der Hydraulikflüssigkeit etc.). Prüfen Sie dieses Bauteil vor der Abfahrt gründlich.
Werkzeuge und Dokumente, die Sie mitnehmen sollten
- Erste-Hilfe-Set und Warndreieck: Diese sind in den meisten europäischen Ländern Pflicht.
- Warnweste: Unverzichtbar, falls Sie bei einer Panne das Fahrzeug verlassen müssen, um von anderen Fahrern gut gesehen zu werden.
- Kfz-Versicherung und Grüne Karte: Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, ob der Schutz auch für Großbritannien und Irland gilt.
- Fahrzeugpapiere: Nehmen Sie alle wichtigen Dokumente mit, insbesondere den Fahrzeugschein und Ihren Führerschein.
- GPS und Karten: Eine Papierkarte ist hilfreich, falls elektronische Geräte ausfallen.
Was tun, wenn Ihr Auto eine Panne hat?
Trotz sorgfältiger Vorbereitung kann eine Panne immer passieren. Hier einige Tipps, wie Sie in Frankreich oder im Ausland damit umgehen können.
Kontaktieren Sie den Pannendienst
In Frankreich wählen Sie die 112 für Hilfe. Wenn Sie Mitglied eines Automobilclubs sind, prüfen Sie die Notrufnummer.
In Großbritannien und Irland können Sie Dienste wie die AA (Automobile Association) oder den RAC in Anspruch nehmen, die zuverlässige Pannenhilfe bieten. Es kann sinnvoll sein, einen internationalen Pannendienst zu abonnieren. Manche Versicherungen beinhalten bereits eine Pannenhilfe, inklusive Abschleppen und Unterkunft, falls die Reparatur länger dauert.
Gut zu wissen: Bei kleineren Pannen (entladene Batterie, Reifenpanne etc.) ist es praktisch, ein Reparaturset dabei zu haben, um das Problem selbst zu beheben und schnell weiterfahren zu können.
Wie Sie sehen, ist eine Reise mit dem Auto von Frankreich nach Irland eine tolle Idee – vorausgesetzt, Sie sind gut vorbereitet. Bereit für das Abenteuer?
